Fünf Feuerwehren werden eine: 740.000 Euro Landeszuschuss

Stand: 23.08.2026, 08:00 Uhr

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Bauplatz fürs neue Feuerwehrhaus am Ortseingang von Schenklengsfeld.

Am Ortseingang von Schenklengsfeld soll der neue Feuerwehr-Stützpunkt entstehen. © Eisenberg, Jan-Christoph

Die Schenklengsfelder Gemeindevertretung hat einstimmig beschlossen, die fünf Feuerwehren zu einer gemeinsamen Einsatzabteilung zusammenzuschließen. Der Zusammenschluss wird am 1. Januar 2027 wirksam.

Schenklengsfeld – Schenklengsfeld bekommt eine vereinigte Einsatzabteilung der Feuerwehr und dazu einen modernen neuen Stützpunkt. Das beschloss die Gemeindevertretung einstimmig im Unterweisenborner Dorfgemeinschaftshaus. Es wird mit einem Landeszuschuss in Höhe von 740.000 Euro gerechnet.

Bisher gibt es 40 Aktive in Schenklengsfeld, 33 in Landeck, je zwölf in Wehrshausen und Konrode und neun in Unterweisenborn. Durch den Zusammenschluss wird laut Bürgermeister Andre Wenzel (Bürgerliste) der Brandschutz in der Gemeinde gewährleistet. Die fünf Wehren seien rechtzeitig in die Planung einbezogen worden und hätten ausnahmslos zugestimmt. Der Zusammenschluss wird am 1. Januar 2027 wirksam. Die Gemeindevertretung beschloss das einstimmig.

Bei der Billigung von Flächennutzungs- und Bebauungsplan für die neue Feuerwache an der L 3171 (der Bebauungsplan trägt passenderweise die Nummer 112) war eine Enthaltung zu verzeichnen. Laut Wenzel können die Planunterlagen in Kürze beim Regierungspräsidenten zur Genehmigung eingereicht werden.

In den Umkleidekabinen der Sportanlage Wippershain sind Feuchtigkeitsschäden aufgetreten. Die Außenmauer muss aufgegraben werden. Das Parlament genehmigte überplanmäßige Ausgaben zur Sanierung von 9000 Euro. Putz- und Malerarbeiten wollen die Wippershainer in Eigenleistung übernehmen.

Einstimmig beschloss das Parlament einen Wegeeinzug: Zwei Feldwege am Ortsrand von Wippershain werden dem Grasland zugeschlagen. Sie werden nicht mehr gebraucht, und damit wird zugleich der Erosion entgegengewirkt.

Wie Bürgermeister Wenzel mitteilte, weist der Gemeindeetat zum 15. August einen Überschuss von rund 600.000 Euro auf. Die Einnahmen aus Einkommens- und Gewerbesteuer sowie Schlüsselzuweisungen liegen jeweils im Plan, ebenso die Ausgaben. Im Juli wurde ein Investitionskredit von etwas mehr als einer Million Euro aufgenommen. Das liegt aber laut Wenzel im Rahmen der in der Haushaltssatzung vorgesehenen Höchstsumme. Es wurden Investitionen von 1,3 Millionen Euro getätigt, vor allem für die Kläranlage in Wippershain, wobei Zuschüsse und Beiträge von knapp 500.000 Euro eingingen.

Nach kurzer Diskussion nahm die Gemeindevertretung den Antrag der SPD einstimmig an, die Bushaltestelle an der Friedewalder Straße besser zu beleuchten. Carsten Maus sagte, in der Dämmerung bestünden Gefahren für Schüler, Ältere (aus der nahen Seniorenresidenz) und Pendler. Er gab zu, das Thema nicht mit dem Ortsbeirat besprochen zu haben. Laut Fraktionschef Giese sind aber keine Einwände zu erwarten.

Bürgermeister Wenzel gab bekannt, dass die im Bau befindliche Seniorenresidenz im November öffnen und die ersten Bewohner aufnehmen wird. Das Dorfgemeinschaftshaus Wippershain erhält eine Photovoltaikanlage. Das Rathaus wird derzeit mit neuen (gebrauchten) Möbeln ausgestattet und erhält einen frischen Anstrich. Die geplante Umstrukturierung der gemeindlichen Kindergärten ist vom Land genehmigt. Das Naturschutzgebiet Landecker Berg kann nun doch weiter von Spaziergängern genutzt werden; die Burgruine bleibt zugänglich. Angesichts der Trockenheit will die Gemeinde eine Wasserampel einführen. Auf der Ortsdurchfahrt von Schenklengsfeld gilt jetzt – vorläufig während der Bauarbeiten an der B62-Brücke – Tempo 30.

(Andreas Alt)