Früherer Förderer enthüllt Kabinen-Eklat um Vincent Kompany
Stand: 03.10.2026, 15:07 Uhr
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Schon als Jugendlicher trieb Vincent Kompany der Ehrgeiz an. Sein einstiger Förderer packt eine lustige Kabinen-Anekdote aus alten Zeiten aus.
München – In den etwas mehr als zwei Jahren seit seiner Ankunft beim FC Bayern hat sich Vincent Kompany zu einem der prominentesten europäischen Trainer entwickelt. Seine Zeit beim deutschen Rekordmeister ist geprägt von Erfolgen, auch wenn dem Belgier der ersehnte Champions-League-Titel noch fehlt. Seinen Hunger nach Siegen entwickelte der heute 40-Jährige bereits in seiner Jugend, wie Förderer Albert Martens jetzt verrät.

Im Interview mit dem FC-Bayern-Magazin 51 spricht der 75-Jährige über die späten 90er in der Jugendabteilung des RSC Anderlecht. Dort trainierte Martens den heranwachsenden Kompany, der damals noch mitten in seiner spielerischen und charakterlichen Ausbildung steckte. „Wenn er verloren hat, gab‘s Tränen“, verrät Martens. „Und natürlich waren immer die anderen schuld. Immer. Der kleine Vincent war auch für seine Mannschaft kein einfacher Typ.“
Jugendtrainer trieb Kompany Schuldzuweisungen aus
Besonders habe sich die Problematik in einem U12-Spiel gegen die Brüsseler Mannschaft Molenbeek gezeigt. „In der ersten Halbzeit waren wir richtig schlecht. Das einzig Gute war, dass es zur Pause noch 0:0 stand. Vincent saß in der Kabine und war sauer auf die Mannschaft“, berichtet Martens. „Er sagte: ‚Trainer, ich glaube, du hast es auch gesehen: Wir spielen richtigen Mist.‘ Da habe ich gesagt: ‚Vincent, ich bin sehr froh, dass du weißt, dass du schlecht warst. Du kannst jetzt duschen gehen.‘“
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Die Lektion sei wichtig für seinen Schützling gewesen, führt der Belgier aus. Zwar sei Kompany „eigentlich der Beste“ gewesen, aber „ich musste ihm klarmachen, dass das so nicht geht“ und „er nicht so ein Stinkstiefel“ sein könne. Zum Rest seiner Mannschaft habe er gesagt: „Wenn ihr sie in der zweiten Halbzeit nicht abschießt, dann wird dieser Kerl weiter so übellaunig sein.“ Eine Ansprache, die den gewünschten Effekt zeigte: „Wir haben haushoch gewonnen.“
„Vincent war danach nie wieder so missmutig, wenn seine Mannschaft mal schlecht gespielt hat“, resümiert Martens. Heute ist der FCB-Coach dafür bekannt, sich nach schlechten Ergebnissen in der Öffentlichkeit vor sein Team zu stellen. In der Kabine soll es erst vor wenigen Wochen trotzdem gekracht haben, als der Rekordmeister sich beim 2:1 gegen Aufsteiger Elversberg besonders schwer tat.
Kompanys Ex-Förderer ist längst einer der größten Fans seines früheren Schützlings. „Bei Vincent war ich mir immer sicher, dass er ein Top-Trainer wird. Er ist intelligent, ehrlich, ein guter People-Manager, ein Gewinnertyp“, erklärte Martens und betonte, er gehe von einem langen Verbleib Kompanys in der bayrischen Landeshauptstadt aus. (mbo)