Fußball-Weltmeisterschaft Argentinien im WM-Fieber - Springen im Uber erlaubt
Buenos Aires · In Argentinien stimmt der Fahrdienst Uber seine Kunden humorvoll auf das Spiel gegen England ein. Springen im Auto ist erlaubt - denn derjenige, der nicht springt, ist bekanntlich ein Engländer.
15.07.2026 , 01:52 Uhr
Argentinische Fans während der Fußball-WM: Der, der nicht springt, ist ein Engländer. (Archivbild)
Foto: Rodrigo Abd/AP/dpa
Mit einer ungewöhnlichen Ankündigung stimmt der Fahrdienstvermittler Uber in Argentinien seine Kunden auf das WM-Halbfinale gegen England ein: „Wir möchten darauf hinweisen, dass es an diesem Tag erlaubt sein wird, im Uber zu springen, denn wer nicht springt ... ihr wisst schon.“
Wenn Argentinien und England heute (21.00 Uhr/ARD und Magenta TV) in Atlanta um den Einzug ins WM-Finale kämpfen, sollen die Fahrgäste also ausdrücklich hüpfen dürfen. Bei der Zieleingabe müssen sie nach dem Willen des Unternehmens allerdings aufpassen: „Am Mittwoch wird es nicht möglich sein, innerhalb Argentiniens zu Zielen zu reisen, deren Namen Wörter wie "englisch", "britisch" oder ähnliche Begriffe beinhalten, die auf dieses bestimmte Land hinweisen.“
Uber Argentina bestätigte der Deutschen Presse-Agentur die Echtheit des Posts. Es handle sich um „einen humorvollen Beitrag, der dem Trend der vergangenen Wochen in den sozialen Netzwerken folgt“, erklärte die Presseabteilung des Unternehmens auf Nachfrage. Auch andere argentinische Unternehmen kündigten auf ihren Social-Media-Kanälen augenzwinkernd an, englische Wörter zumindest für einen Tag aus ihrem Sprachgebrauch zu streichen.
Der Fahrdienst Uber stimmt seine Kunden in Argentinien auf humorvolle Weise auf das WM-Halbfinale gegen England ein. (Archivbild)
Foto: Sebastian Gollnow/dpa
„Wer nicht springt, ist ein Engländer“
Hintergrund ist der bei argentinischen Fußballfans beliebte Gesang „Él que no salta es un inglés“ - auf Deutsch: „Wer nicht springt, ist ein Engländer“. Der Schlachtruf stammt bereits aus der Zeit des Falklandkrieges zwischen den beiden Ländern im Jahr 1982, als zahlreiche Menschen auf der Plaza de Mayo in Buenos Aires gegen das Vereinigte Königreich demonstrierten.
Vier Jahre später bei der Fußball-Weltmeisterschaft in Mexiko, bei der sich Argentinien im Viertelfinale gegen England mit 2:1 durchsetzte, fand der Gesang auch Eingang in die Fanfolklore der Argentinier. Die beiden Fußball-Nationen treffen nun erstmals in einem WM-Halbfinale aufeinander.
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