„Ich wollte Uli Hoeneß verprügeln“: Ex-Bayern-Star packt über ehemaligen Kabinen-Eklat aus

Stand: 02.09.2026, 14:21 Uhr

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Einer der ehemaligen Bayern-Stars erinnert sich an einen hitzigen Kabinenmoment mit Uli Hoeneß. Aus einem Spruch wurde beinahe eine handfeste Auseinandersetzung.

München – Uli Hoeneß ist für seine oft sehr klare Kante bekannt – doch offenbar konnte auch Thomas Helmer einst nicht jede Ansage des Bayern-Patrons schlucken. Der frühere Münchner verriet bei den Sport-Bild-Awards, dass eine Kabinen-Auseinandersetzung beinahe eskaliert wäre. „Wir haben uns auch einmal fast geschlagen“, erzählte der heute 61-Jährige.

Uli Hoeneß und Thomas Helmer gerieten in Helmers aktiver Profi-Zeit einmal arg aneinander.

Uli Hoeneß und Thomas Helmer gerieten in Helmers aktiver Profi-Zeit einmal arg aneinander. © picture alliance/dpa | Christian Charisius, picture alliance/dpa | Soeren Stache

„Ich wollte Uli Hoeneß verprügeln“, führte er weiter aus. Der Schauplatz war ein Champions-League-Spiel gegen Dynamo Kiew im alten Münchner Olympiastadion. Bayern ging mit einer 1:0-Führung in die Pause, doch Hoeneß war mit dem Auftritt damals alles andere als zufrieden. „Was spielt ihr da, was bietet ihr den Zuschauern da an? Das ist eine Frechheit für den FC Bayern“, soll der damalige Manager laut Helmer gewettert haben.

Hoeneß und Helmer gerieten in Kabine aneinander

Damit war die Sache allerdings noch nicht beendet. Als Helmer an Hoeneß vorbeiging, legte dieser nach: „Und du läufst rum wie mein Großvater.“ Der ehemalige Nationalspieler ließ den Spruch nicht auf sich sitzen. „Ich habe einen Becher mit Elektrolyten genommen und ihm an den Kopf schmeißen wollen.“ Getroffen habe er Hoeneß allerdings nicht – stattdessen landete der Becher an der Wand.

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Hoeneß zog sich daraufhin zu den Physiotherapeuten zurück. „Dann war er schlau genug und ist zu den Physios in die Kabine und hat sich versteckt“, schilderte Helmer die ungewöhnliche Szene. Trotz der aufgeheizten Stimmung blieb die Episode ohne langfristige Folgen. Bereits am nächsten Tag sei alles wieder geklärt gewesen: „Am nächsten Tag haben wir dann ein ganz offenes Gespräch gehabt. Uli war nie nachtragend.“

Helmer spielte von 1992 bis 1999 für Bayern und kennt Hoeneß daher aus vielen gemeinsamen Jahren. Die beinahe handfeste Auseinandersetzung hat dem Verhältnis offenbar nicht geschadet. Im Gegenteil: Helmer hält bis heute große Stücke auf den langjährigen Bayern-Präsidenten. „Es gibt zwei Menschen auf der Welt, zu denen ich gehen würde, wenn ich ein Problem hätte. [...] – einer davon ist Uli Hoeneß!“ Bei den Sport-Bild-Awards erhielt Hoeneß den Legenden-Award für sein Lebenswerk. (LF)