Garmin: Fenix 9 Pro bringt mehr Titan und endlich schnellere Karten - Golem.de

Golem hat die Garmin Fenix 9 ausprobiert: Vor allem die Pro-Modelle überzeugen mit Titan und flotteren Karten.

Garmin Fenix 9 Pro Solar (links) und AMOLED, beide 51 Millimeter (Bild: Peter Steinlechner / Golem)

Garmin Fenix 9 Pro Solar (links) und AMOLED, beide 51 Millimeter Bild: Peter Steinlechner / Golem
Inhalt
  1. Garmin: Fenix 9 Pro bringt mehr Titan und endlich schnellere Karten
  2. Livetrack für Fans und Familie

Die Fenix war noch nie eine Uhr, die sich dezent unter dem Hemdsärmel verstecken wollte. Garmin baut seine Outdoor-Spitzenmodelle traditionell groß, robust und mit einer Optik, die eher nach Bergtour als nach Business Lunch aussieht. Bei der neuen Fenix 9 bleibt das grundsätzlich so. Vor allem die Fenix 9 Pro wirkt in echt aber einen Hauch eleganter als ihre Vorgänger.

Wir konnten die Fenix 9 und die Fenix 9 Pro parallel zur Präsentation ausprobieren. Vor allem das neue Titangehäuse der Pro gefällt uns gut. Die Uhr sieht weiterhin nach Fenix aus, wirkt aber etwas feiner und weniger wuchtig.

Garmin bringt die Fenix 9 und die Fenix 9 Pro gleichzeitig auf den Markt. Beide erhalten hellere Displays, mehr Speicher, eine schnellere Kartendarstellung und neue Trainingsfunktionen. Bei der Pro kommen das neue Gehäuse sowie je nach Modell LTE- und Satellitenkommunikation über Inreach hinzu.

Titan macht die Fenix 9 Pro schicker

Die normale Fenix 9 besitzt eine Titanlünette und eine Rückseite aus Titan. Bei der Fenix 9 Pro geht Garmin weiter und verwendet erstmals ein weitgehend aus Titan bestehendes Gehäuse. Per Nano-Molding-Technik werden Titan- und Kunststoffelemente miteinander verbunden.

Am Handgelenk gefällt uns das Ergebnis sehr gut. Die Pro wirkt hochwertig und robust, aber nicht mehr ganz so martialisch wie manche ältere Fenix. Das Gewicht bleibt trotz des größeren Titananteils ungefähr auf dem gewohnten Niveau.

Garmin Fenix 9 und 8 im Vergleich (Exemplarisch 47-mm-Version)
Fenix 9 Pro Solar/MIPFenix 9 Pro AMOLEDFenix 9 AMOLEDFenix 8 AMOLED
Größe / Gewicht (nur Gehäuse)47 x 47 x 15,8 mm / 63 g47 x 47 x 13,8 mm / 56 g47 x 47 x 13,8 mm / 53 g47 x 47 x 13,8 mm (52 g Titan)
Display1,3 Zoll / 260 x 260 Pixel1,4 Zoll / 454 x 454 Pixel1,4 Zoll / 454 x 454 Pixel1,4 Zoll / 454 x 454 Pixel
Akkulaufzeit Smartwatch (lt. Hersteller)bis zu 34 Tagebis zu 18 Tagebis zu 16 Tagebis zu 16 Tage
Akkulaufzeit GPSbis zu 54 Stunden (81 Stunden mit Solar)bis zu 32 StundenBis zu 30 Stundenbis zu 47 Stunden
Speicher64 GByte64 GByte64 GByte32 GByte
Wasserdichtigkeit10 ATM10 ATM10 ATM10 ATM

Teilweise konnte Garmin die Bauhöhe reduzieren. Die Fenix 9 Pro mit 47 mm ist laut Hersteller 16 Prozent dünner als die entsprechende Fenix 8 Pro. Die geschützten Tasten bleiben erhalten und bestehen bei der Pro ebenfalls aus Titan. Saphirglas gehört bei der neuen Generation grundsätzlich dazu.

