Selbstgebrautes Bier und Trinkspruch in einem: "HöDaHo"

Engelbert Damm schüttet Wasser in den klassischen Weck-Automaten, ein paar Minuten später nimmt Leonhard Hörnemann einen Sack mit Malz und schüttet auch dieses in den Topf. Der Dritte im Bunde, Christoph Hollad, schaut gebannt zu. „Einer muss ja hier die Verantwortung tragen“, sagt er lachend.

Man stellt schnell fest: Hier haben sich drei gesucht und gefunden. Seit ein paar Monaten sind die Freunde so etwas wie professionelle Bierbrauer.

HöDaHo – eigenes Bier und Trinkspruch für Gescher

Für ihre Heimatstadt Gescher haben sie ein eigenes Bier kreiert: das „HöDaHo“. So viel Spaß, wie die drei Freunde beim Brauen haben, hatten sie auch bei der Namensfindung: „HöDaHo“ steht nämlich für die drei Nachnamen der Freunde: Hörnemann, Damm und Hollad. Und so hat Gescher nicht nur ein eigenes Bier, sondern auch einen eigenen Trinkspruch: „HöDaHo!“

Bierbrauen in der Gartenhütte

Angefangen hat alles ganz klein in der Küche und Gartenhütte von Leonhard Hörnemann. Hier haben sich die Freunde zum Bierbrauen und natürlich zum eigenen Bier Tasting getroffen.

Portrait von Leonhard Hörnemann, einer der Gründer von dem Bier HöDaHo.
"Es war immer wieder toll zu schmecken, wie sich das Bier geschmacklich verändert, wenn man die Rezeptur verfeinert." Leonhard Hörnemann

Mit der finalen Rezeptur gingen die drei dann zu einer Brauerei nach Oelde und ließen sich dort die ersten 1.100 Liter Bier professionell brauen.

Vom eigenen Bulli zur Spedition – die Chargen werden größer

Neben dem spaßigen Teil, musste natürlich auch viel anderes organisiert werden. „Wir mussten viel klären: Lagermöglichkeiten, Markenrechte, Steuerkram. Das war nicht ohne“, sagt Engelbert Damm. Früher holten die Jungs das direkt abgefüllte Bier noch selbst mit einem Bulli ab.

Mittlerweile lassen sie das Bier von einer Spedition bringen, schließlich beinhaltet die dritte Charge 4.100 Liter. „Das Bier geht weg wie warme Semmeln“, freut sich Christoph Hollad.

"Alles richtig gemacht" - Dem Biererfolg steht nichts mehr im Weg

Die Drei verkaufen ihr Bier direkt, über Gastronomen in der Region und in einem Getränkeladen in Gescher. Marktleiter Rainer Löderbusch hat für das „HöDaHo“ extra eine kleine Verkaufsecke eingerichtet, damit es besser ins Auge der Kunden fällt.

„Die Jungs haben alles richtig gemacht“, sagt der Marktleiter und ist sich sicher, dass das Gescheraner Bier es noch weit bringen wird.

Unsere Quellen:

  • Beobachtungen des WDR-Reporters vor Ort