Fußball-Bundesliga: Burpees & Ballarbeit – so hart schuftet die SVE für die Bundesliga-Premiere

Fußball-Bundesliga Burpees & Ballarbeit – so hart schuftet die SVE für die Bundesliga-Premiere

St. Ingbert · Der SV Elversberg steht vor seiner ersten Bundesliga-Saison überhaupt. Nach einer kurzen Pause hat die zweite Vorbereitungsphase begonnen – intensiver denn je. Was Wagner von seinen Spielern verlangt und welche Testspiel-Highlights noch warten.

02.08.2026 , 17:39 Uhr

Die Spieler der SV Elversberg starten in die heiße Phase der Vorbereitung – hier blicken Lukasz Poreba (links) und Felix Keidel dem Ball hinterher.

Foto: Heiko Lehmann

Es gab ein intensives Warmmachen, Pass- und Laufübungen in der Gruppe, Torschuss und ein Spiel in einem ganz engen Korridor. Nach einer Woche Vorbereitungspause ohne Ball am Fuß ist Bundesligist SV Elversberg in die zweite und heiße Phase der Vorbereitung auf die erste Bundesliga-Saison der Vereinsgeschichte eingestiegen.

SV Elversberg startet in die heiße Bundesliga-Vorbereitung

„In vier Wochen geht es los. Intensiv war die erste Hälfte der Vorbereitung auch. Jetzt wollen wir genauso weitermachen“, sagte SVE-Cheftrainer Vincent Wagner. Er duldet keinen Schlendrian und verlangt auf dem Platz in jeder Situation 100 Prozent von den Spielern. Gerade bei dem Spiel in dem engen Korridor an der Außenlinie brachte eine Mannschaft nicht die vom Trainer gewünschte Intensität auf den Platz. „Sofort stopp und runter. Bitte 30 Burpees“, rief Wagner über den Platz. Ein Burpee ist eine Mischung aus Liegestütz, Strecksprung und Kniebeuge. Es gibt angenehmere Dinge bei 35 Grad und ohne Schatten auf dem Fußballplatz.

Aber angenehm war es für die SVE-Spieler ja in der vergangenen Woche schon. Nach vier Wochen harter Arbeit inklusive eines Trainingslagers in den Niederlanden gab es ein paar Tage leichten Urlaub. Leicht deshalb, da alle Spieler trotzdem einen Trainingsplan mit nach Hause bekamen, den es abzuarbeiten galt. „Ich habe die Zeit mit der Familie genossen. Wir waren mit den Kindern im Playmobil-Land. Das war mental und physisch wie eine Trainingseinheit“, sagte Stürmer Luca Schnellbacher lachend.

Bilderstrecke zuletzt aktualisiert:

27.06.2026

SVE-Profis genießen kurze Pause – Trainingsplan bleibt Pflicht

Auch Jan Gyamerah, Lukasz Poreba und Lukas Pinckert verbrachten die freie Zeit zu Hause bei ihren Familien. Felix Keidel war in seiner Heimat Ingolstadt und dort mit seinen Freunden schwimmen. Für Francis Onyeka war es vielleicht die letzte Pause für ganz lange Zeit. Vom 21. September bis 8. Oktober ist in der Bundesliga zweieinhalb Wochen lang Länderspielpause. Eine Pause, in der zwar sehr wohl trainiert wird, aber ohne Wettkampfpraxis. Für Onyeka, Lukas Petkov oder Noah Darvich geht es in dieser Zeit aber zu den Nationalmannschaften.

Onyeka hatte in der Sommerpause schon nicht frei, da er als Kapitän der deutschen U19-Nationalmannschaft bei der EM in Wales war und dort Vize-Europameister wurde. „Ich war in der vergangenen Woche bei meiner Familie in Leverkusen. So richtig viel Pause brauche ich eigentlich gar nicht“, sagte der 19-Jährige mit einem Augenzwinkern.

Francis Onyeka vor langer Saison mit SV Elversberg und Nationalteam

Die inoffizielle Auszeichnung „cleverster Spieler der Woche“ ging am Wochenende an Lukas Petkov. Einmal pro Saison hat jeder Spieler so eine Art Trainingsfrei-Gutschein, der beliebig eingesetzt werden kann. Petkov nutzte den „Gutschein“ und verlängerte den einwöchigen Urlaub nach dem Trainingslager noch um den Samstag. „Das hat Lukas clever gemacht“, sagte Wagner.

Keine Pause hatten Frederik Schmahl, Maurice Krattenmacher, Raif Adam und Tom Zimmerschied. Alle vier konnten im Trainingslager entweder gar nicht oder nur teilweise mitmachen und hatten in den letzten Tagen ein normales Reha-Programm. Da die Rückenprobleme bei Zimmerschied immer noch anhalten, war er am Samstag noch nicht dabei und wird wohl noch einige Zeit ausfallen. Krattenmacher, Schmahl und Adam waren wieder voll oder teilaktiv dabei.

Verletzungssorgen beim SVE: Zimmerschied fällt weiter aus

Nach dem ganz starken Auftritt der SVE beim 1:0-Testspielsieg im Trainingslager gegen den niederländischen Erstligisten NEC Nijmegen steht nun an diesem Dienstag (18 Uhr) in Hagenau gegen den französischen Erstligisten Racing Straßburg das nächste Testspiel an. Bislang war das größte Testspiel-Manko die Chancenverwertung. Ob die jetzt besser wird?

Nach dem Test gegen Straßburg spielt die SVE am kommenden Samstag (21 Uhr) beim spanischen Zweitligisten RCD Mallorca und eine Woche später, am 15. August (15.30 Uhr), beim Stadionfest an der Kaiserlinde gegen den französischen Erstligisten FC Lorient. Am 16. August (Uhrzeit noch offen) beim Oberligisten SV Auersmacher werden noch einmal alle Spieler Einsatzzeit bekommen, die gegen Lorient nicht oder weniger berücksichtigt wurden. Und dann geht es auch schon los.

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