Gaza-Video: Abzug Israels erst nach Hamas-Entwaffnung
Stand: 04.08.2026, 13:52 Uhr
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Der Friedensrat präzisiert seine Gaza-Pläne – und erwartet Israels Abzug erst mit Entwaffnung der Hamas.
Der von US-Präsident Donald Trump ins Leben gerufene Friedensrat für den Gazastreifen hat am 3. August 2026 klargestellt, dass ein vollständiger Abzug israelischer Truppen hinter die sogenannte Gelbe Linie erst dann erfolgen wird, wenn die Hamas ihre Waffen vollständig abgegeben hat. In einer Mitteilung auf der Plattform X widersprach der Rat ausdrücklich anderslautenden Berichten. Die Bedingung gilt laut Friedensrat für leichte und schwere Waffen gleichermaßen sowie für die Tunnelsysteme der Hamas. Zuvor hatte Israel mitgeteilt, einen Rückzug aus dem Gazastreifen und einen Stopp seiner Angriffe gegenwärtig abzulehnen. Hoher Vertreter Nikolaj Mladenow und US-Berater Aryeh Lightstone führten am selben Tag ein Gespräch mit dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu, das als „konstruktiv und detailliert“ beschrieben wurde.
Hamas nennt eigene Bedingungen – Einigung bleibt offen
Die Hamas ihrerseits knüpft die Abgabe schwerer Waffen an mehrere Voraussetzungen, darunter den Abzug der israelischen Armee und die Gründung eines palästinensischen Staates. Der Friedensrat ist international umstritten: Während Israel sowie Länder wie Katar, Saudi-Arabien, die Türkei und Belarus dem Gremium angehören, lehnen Deutschland und viele andere europäische Staaten es als Konkurrenz zu den Vereinten Nationen ab. Auch nach der Waffenruhe vom Oktober kontrolliert Israel weiterhin mehr als die Hälfte des Gazastreifens. Der ursprüngliche Fahrplan des Friedensrats sah vor, dass schwere Waffen eingelagert, Tunnel unbrauchbar gemacht und eine palästinensische Übergangsverwaltung unter internationaler Aufsicht eingesetzt werden soll. Bilder der Situation am Gaza-Streifen und die Forderungen der Hamas und Israels, zeigt das Video.