Trump selbst wiederum brachte beim US-Sender Fox ins Spiel, doch gleich auch die WM 2030 in den USA auszutragen. "Wir müssen das wiederholen, und zwar, solange ich noch da bin. Hörst du das, Gianni." Das Turnier in vier Jahren ist übrigens bereits an Spanien, Portugal und Marokko vergeben.
Eine ganz hervorragende Menschenkenntnis bewies übrigens das Publikum am Sonntag in East Rutherford – und pfiff das Duo auf dem Weg zur Siegerehrung auf dem Rasen gnadenlos aus.
Für Dieter Hildebrandt wäre das alles ein Fest gewesen.
Nicht wie Timmy
Sie wollen, er will, alle wollen. Am Sonntagnachmittag meldeten sowohl Sky als auch die "Bild"-Zeitung eilig: Jürgen Klopp und der DFB haben sich geeinigt, der 59-Jährige werde nach Klärung nun aber wirklich allerletzter Details am kommenden Freitag als neuer Bundestrainer vorgestellt.
Sollte der zuletzt stets kross gebräunte Menschenfänger tatsächlich die Nachfolge des am Ende glücklosen Julian Nagelsmann antreten, käme ein ganz neues Problem auf Fans und Experten zu: nicht die taktische, sondern zuvorderst die sprachliche Entschlüsselung des neuen Bundestrainers. Ein einziges, fortlaufendes Genuschel war das nämlich, das Klopp während der WM als Experte bei Magenta TV quasi als erste Feldstudie auf die Zuschauer losließ. "Der Bundestrainer erreicht mit seinen Ansagen die Spieler nicht" bekäme da eine ganz neue, wortwörtliche Bedeutung.
Die Erwartungen, die mit Klopps mutmaßlicher Inthronisierung einhergehen, sind indes eine Bürde – und die erste große Herausforderung: Von Anfang an wird er der breiten Allgemeinheit gebetsmühlenartig wiederholen müssen, dass selbst er keine Wunder vollbringen und die DFB-Elf direkt vom ersten Spiel Ende September weg in ein spielfreudiges Hacke-Spitze-eins-zwei-drei-Ballet verwandeln kann, das Gegner um Gegner berauscht daherspielt.
Dass Klopp im Gegensatz zu dem zuletzt dauergenervt durch Interviews grummelnden Nagelsmann die Fähigkeit hat, mitzureißen und zu begeistern, ist unbestritten.
Möglich auch deshalb, dass ein Sympath wie Klopp ohnehin medial pfleglicher behandelt wird als sein Vorgänger. Die Flut der Wortmeldungen mit viel Meinung und wenig Ahnung, die nach dem WM-Aus die deutsche Medienlandschaft überschwemmte, hätte selbst dem vor seinem unwürdigen Ableben öffentlich ausgeschlachteten Unglückswal Timmy Mitgefühl für einen armen Bundestrainer abgerungen.
Es bleibt Jürgen Klopp zu wünschen, dass ihm dieser Stammtisch erspart bleibt. Die Ursprungsmeldung vom Sonntagnachmittag dementierte der Wunschkandidat übrigens schon wenige Stunden später bei Magenta TV: "Es ist nichts final. Die Gespräche liefen und alles geht in die richtige Richtung."
Das historische Bild
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Zum Schluss
Spielgeld. Oder doch Geldspiel?
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Herzliche Grüße
Ihr
David-Emanuel Digili
Redakteur Sport
Mit Material von dpa.