Himmelsspektakel im Juli und August: Perseiden 2026 – wo und wann Sie die Sternschnuppen im Saarland am besten sehen

Himmelsspektakel im Juli und August Perseiden 2026 – wo und wann Sie die Sternschnuppen im Saarland am besten sehen

Es ist wieder so weit. Die Perseiden sind wieder über dem Saarland zu sehen. Die Sternschnuppen erreichen im August ihren Höhepunkt. Wann sie die besten Chancen auf bis zu 100 Sternschnuppen haben und wo sie am besten sehen sind, erfahren sie hier.

16.07.2026 , 13:23 Uhr

Perseiden 2026 im Saarland: Wann sind die Sternschnuppen am besten sichtbar?

Foto: dpa/Marco A. Ludwig

In lauen Sommernächten den Blick in den Himmel zu richten und sich etwas zu wünschen, gehört für viele fest zur Jahreszeit – jetzt ist dafür wieder die beste Gelegenheit: Die Perseiden, der bekannteste und ergiebigste Meteorstrom des Jahres, sind zurück und sorgen aktuell auch im Saarland für ein besonderes Himmelsspektakel, das Hobbyastronomen, Romantiker und Nachtschwärmer gleichermaßen nach draußen lockt.

Ganz so einfach ist die Beobachtung allerdings noch nicht: Anfang Juli sind Sternschnuppen noch selten, nur vereinzelt ziehen Meteore über den Himmel, und die kurzen dunklen Phasen reichen kaum für gute Sichtbedingungen. Erst in der zweiten Monatshälfte steigen die Chancen deutlich, wenn die ersten Perseiden aktiver werden.

Wann kann ich die Perseiden 2026 sehen?

Die Perseiden treten jedes Jahr zwischen dem 17. Juli und dem 24. August auf. Ihren Höhepunkt erreichen sie in der Nacht vom 12. auf den 13. August. Bei optimalen Bedingungen – also möglichst dunklem Himmel, fernab künstlicher Lichtquellen – lassen sich dann bis zu 100 Sternschnuppen pro Stunde beobachten. Im Durchschnitt sind es etwa 25.

Um die Perseiden 2026 im Saarland optimal zu beobachten, sollten sie abgelegene, dunkle Orte aufsuchen. Hier sind die besten Vorschläge:

  • Schaumberg (Tholey): Hoher Punkt mit guter Rundumsicht und geringer Lichtverschmutzung.
  • Litermont (Nalbach): Ähnlich wie der Schaumberg, bietet er erhöhte, dunkle Aussichtspunkte.
  • Biosphärenreservat Bliesgau: Ideal für weite, dunkle Wiesen und Felder abseits von Siedlungen.
  • Dollberg (Schwarzwälder Hochwald/St. Wendel): Als Teil des Sternenparks Hunsrück-Hochwald ist hier die Lichtverschmutzung extrem niedrig
  • Ländliche Wiesen und Felder: Generell sind abgelegene Orte ohne direkte Beleuchtung von Städten oder Dörfern am besten geeignet.

Woher kommen die Perseiden eigentlich?

Die Perseiden gehen auf den Kometen Swift-Tuttle zurück. Dieser etwa 26 Kilometer große Himmelskörper zieht alle 133 Jahre seine Bahn durch das Sonnensystem und hinterlässt dabei eine Spur aus Staub und Trümmern. Jedes Jahr kreuzt die Erde diese Spur – und dabei treffen die Teilchen mit über 215 000 Kilometern pro Stunde auf unsere Atmosphäre. Beim Verglühen entstehen die typischen Leuchtspuren am Nachthimmel.

Ihren Namen verdanken die Perseiden dem Sternbild Perseus, aus dessen Richtung sie scheinbar auftreten. Es liegt unterhalb des auffälligen „Himmels-W“, dem Sternbild Kassiopeia, und ist bei klarer Sicht die ganze Nacht über zu erkennen – besonders gut in nordöstlicher Himmelsrichtung.