Harte Vorwürfe gegen Israels Regierung: „Gewalt und ethnische Säuberung“
Stand: 16.09.2026, 13:14 Uhr
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Mit ihrem Bericht „The Elimination Project“ beschuldigt eine israelische NGO den Staat Israel eines strategischen Vorgehens gegen palästinensische Völker im Westjordanland.
Die israelische Menschenrechtsorganisation B’Tselem hat vergangenen Montag in Jerusalem einen 249 Seiten umfassenden Bericht vorgestellt. „The Elimination Project“, also das Auslöschungsprojekt, präsentiert anhand von Augenzeugenberichten das Vorgehen des israelischen Militärs im besetzten Westjordanland. Dabei wird der Vorwurf erhoben, dass es sich bei den Eingriffen der israelischen Streitkräfte nicht um eine Vielzahl isolierter Menschenrechtsverletzungen handle. Stattdessen soll vielmehr eine systematische politische Strategie hinter dem israelischen Einsatz stecken. B’Tselem wirft Israel vor, palästinensische Völker im Westjordanland „auslöschen“ zu wollen. Etwa 33.000 Palästinenser wurden nach Angaben von B‘Tselem aus Flüchtlingslagern vertrieben, 75 Gemeinden aufgelöst.
B‘Tselem appelliert an die internationale Staatengemeinschaft
Die Anzahl der Angriffe und Berichte über zunehmende Siedlergewalt sind in den letzten Wochen gestiegen. Israel behauptet, die Eingriffe seien Schutzmaßnahmen gegen Terrorismus, der von gewaltbereiten Siedlern ausgehe. B’Tselem-Geschäftsführerin Yuli Novak forderte bei einer Pressekonferenz in Jerusalem die internationale Staatengemeinschaft zum Handeln auf. Sie betonte, die aktuelle Regierung unter Premierminister Benjamin Netanyahu habe das beschriebene System nicht erfunden, es aber beschleunigt und institutionalisiert. B’Tselem selbst ist in Israel umstritten und wurde von der Regierung wiederholt kritisiert. Die israelische Regierung äußerte sich zunächst nicht zu dem Bericht. Mit welchen Worten sich Novak an die Öffentlichkeit wendet und was „The Elimination Project“ noch über die Situation im Westjordanland aussagt, sehen Sie im Video.