Für Tiere tödlich: Blaualgen an beliebtem Hundebadesee nachgewiesen

Stand: 20.08.2026, 13:53 Uhr

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Mallertshofer See

Der Mallertshofer See liegt zwischen Garching und Oberschleißheim. Er ist beliebt bei Hundebesitzern. Hier dürfen ihre Tiere baden. © Gerald Förtsch/Archiv

Am Mallertshofer See bei Oberschleißheim wurden giftige Cyanobakterien festgestellt. Für Hunde kann der Kontakt mit den Algen tödlich enden.

Oberschleißheim – Am Mallertshofer See bei Oberschleißheim wurden Blaualgen festgestellt. Wie die Gemeinde auf ihrer Homepage mitteilt, wurden in den am Freitag, 14. August, entnommenen Proben Cyanobakterien nachgewiesen, darunter auch die Gattung Tychonema. Diese können Giftstoffe, sogenannte Cyanotoxine, produzieren. Vom Baden im See wird dringend abgeraten, auch der Kontakt mit dem Wasser ist zu vermeiden. Besondere Vorsicht müssen Hundehalter walten lassen. Für ihre Tiere ist der Kontakt mit den Algen unter Umständen tödlich. Der Mallertshofer See ist ein beliebter Hundebadesee, im Landkreis München ist er der einzige dieser Art.

Das Gesundheitsamt hat die Wasserproben laut Rathaus nach einem Hinweis aus der Bevölkerung entnommen. Da der Mallertshofer See kein offizielles Badegewässer ist, werde er nicht routinemäßig überwacht. Die festgestellte Tychonema kann bei massenhaftem Auftreten rötliche Algenmatten bilden oder an Wasserpflanzen, Steinen oder Treibholz haften. „Der direkte Kontakt mit sichtbaren rötlichen Algenmatten sollte unbedingt vermieden werden“, mahnt die Gemeinde. „Eine Gesundheitsgefährdung für Mensch und Tier ist möglich. Wir bitten daher, insbesondere auf Kinder zu achten, dass diese nicht im Uferbereich spielen oder gar ins Wasser gehen.“ Insbesondere Kleinkinder seien gefährdet, wenn sie bewachsene Wasserpflanzen oder Treibgut in den Mund nehmen und dadurch größere Mengen der Giftstoffe verschlucken. Auch Hunde und andere Tiere seien gegenüber Cyanobakterientoxinen sehr empfindlich und sollten vom Wasser ferngehalten werden und nicht daraus trinken oder darin baden.

Wenn die Hunde größere Mengen des Gifts aufnehmen, etwa wenn sie sich nach dem Baden das Fell ablecken oder abgelöste Algenmatten fressen, können sie daran sterben.