Hasan Ismaik lässt 1860 nicht los: „Vorgehensweisen sind ungültig und rechtswidrig“

Stand: 03.09.2026, 19:56 Uhr

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Hasan Ismaik meldet sich nach der Eröffnung des Insolvenzverfahrens bei 1860 München zurück – mit schweren Vorwürfen gegen Verein und Insolvenzverwalter.

München – Gespenstisch ruhig war es um Hasan Ismaik geworden in den vergangenen Wochen. Bis auf vereinzelte Posts in den sozialen Netzwerken. Am Donnerstag war es damit vorbei. Gegen 18 Uhr erreichte Absolut Sechzig eine Nachricht des Jordaniers. Darin ging der 49-Jährige auf die Geschehnisse rund um den TSV 1860 München in den vergangenen Wochen ein. Die Kernnachricht: „All diese Vorgehensweisen sind ungültig und rechtswidrig, und alle Beteiligten – einschließlich des Insolvenzverwalters – begeben sich auf einen irreführenden und falschen Weg.“ Rumms!

Sorgt weiter für Gesprächsstoff bei 1860: Hasan Ismaik.

Sorgt weiter für Gesprächsstoff bei 1860: Hasan Ismaik. © picture alliance/dpa | Felix Hörhager

Während der Verein in München sich für eine eigenständige Zukunft wappnet und die Weichen dafür Tag für Tag stellt, behauptet also Ismaik, dass zahlreiche Vorgehen der vergangenen Wochen rechtswidrig sein sollen. Vereinspräsident Gernot Mang werden die Wörter aus Abu Dhabi nicht sonderlich überraschen, erklärte er doch am Dienstag gegenüber dem BR: „Ich habe keine Angst davor, auch wenn ich vermute, dass da noch etwas kommt. Wenn eine Klage kommt, wäre der Insolvenzverwalter der Ansprechpartner.“ Kontakt bestehe aktuell weder zu Ismaik noch zu dessen Lager, betonte Mang.

Ismaik mit drohenden Worten: „Diese Geschichte hat gerade erst begonnen“

Nachdem am Dienstag (1. September) das Insolvenzverfahren gegen die KGaA offiziell eröffnet wurde und sogar das historische Löwenlogo an den Verein zurückging, hofften viele Fans auf ein rasches Ende des jahrelangen Streits. Nun, ganz so schnell wird das nicht der Fall sein – zumindest erklärt das Ismaik: „Diese Geschichte hat gerade erst begonnen und ist noch lange nicht vorbei.“ Einmal in Fahrt, legt der Geschäftsmann nach: „Meine Anteile bleiben genau so, wie sie sind.“

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Ismaik hatte immer wieder durchklingen lassen, dass die KGaA-Insolvenz von langer Hand aus dem e.V.-Lager geplant gewesen sei. Mang streitet das energisch ab: „Ich möchte betonen: Uns wurde oft vorgeworfen, dass dieser Vorgang immer geplant war. Aber so etwas kann man nicht planen – das geht einfach nicht.“ Tatsächlich wäre die Planung einer Insolvenz ein nicht zu kalkulierendes und extrem riskantes Manöver.

Wie geht es jetzt weiter bei den Löwen? Während die Vereinsseite weiterhin daran arbeiten wird, die neue Spielbetriebs-GmbH sportlich wie wirtschaftlich auf einen erfolgreichen und nachhaltigen Weg zu bringen, dürften sich im Hintergrund die Anwälte bereits wieder die Hände reiben. Das Streitthema 1860 scheint auch nach wie vor häufig auf den Schreibtischen der Kanzleien zu landen. „Alles, was bisher geschehen ist, ist eine Farce, die Gegenstand strafrechtlicher Ermittlungen sein wird“, erklärt Ismaik.

An die Öffentlichkeit gewandt, meint der Jordanier: „Mein Rat lautet schlicht: Abwarten.“ Sehr viel anderes wird den Menschen rund um 1860 München auch nicht übrig bleiben. Mang & Co. werden vorerst kaum auf die neuerlichen Vorwürfe aus Abu Dhabi eingehen. Zu deutlich hat sich der Verein bereits positioniert. Er will nach vorn blicken, in eine Zukufnt ohne Hasan Ismaik.