Golem hat die Garmin Fenix 9 ausprobiert: Vor allem die Pro-Modelle überzeugen mit Titan und flotteren Karten.
- Garmin: Fenix 9 Pro bringt mehr Titan und endlich schnellere Karten
- Livetrack für Fans und Familie
Die Fenix war noch nie eine Uhr, die sich dezent unter dem Hemdsärmel verstecken wollte. Garmin baut seine Outdoor-Spitzenmodelle traditionell groß, robust und mit einer Optik, die eher nach Bergtour als nach Business Lunch aussieht. Bei der neuen Fenix 9 bleibt das grundsätzlich so. Vor allem die Fenix 9 Pro wirkt in echt aber einen Hauch eleganter als ihre Vorgänger.
Wir konnten die Fenix 9 und die Fenix 9 Pro parallel zur Präsentation ausprobieren. Vor allem das neue Titangehäuse der Pro gefällt uns gut. Die Uhr sieht weiterhin nach Fenix aus, wirkt aber etwas feiner und weniger wuchtig.
Garmin bringt die Fenix 9 und die Fenix 9 Pro gleichzeitig auf den Markt. Beide erhalten hellere Displays, mehr Speicher, eine schnellere Kartendarstellung und neue Trainingsfunktionen. Bei der Pro kommen das neue Gehäuse sowie je nach Modell LTE- und Satellitenkommunikation über Inreach hinzu.
Titan macht die Fenix 9 Pro schicker
Die normale Fenix 9 besitzt eine Titanlünette und eine Rückseite aus Titan. Bei der Fenix 9 Pro geht Garmin weiter und verwendet erstmals ein weitgehend aus Titan bestehendes Gehäuse. Per Nano-Molding-Technik werden Titan- und Kunststoffelemente miteinander verbunden.
Am Handgelenk gefällt uns das Ergebnis sehr gut. Die Pro wirkt hochwertig und robust, aber nicht mehr ganz so martialisch wie manche ältere Fenix. Das Gewicht bleibt trotz des größeren Titananteils ungefähr auf dem gewohnten Niveau.
| Fenix 9 Pro Solar/MIP | Fenix 9 Pro AMOLED | Fenix 9 AMOLED | Fenix 8 AMOLED | |
|---|---|---|---|---|
| Größe / Gewicht (nur Gehäuse) | 47 x 47 x 15,8 mm / 63 g | 47 x 47 x 13,8 mm / 56 g | 47 x 47 x 13,8 mm / 53 g | 47 x 47 x 13,8 mm (52 g Titan) |
| Display | 1,3 Zoll / 260 x 260 Pixel | 1,4 Zoll / 454 x 454 Pixel | 1,4 Zoll / 454 x 454 Pixel | 1,4 Zoll / 454 x 454 Pixel |
| Akkulaufzeit Smartwatch (lt. Hersteller) | bis zu 34 Tage | bis zu 18 Tage | bis zu 16 Tage | bis zu 16 Tage |
| Akkulaufzeit GPS | bis zu 54 Stunden (81 Stunden mit Solar) | bis zu 32 Stunden | Bis zu 30 Stunden | bis zu 47 Stunden |
| Speicher | 64 GByte | 64 GByte | 64 GByte | 32 GByte |
| Wasserdichtigkeit | 10 ATM | 10 ATM | 10 ATM | 10 ATM |
Teilweise konnte Garmin die Bauhöhe reduzieren. Die Fenix 9 Pro mit 47 mm ist laut Hersteller 16 Prozent dünner als die entsprechende Fenix 8 Pro. Die geschützten Tasten bleiben erhalten und bestehen bei der Pro ebenfalls aus Titan. Saphirglas gehört bei der neuen Generation grundsätzlich dazu.
Bei der Sensorik gibt es dagegen keinen Generationssprung. Garmin verwendet weiterhin den optischen Elevate-Gen-5-Sensor der Fenix 8, der unter anderem Herzfrequenzmessung und EKG ermöglicht.
Auch die Taschenlampe bleibt. Bei der Fenix 9 Pro gibt es neben weißem und rotem nun grünes Licht, das nachts die Anpassung der Augen an die Dunkelheit weniger beeinträchtigen soll. Neu sind außerdem Comfortfit-Gewebearmbänder mit integriertem Schnellverschluss.
Displays werden größer und heller
Garmin bleibt bei einer Vielzahl an Größen und Displayvarianten. Die Fenix 9 gibt es mit 43, 47 und 51 mm. Bei den AMOLED-Modellen soll das Display doppelt so hell sein wie bei der Fenix 8. Die Pro erreicht laut Garmin bis zu 3.000 Nits.
Bei der Fenix 9 Pro mit 51 mm wächst das AMOLED-Display erstmals auf 1,5 Zoll. Das sind 15 Prozent mehr Fläche als beim vergleichbaren Vorgänger, ohne dass das Gehäuse größer wird. Daneben bietet Garmin weiterhin Pro-Varianten mit MIP-Display und Solar-Ladelinse an.
Nicht mehr dabei ist MicroLED. Bei der Fenix 8 Pro hatte Garmin noch eine sehr teure Variante mit dieser Displaytechnik angeboten. Bei der Fenix 9 setzt der Hersteller wieder auf AMOLED sowie MIP mit Solar.
Die Akkulaufzeiten ändern sich trotz der leistungsfähigeren Hardware kaum. Garmin nennt für die größte Fenix 9 bis zu 29 Tage im Smartwatch-Modus, bei der entsprechenden Fenix 9 Pro mit AMOLED bis zu 31 Tage. Die Solarvarianten sollen unter idealen Bedingungen bis zu 57 Tage erreichen. Eine Akku-Revolution gibt es damit nicht, auch wenn die neue Hardware etwa beim Karten-Rerouting effizienter arbeiten soll.
Die Karten reagieren schneller
Eine Verbesserung fällt uns beim Ausprobieren sofort auf: Die Kartendarstellung reagiert deutlich flüssiger. Das ist bei einer Uhr, die zur Navigation im Gelände gedacht ist, mehr als eine Kleinigkeit.
Neu ist eine perspektivische Ansicht. Statt nur senkrecht von oben auf die Karte zu schauen, lässt sie sich kippen. So bleibt die unmittelbare Umgebung detailliert sichtbar, während mehr von der vorausliegenden Strecke ins Bild passt.
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