Streit um Handtasche eskaliert: Helfer kämpft ums Bewusstsein

Im Norden

Frauen geraten aneinander: Streit eskaliert – Schlichter muss reanimiert werden

In Stade gerieten vier Frauen aneinander. Das Ergebnis: Eine Handtasche ist verschwunden, ein Mann im Krankenhaus. (Symbolbild)
picture alliance / Zoonar | Maruta Dmitri

In Stade streiten vier Frauen in einer Bar. Zwei von ihnen rauben den anderen eine Handtasche. Ein Mann will den Opfern helfen – und verletzt sich am Kopf.

Nächtliche Auseinandersetzung in Stade: Vier Frauen geraten zunächst in einer Bar und später auf offener Straße aneinander. Als zwei Männer eingreifen wollen, stürzt einer von ihnen schwer und verliert das Bewusstsein.

Der Streit begann in der Nacht von Freitag auf Samstag gegen 2.20 Uhr in einer Bar an der Beguinenstraße. Dort gerieten zwei Frauen aus Oldendorf mit zwei bislang unbekannten Frauen aneinander.

Wegen Handtasche: Frau zückt Pfefferspray

Die beiden Oldendorferinnen verließen daraufhin die Bar. Wenig später folgten ihnen die beiden anderen Frauen. In der Holzstraße kam es erneut zum Streit – und schließlich zu einer Rangelei. Die Frauen schubsten sich gegenseitig und zogen sich an den Haaren. Dabei setzte eine der Frauen Pfefferspray ein und entriss einer 40 Jahre alten Oldendorferin die Handtasche.

Zwei Männer, die zu diesem Zeitpunkt aus der Bar kamen, wollten eingreifen und den Streit schlichten. Ein 42-Jähriger aus Stade versuchte, eine stürzende Frau aufzufangen. Dabei fiel er selbst unglücklich zu Boden, verletzte sich am Kopf und verlor sofort das Bewusstsein.

Trotz Reanimation: Atmung setzt bei Helfer aus

Als die alarmierten Streifenwagen eintrafen, begann eine Polizistin gemeinsam mit ihrem Kollegen und dem zweiten Mann aus der Bar mit der Reanimation des 42-Jährigen. Zweimal setzte seine Atmung wieder ein und anschließend erneut aus. Bei der dritten Reanimation begann der Mann wieder zu atmen, erlitt anschließend jedoch einen Krampfanfall. Der inzwischen eingetroffene Rettungsdienst übernahm die weitere medizinische Versorgung.

Der 42-Jährige wurde anschließend ins Krankenhaus gebracht. Am späten Samstagabend war er wieder ansprechbar. Die beiden unbekannten Frauen konnten unerkannt flüchten.