Stand: 15.09.2026, 21:06 Uhr
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Die Firma Proxima Fusion plant einen industriellen Produktionsstandort für HTS-Band in Niedersachsen. Es ist die erste Fabrik ihrer Art in Europa.
Eine bedeutende Entwicklung für die europäische Technologie-Landschaft steht bevor: Proxima Fusion hat gemeinsam mit dem Land Niedersachsen eine Absichtserklärung unterzeichnet, um Europas ersten großindustriellen Produktionsstandort für Hochtemperatur-Supraleiter-Band (HTS-Band) zu errichten.
Ziel dieser Partnerschaft ist es einer Mitteilung zufolge, eine zentrale Rolle in der Herstellung von fusionsgeeignetem HTS-Band zu übernehmen und damit sowohl die regionale Wirtschaft als auch die europäische Technologie-Landschaft nachhaltig zu stärken. Dabei sollen im Zuge des Aufbaus der HTS-Produktion Arbeitsplätze im niedrigen dreistelligen Bereich entstehen, wie Jakob Fidler, Sprecher von Proxima Fusion gegenüber kreiszeitung.de bestätigte.
Für 140 Millionen Euro: In Niedersachsen soll Europas erste Fabrik ihrer Art entstehen
Investitionen von rund 140 Millionen Euro sind für die ersten beiden Projektphasen bis 2029 vorgesehen. Niedersachsen plant, 21 Millionen Euro beizutragen. „Wir bauen Niedersachsen zum Vorreiter einer europäischen HTS-Produktion aus, die nicht nur Deutschlands ambitionierte Ziele im Bereich der Fusionsenergie unterstützen wird, sondern auch zukunftsorientierte Produktion, neue Wertschöpfung, qualifizierte Arbeitsplätze und technologisches Know-how zu uns bringen wird“, sagte Niedersachsens Ministerpräsident Olaf Lies.
HTS-Band ist eine Schlüsseltechnologie, die es ermöglicht, elektrische Ströme nahezu verlustfrei zu transportieren. Dies ist entscheidend für den Bau kompakter und leistungsfähiger Fusionsanlagen. Die geplante Fabrik soll HTS-Band jedoch nicht nur für Fusionsanlagen produzieren, sondern auch für Anwendungen in Energienetzen, der Medizintechnik und Antriebssystemen. Niedersachsen soll so zu einem bedeutenden Standort für diese Art der Hochtechnologie werden.
HTS-Band-Fabrik in Niedersachsen geplant: Genauer Standort noch unbekannt
„Niedersachsen bringt die industrielle Basis, Energiekompetenz und politische Entschlossenheit mit, um eine Abhängigkeit in eine dauerhafte, strategische Stärke des Industriestandorts Deutschland und Europa umzuwandeln“, sagt Francesco Sciortino, Mitgründer und CEO von Proxima Fusion.
Wo die Fabrik einmal stehen soll, ist noch offen: Einen konkreten Standort innerhalb Niedersachsens gebe es derzeit noch nicht, so Unternehmenssprecher Fidler gegenüber kreiszeitung.de. „Proxima Fusion und das Land Niedersachsen prüfen im Rahmen der vereinbarten Zusammenarbeit geeignete Standorte für die geplante Produktionsstätte.“
In Niedersachsen gibt es bereits auch Europas größte zusammenhängende Industrie-Anlage ihrer Art.