Stand: 20.07.2026, 13:01 Uhr
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Die vergangene Woche war ruhig für die Bergwacht Lenggries, doch am Wochenende waren die Ehrenamtlichen gleich bei mehreren Einsätzen im Gemeindegebiet und den umliegenden Bergen gefordert.
Lenggries – Den Auftakt machte am Freitagnachmittag ein Einsatz nahe des Delpsees unterhalb der Tölzer Hütte am Schafreiter. Eine Person konnte aufgrund gesundheitlicher Beschwerden den Abstieg nicht mehr selbstständig fortsetzen. „Aufgrund der abgelegenen Lage des Einsatzortes wurde frühzeitig der Rettungshubschrauber Christoph 1 hinzugezogen“, heißt es im Pressebericht der Bergwacht.
Verdacht auf Herzinfarkt erhärtet sich
Bei der medizinischen Versorgung durch die Notärztin des Hubschraubers und einen Luftretter der Bergwacht Lenggries, habe sich der Verdacht auf einen Herzinfarkt erhärtet, sodass ein möglichst schonender und schneller Lufttransport eingeleitet wurde. Nach einer weiteren medizinischen Untersuchung am Zwischenlandeplatz in Lenggries wurde der Patient zur weiteren Behandlung in die Spezialklinik nach Murnau geflogen.
Sturz am Probstsattel: Schlechter Wetterbedingungen für Helikopter
Am Samstagnachmittag rückten die Bergretter zu einer gestürzten Person im Bereich des Probstsattels in Richtung Tutzinger Hütte aus. Da ein Gewitter aufzog, war ein Rettungshubschraubereinsatz zunächst nicht möglich. Einsatzkräfte rückten daher mit geländegängigen Fahrzeugen bis zum nächstmöglichen Zustieg aus und legten den Rest des Wegs zu Fuß zurück. Obwohl sich das Wetter zunehmend verschlechterte, wurde die medizinische Versorgung vor Ort sichergestellt. Als sich die Bedingungen kurz verbesserten, gelang doch noch der Anflug des Rettungshubschraubers. Mittels Rettungswinde wurde der Verletzte schonend ausgeflogen. Der Einsatz war für die Helfer am frühen Abend beendet.
Einsatz als First Responder in Schlegldorf
Auch der Sonntag verlief einsatzreich. Gegen 14 Uhr wurde die Bergwacht zu einem Sturz im Bereich der Vorderen Graberalm alarmiert. Eine Frau war ausgerutscht und hatte sich dabei verletzt. Die Einsatzkräfte übernahmen die medizinische Versorgung. Anschließend erfolgte der Abtransport ins Tal. Dort übernahm der bodengebundene Rettungsdienst.
Nur wenig rückte die Bergwacht als First Responder zu einem medizinischen Notfall im Ortsteil Schlegldorf aus, um die Zeit bis zum Eintreffen des Rettungswagens zu überbrücken. Gemeinsam mit einem Notarzt übernahmen die Einsatzkräfte die Erstversorgung und das Monitoring des Patienten.
Dank für die gute Zusammenarbeit
Die Bergwacht Lenggries bedankt sich bei allen beteiligten Einsatzorganisationen – insbesondere bei der Integrierten Leitstelle, den Besatzungen der Rettungshubschrauber, dem Rettungsdienst sowie den unterstützenden Kräften – für die gewohnt professionelle und reibungslose Zusammenarbeit. „Die Einsätze zeigen einmal mehr, wie wichtig das gute Zusammenspiel aller Beteiligten ist, um auch unter schwierigen Wetter- und Geländebedingungen schnelle und qualifizierte Hilfe leisten zu können.“