Der Rapper Haftbefehl ist nach Angaben seines Managers aus dem Krankenhaus entlassen worden. Er werde nun in einer Rehaklinik behandelt. Das bestätigte Manager Erfan Bolourchi der Nachrichtenagentur dpa am Telefon. Demnach wurde der Musiker bereits in der vergangenen Woche entlassen. Zuerst berichtete die »Bild«-Zeitung darüber.
Es gehe ihm gut und jeden Tag werde es besser, sagte Bolourchi. Haftbefehl müsse allerdings noch an der Nase operiert werden. Zu den Hintergründen der Operation machte der Manager keine Angaben. Der Rapper werde jetzt eine längere Auszeit nehmen, so der Manager.
Haftbefehl, der mit bürgerlichem Namen Aykut Anhan heißt, hatte Mitte Oktober seine Konzerte in Düsseldorf und Berlin abgesagt. Sein Bruder Cem Anhan, bekannt als Rapper Capo, hatte damals mitgeteilt, dass sich der Musiker »unter ärztlicher Aufsicht« befinde. Haftbefehl kommt aus Offenbach in Hessen und lebt mit seiner Familie in der Region Stuttgart.
Im Oktober 2025 erschien auf Netflix eine viel beachtete Dokumentation über Haftbefehl, in der sein Kampf mit der Kokainsucht eine zentrale Rolle spielte. Damit hängt offenbar auch die aktuelle Krise zusammen. Anhan lag offenbar schon seit Anfang Oktober in einem Krankenhaus in der Schweiz. Laut »Bild« soll er einen Rückfall gehabt und »bis zu 30 Gramm Kokain« konsumiert haben. Weil akute Lebensgefahr bestand, soll er ins Krankenhaus gebracht, ins künstliche Koma gelegt und beatmet worden sein.
Der 40-Jährige hatte bereits im Juni eine Auftrittspause aus gesundheitlichen Gründen angekündigt. Er verwies dabei auf die Netflix-Doku namens »Babo – Die Haftbefehl-Story«, in der er offen über seine Drogensucht und die Folgen seines Kokainkonsums gesprochen hatte, darunter auch schwere Schäden an seiner Nase. In der Doku wird auch thematisiert, dass er nach einer Überdosis wiederbelebt werden musste.
Zu den Ursachen der aktuellen Behandlung haben sich weder der Rapper noch sein Management geäußert.