Grandios und historisch: Deutschen Kanuten gelingen bei WM Wunderdinge

Grandios und historisch

Deutschen Kanuten gelingen bei WM Wunderdinge

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28.08.2026 | 18:14 Uhr

Das deutsche Paradeboot liefert mal wieder auf dem Punkt ab. Bei der WM in Poznan fährt der Kajakvierer einen souveränen Sieg ein. Die Frauen holen Bronze. Ein Duo sorgt für ein historisches Gold. Die beiden Heldinnen fühlen sich wie im Traum.

Die deutschen Kanuten haben bei der Weltmeisterschaft im polnischen Poznan einen grandiosen Einstand gefeiert. Am ersten Finaltag holte der deutsche Kajakvierer in der Besetzung Max Rendschmidt, Max Lemke, Jacob Schopf und Tom Liebscher-Lucz den WM-Titel. Im Finale setzte sich das Olympiasieger-Boot von Paris 2024 über die 500-Meter-Distanz mit über einer Sekunde Vorsprung vor Polen und Ungarn durch.

"Wir haben ein Super-Finish gehabt. Dafür haben wir auch hart gearbeitet. Jetzt werden wir ein paar Biere kippen", sagte Schlagmann Rendschmidt nach einer turbulenten Saison mit Disqualifikation wegen Fehlstarts. Nun war das Paradeboot auf dem Punkt wieder voll da.

"Sensationell, was hier passiert"

Das war aber alles nichts. Denn da passierten Wunderdinge. Der Canadier-Zweier mit Carlotta Loske und Maike Jakob sorgte für die erste große Überraschung. Das Duo setzte sich unerwartet gegen die Ukraine und gegen das neutrale Team der russischen und belarussischen Athletinnen durch. Es war zugleich das erste deutsche Canadier-Gold bei den Frauen.

Bundestrainer Arndt Hanisch hatte die gute Form schon im Vorfeld angekündigt und mit einer Medaille geliebäugelt. Nun wurde es Gold. "Es ist unglaublich, wir können es gar nicht glauben. Ein Traum wird wahr", meinte das Duo unisono und völlig überwältigt von ihren Gefühlen beim Anlegen mit ihrem Boot. "Sensationell, was hier gerade passiert ist", schwärmte der 16-malige Weltmeister Ronald Rauhe als TV-Experte im ZDF.

Der Frauen-Vierer mit der Besetzung Paulina Paszek, Finja Hermanussen, Pauline Jagsch und Nele Reinwardt musste sich nur China und im Fotofinish Spanien geschlagen geben. David Bauschke kam im Finale im C1 auf Rang acht, Caroline Heuser erreichte im K1 Platz sechs. Die WM ist der Saisonhöhepunkt der Kanutinnen und Kanuten, langfristiges Ziel sind die Olympischen Spiele 2028 in Los Angeles.

Verwendete Quellen: ntv.de, sue/dpa/sid