Im Kreis Birkenfeld: Feuerwehren aus Region Trier rücken zu riesigem Waldbrand aus

Im Kreis Birkenfeld Feuerwehren aus Region Trier rücken zu riesigem Waldbrand aus

Trier/Reichenbach/Kronweiler · Im Kreis Birkenfeld kämpfen die Einsatzkräfte am Donnerstag gegen ein Feuer, das sich auf rund 10 Hektar ausgebreitet hatte. Die Löscharbeiten werden voraussichtlich tagelang dauern.

30.07.2026 , 21:04 Uhr

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Löscharbeiten bei großem Waldbrand im Kreis Birkenfeld

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Foto: Florian Blaes

Ein großflächiger Wald- und Vegetationsbrand ist am Donnerstag zwischen Reichenbach und Kronweiler im Kreis Birkenfeld ausgebrochen. Der Brand ist um die Mittagszeit entfacht worden. Am frühen Abend meldete der Landkreis, dass sich das Feuer über eine Fläche von rund 10 Hektar erstreckte. Die Löscharbeiten liefen weiterhin auf Hochtouren: Es waren etwa 220 Einsatzkräfte der Feuerwehren und zahlreicher weiterer Hilfsorganisationen vor Ort im Einsatz. Glücklicherweise gab es laut Auskunft des Landkreises keine Verletzten.

Nach Angaben von Landrat Miroslaw Kowalski ist es der bislang größte Waldbrand in der Geschichte des Landkreises Birkenfeld. Es handelt sich wohl nach aktuellem Stand um den größten Waldbrand in Rheinland-Pfalz in diesem Sommer.

Feuerwehr Trier unterstützt Löscharbeiten im Kreis Birkenfeld

Der Brand war am Abend noch nicht gelöscht. Es war weitere Unterstützung für die Löscharbeiten notwendig. Von Feuerwehren wird gemeldet, dass Unterstützung aus den Verbandsgemeinden Bitburger Land, Daun, Konz, Ruwer, Trier-Land und Traben-Trarbach sowie der Stadt Trier ausgerückt ist.

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Feuerwehren der Region Trier auf Anfahrt zum Großwaldbrand

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Foto: Stadt Trier/Ernst Mettlach

Pressesprecher Ernst Mettlach teilte für die Trierer Feuerwehr mit, dass aus der Region 30 Fahrzeuge und ca. 150 Kräfte ausgerückt sind. Aus Trier ist das die Berufsfeuerwehr mit sieben Führungskräften im Vorauskommando bzw. in der Technischen Einsatzleitung und die Freiwilligen Feuerwehren Olewig, Kürenz, Biewer, Pfalzel, Ehrang plus Einsatzleitwagen mit B-Dienst Berufsfeuerwehr und Führungsassistent aus der Führungsunterstützungsstaffel. Aus Trier sind insgesamt 43 Einsatzkräfte beteiligt.

Die Feuerwehren aus dem Landkreisen Birkenfeld werden außerdem von Kräften aus den rheinland-pfälzischen Landkreisen Bad Kreuznach und Kusel sowie aus dem saarländischen Landkreis St. Wendel unterstützt. Das wurde von vor Ort berichtet.

Große Unterstützung erhalten die Feuerwehren außerdem von zahlreichen Landwirten aus dem Landkreis. Sie transportieren mit Güllefässern große Mengen Wasser in das schwer zugängliche Gelände und leisten damit einen wichtigen Beitrag zur Wasserversorgung der Einsatzkräfte.

Die Löscharbeiten werden durch die schwierige Topografie mit steilen Hängen zusätzlich erschwert. Immer wieder auffrischender Wind sorgt dafür, dass Glutnester erneut aufflammen. Am Abend konzentrierte sich der Einsatz auf das Ablöschen zahlreicher Bodenfeuer. Nach Einschätzung der Einsatzleitung werden die Arbeiten noch mehrere Tage andauern.

Alarmstufe noch am Nachmittag erhöht

Das Feuer brach am Donnerstag um kurz nach 12 Uhr in der Verbandsgemeinde Baumholder aus. Zeitgleich zog ein starkes Sturmfeld über die Region. Die teils heftigen und ständig drehenden Winde fachten die Flammen immer wieder an und trieben das Feuer in verschiedene Richtungen.

Aufgrund der Ausdehnung des Feuers und der Komplexität des Einsatzes wurde um 15 Uhr die Alarmstufe 4 ausgelöst. Mit diesem Schritt ging die Einsatzleitung offiziell auf den Nationalparklandkreis Birkenfeld mit Landrat Miroslaw Kowalski als Hauptverantwortlichem über. Dank des massiven Kräfteaufgebots konnte der Brand in den wesentlichen Brandabschnitten unter Kontrolle gebracht werden. Stark drehende Winde erschwerten die Löscharbeiten.

Zur Brandbekämpfung waren auch Panzer der Bundeswehr im Einsatz: Sie schlugen Schneisen in den Wald, um Abschnitte zu schaffen. Das teilte die Kreisverwaltung gegenüber der Deutschen Presse-Agentur mit. Hubschrauber flogen über dem Gebiet, um den Einsatzkräften ein besseres Bild von der Lage zu verschaffen, und halfen zudem bei den Löscharbeiten. Unterstützt wurden die Löscharbeiten von den Feuerwehren der Bundeswehr und der US-Streitkräfte.

Keine Gefahr für die Bevölkerung

Für die Bevölkerung der umliegenden Ortschaften bestand auch am Abend kein Grund zur Sorge, teilten die Behörden mit. Die Ortsgemeinden Reichenbach und Kronweiler sowie das Abfallwirtschaftszentrum Reibertsbach sind von dem Feuer nicht gefährdet.

Durch das Einsatzgebiet verlaufen zwei überörtliche Stromleitungen. Eine dieser Leitungen musste aufgrund des Brandgeschehens zeitweilig abgeschaltet werden. Die allgemeine Stromversorgung in der Region war davon jedoch nicht beeinträchtigt und blieb durchgehend sichergestellt.

Mögliche Ursache für Waldbrand in der Verbandsgemeinde Baumholder
Der Brand wurde nach gegenwärtigem Stand durch einen technischen Defekt an einem Rallyefahrzeug ausgelöst. Bernd Alsfasser (FWG), der Bürgermeister der Verbandsgemeinde Baumholder, sagte dem SWR, dass in dem Gebiet eine Testfahrt für eine Rallye angemeldet gewesen war. Am Wochenende findet in der Region die Rallye ADAC Mittelrhein statt. Die Polizei hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen.