Stand: 30.07.2026, 21:08 Uhr
Kommentare

Die Hitzewelle in Deutschland sorgt für Rekordwerte von über 40 Grad. In drei Bundesländern wurden neue Juli-Höchsttemperaturen gemessen.
Frankfurt – Die 40-Grad-Marke ist am Donnerstag (30. Juli) an mehreren Orten in Deutschland geknackt worden. Den höchsten vorläufigen Wert meldete der Deutsche Wetterdienst mit 40,5 Grad aus Bernburg an der Saale in Sachsen-Anhalt. Dahinter folgten 40,4 Grad in Kitzingen in Bayern, 40,2 Grad in Ohlsbach in Baden-Württemberg, 40,1 Grad in Frankfurt und Bad Nauheim sowie 40 Grad in Rheinfelden in Baden-Württemberg.
Damit wurde in drei Bundesländern ein neuer Hitzerekord für den Monat Juli verzeichnet. Allerdings handelt es sich dabei noch um vorläufige Messwerte. Der bundesweite Hitzerekord blieb hingegen unangetastet. Dieser liegt bei 41,8 Grad, gemessen in Möckern-Drewitz in Sachsen-Anhalt während der extremen Hitzeperiode Ende Juni.
Neuer Juli-Hitzerekord in Frankfurt und Bad Nauheim gemessen
Diese Hitzewelle hielt nach Angaben der Meteorologen vom 18. bis 28. Juni an und setzte statistisch neue Maßstäbe. An 467 von 488 Stationen wurden Allzeit- oder Monatsrekorde bei der Höchsttemperatur registriert. Am Wochenende vom 26. bis 28. Juni wurde an zwei aufeinanderfolgenden Tagen jeweils ein deutscher Temperaturrekord gemessen – 41,3 Grad in Saarbrücken-Burbach und 41,8 Grad in Möckern-Drewitz. Die seit dem 25. Juli 2019 gültige Höchstmarke von 41,2 Grad wurde damit um 0,6 Grad übertroffen.
Nach Schätzungen des Robert Koch-Instituts (RKI) sind in diesem Jahr bereits fast 10.000 Menschen in Deutschland wegen hoher Temperaturen gestorben. Bis zum 19. Juli lag die Zahl bei 9.800 – mehr als in jedem einzelnen Gesamtjahr seit 2016. Mehr als 5.000 Fälle gehen auf die heißen Tage in der zweiten Junihälfte zurück. Besonders betroffen sind ältere Menschen: 5.420 der Todesopfer waren demnach 85 Jahre oder älter.
In Hessen sind in diesem Jahr nach Schätzungen des RKI schon mehr als 1.300 Menschen wegen Hitze gestorben. Die Zahl der hitzebedingten Sterbefälle bis zum 19. Juli liegt bei 1.350, wie aus dem aktuellen RKI-Wochenbericht zur hitzebedingten Mortalität hervorgeht.