«Hat nichts mit Fussball zu tun»
DFB-Legende rechnet mit Argentinien ab
Am Trainerkongress in Mainz übt DFB-Sportdirektor Rudi Völler heftige Kritik an der argentinischen Nationalmannschaft. Trotz der defensiven Stärke dürfe die Albiceleste nicht zum Vorbild für Deutschland werden.
Publiziert: 13:45 Uhr
Darum gehts
KI-generiert, redaktionell geprüft
- Rudi Völler kritisiert Argentiniens Spielstil am Trainerkongress in Mainz
- Trotz Titel sieht er deren aggressiven Ansatz als unvorbildlich
- Völler sieht Schwachstelle Deutschlands in der Verteidigung
Blick Sportdesk
Rudi Völler (66), Sportdirektor des Deutschen Fussball-Bundes DFB, hat scharfe Kritik am Spielstil der argentinischen Nationalmannschaft geübt. Zwar sei es notwendig, die deutsche Defensive zu verbessern – den Vizeweltmeister als Vorbild zu nehmen, lehnt er aber entschieden ab.
Das geht aus Völlers Aussagen am Internationalen Trainerkongress, der seit Montag in Mainz stattfindet, hervor.
«Verstehe Lobeshymnen nicht»
Angesprochen auf die Schwachstellen im DFB-Team sagt der Weltmeister von 1990: «Ich sage, dass wir als Deutschland besser verteidigen müssen. Viele haben die Argentinier als Beispiel genannt. Ich finde das ein schlechtes Beispiel. Plötzlich sind die Argentinier das Mass aller Dinge. Ich finde diese Diskussion ein bisschen heuchlerisch», so Völler.
Gleichzeitig betont er, dass er trotz der Erfolge der argentinischen Mannschaft – Weltmeister 2022 und Vizeweltmeister 2026 – deren Stil nicht als vorbildlich empfindet. «Ich will keine Mannschaft, die spielt wie Argentinien. Das hat nichts mit Fussball zu tun», stellte er klar. Den aggressiven und teils unsportlichen Ansatz der Südamerikaner sieht der ehemalige Stürmer kritisch: «Ja, sie wurden Weltmeister und diesmal Vizeweltmeister. Aber ehrlich gesagt, ich verstehe diese Lobeshymnen vieler nicht.»
Lob für Spanien und England
Als Alternativen nennt Völler andere Mannschaften, die seiner Meinung nach die Balance zwischen Verteidigung und attraktivem Fussball besser beherrschen. «Spanien hat die Anerkennung verdient, und die Engländer haben auch sehr gut verteidigt», fügt er hinzu.
Völlers Worte finden im Publikum, das aus Trainern und weiteren Fussballexperten besteht, durchaus Anklang: Immer wieder erhält er Applaus für seine Aussagen.
Dieser Artikel ist zuerst auf «abola.pt» erschienen. Die portugiesische Newsplattform gehört wie Blick zum Ringier-Verlag.
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