Bei der Sensorik gibt es dagegen keinen Generationssprung. Garmin verwendet weiterhin den optischen Elevate-Gen-5-Sensor der Fenix 8, der unter anderem Herzfrequenzmessung und EKG ermöglicht.

Auch die Taschenlampe bleibt. Bei der Fenix 9 Pro gibt es neben weißem und rotem nun grünes Licht, das nachts die Anpassung der Augen an die Dunkelheit weniger beeinträchtigen soll. Neu sind außerdem Comfortfit-Gewebearmbänder mit integriertem Schnellverschluss.

Displays werden größer und heller

Garmin bleibt bei einer Vielzahl an Größen und Displayvarianten. Die Fenix 9 gibt es mit 43, 47 und 51 mm. Bei den AMOLED-Modellen soll das Display doppelt so hell sein wie bei der Fenix 8. Die Pro erreicht laut Garmin bis zu 3.000 Nits.

Bei der Fenix 9 Pro mit 51 mm wächst das AMOLED-Display erstmals auf 1,5 Zoll. Das sind 15 Prozent mehr Fläche als beim vergleichbaren Vorgänger, ohne dass das Gehäuse größer wird. Daneben bietet Garmin weiterhin Pro-Varianten mit MIP-Display und Solar-Ladelinse an.

Nicht mehr dabei ist MicroLED. Bei der Fenix 8 Pro hatte Garmin noch eine sehr teure Variante mit dieser Displaytechnik angeboten. Bei der Fenix 9 setzt der Hersteller wieder auf AMOLED sowie MIP mit Solar.

Links die Fenix 9 (Standard), rechts die Fenix 9 Pro - beide in 51 Millimeter. (Bild: Steinlechner/Golem)

Bild 1/4: Links die Fenix 9 (Standard), rechts die Fenix 9 Pro - beide in 51 Millimeter. (Bild: Steinlechner/Golem)

Hier sieht man gut das fast ganz aus Titan bestehende Gehäuse der Pro (links). (Bild: Steinlechner/Golem)

Bild 2/4: Hier sieht man gut das fast ganz aus Titan bestehende Gehäuse der Pro (links). (Bild: Steinlechner/Golem)

Die Fenix 9 ist wieder in 43, 47 und 51 Millimeter erhältlich, jeweils in sehr vielen unterschiedlichen Modellen. (Bild: Steinlechner/Golem)

Bild 3/4: Die Fenix 9 ist wieder in 43, 47 und 51 Millimeter erhältlich, jeweils in sehr vielen unterschiedlichen Modellen. (Bild: Steinlechner/Golem)

Auf der Rückseite ist Elevate 5 zu sehen: das schon von der Fenix 8 bekannte Sensormodul. (Bild: Steinlechner/Golem)

Bild 4/4: Auf der Rückseite ist Elevate 5 zu sehen: das schon von der Fenix 8 bekannte Sensormodul. (Bild: Steinlechner/Golem)

Die Akkulaufzeiten ändern sich trotz der leistungsfähigeren Hardware kaum. Garmin nennt für die größte Fenix 9 bis zu 29 Tage im Smartwatch-Modus, bei der entsprechenden Fenix 9 Pro mit AMOLED bis zu 31 Tage. Die Solarvarianten sollen unter idealen Bedingungen bis zu 57 Tage erreichen. Eine Akku-Revolution gibt es damit nicht, auch wenn die neue Hardware etwa beim Karten-Rerouting effizienter arbeiten soll.

Die Karten reagieren schneller

Eine Verbesserung fällt uns beim Ausprobieren sofort auf: Die Kartendarstellung reagiert deutlich flüssiger. Das ist bei einer Uhr, die zur Navigation im Gelände gedacht ist, mehr als eine Kleinigkeit.

Neu ist eine perspektivische Ansicht. Statt nur senkrecht von oben auf die Karte zu schauen, lässt sie sich kippen. So bleibt die unmittelbare Umgebung detailliert sichtbar, während mehr von der vorausliegenden Strecke ins Bild passt.