Im Landgestüt Zweibrücken Faszinierende Islandpferde-Gala
Zweibrücken · Über 1.000 Besucher verfolgten das Spektakel im Landgestüt Zweibrücken.
16.10.2026 , 00:04 Uhr
Märchenhaft: Den stärksten Beifall – und damit den Kostümierungssieg bei dem Galaabend – gab es für das „Aschenputtel“ Katalin Schnitzer.
Foto: Norbert Schwarz
Großartig, bisweilen sogar atemberaubend, mehr als 1.000 Besucher auf den vollbesetzten Rängen der großen Reithalle des Zweibrücker Landgestüts waren schier aus dem Häuschen vor Begeisterung. Das Gestütsgelände war fest in der Hand von Anhängern der beliebten Islandpferde. Der Galaabend am vergangenen Samstag – ein absoluter Höhepunkt des Veranstaltungsjahrs im Landgestüt Zweibrücken, veranstaltet vom Rennclub Saarbrücken.
Der Galaabend war die Krönung des Islandpferdesportturniers mit einem internationalen Teilnehmerfeld aus Frankreich, Großbritannien, Island, Luxemburg und der Schweiz – ein außergewöhnliches i-Tüpfelchen für die sportlichen Wettbewerbe. Eine solche Mixtur ist bestens geeignet, viele Sportlerherzen und noch mehr derer, die den Reitsport auf Islandpferden über alles lieben, etliche Takte höher schlagen zu lassen. Das haben die Tage in der Stadt der Rosen und Rosse sehr eindrucksvoll bewiesen.
„Wir sind hier wirklich daheim, die vielen Besucher fühlen sich hier auf dem Gelände des Zweibrücker Landgestüts pudelwohl“, merkt in einem der vielen Gespräche Barbara Günther als Mitglied des Island-Reiter- und Züchterverband e. V. (IPZVP),Landesverband Saar, fest und kann dabei auf eine vielschichtige Rückmeldung bei Sportlern, Pferdezüchtern und Liebhabern der Islandpferde verweisen. Das Erbe des Festival-Gründervaters Markus Lacour, darin sind sich nicht allein die Verbandsverantwortlichen einig, konnte auch mit den diesjährigen Turniertagen und den beiden Galaabenden nahtlos fortgesetzt werden.
Die Turnierleitung lag dabei in den bewährten Händen von Elias Puhl, der sich über die ausgezeichnete Zusammenarbeit mit den Verantwortlichen des Rennvereins Saarbrücken wie dem Zuchtverband für Islandpferde freuen konnte. Dabei ist es gerade die gelungene Kombination von Sport und Showelementen, welche dem Galaabend eine ganz besondere Note verlieh und die kleinen wie großen Besucher und Freunde der Islandpferde mitten ins Herz trifft. Es sei „die Mischung zwischen ausgezeichnetem Sport und eine wahre Kunst auf dem Rücken von Pferden“, stellte eine Besucherin fest (die ihren Namen nicht verraten wollte).
Islandpferde als sogenannte „Fünfgänger“, neben Schritt, Trab und Galopp gesellen sich bei den Islandpferden auch noch die beiden besonderen Gangarten Tölt und Pass dazu. Dabei verstanden es die Turnierverantwortlichen erneut, auch die sportlichen Disziplinen mit ganz hochwertigen Ansprüchen in die Abläufe des Galaabends nahtlos einzubinden und damit dem Hallenreitgeschehen eine ganz besondere Note zu verleihen.
Dajana Pfeiffer & Stefanie Krücker faszinierten mit dem Schaubild Pas de deux.
Foto: Norbert Schwarz
Dabei sind nicht allein Islandpferde vertreten gewesen, wie gleich nach den sportlichen Auftaktwettbewerben im A-Finale mit der schweren Töltprüfung „T1“ sichtbar wurde. Dajana Pfeiffer und Stefanie Krücker faszinierten mit dem Schaubild „Pas de deux“. Auf ihren Schimmelpferden wurden die beiden bestechenden Reiterinnen für alle Hallenbesucher geradezu zu einem „schwebenden Hochgenuss“. Beim Zweibrücker Auftritt die Showreiterin par excellence ganz im leuchtenden Bleu, ihr Pendant, diesmal Stefanie Krücker, gleichfalls eine erfolgreiche Sport- und Showreiterin, im zarten Rosé, das sie gleichfalls im Sattel ihres Schimmels über den brettebenen, gepflegten Hallenboden der vollbesetzten Reitsporthalle des Landgestüts förmlich ohne Bodenhaftung schweben ließ.
Frenetische gefeiert wurde die Showreiterin Dajana bei einem weiteren Auftritt zusammen mit ihrem Gatten Nicki und Showreiter Tomek, alles zusammen mit ritterlichem Rüstungskostüm, wobei Becher, Ringe und Scheiben die verschiedenen Wettbewerbaccessoires waren, welche bei nicht wenigen Zuschauern bei den atemberaubenden Kunststücken den Atem stocken ließ.
Aus dem Füllhorn der farbenprächtigen Schaunummern schöpften auch die beiden talentierten Islandpferde-Reiterinnen Lena Bachmann (Walsheim) und Larissa Ambrosius (Kleinblittersdorf). In aufwändigen Kostümen und passend zum chinesischen Jahr des „Feuerpferdes“ ernteten die beiden Reiterinnen für ihre gelungenen Darbietungen wie auch die ausgezeichnete und ideenvolle Kostümierung tosenden Beifall von den dicht besetzten Rängen.
Ein weiterer Höhepunkt des ohnehin mit vielen Highlights gespickten Galaabends war, ohne Wenn und Aber, der Mitternachtstölt, welcher auch das gesamte Hallenrund zur aktiven Mitwirkung und Entscheidung einlud. Derweil die Preisrichter nämlich über die Gangart Pferde als fachlich geschulte Juroren zu befinden hatten, war Gradmesser für die beste Kostümierung des Publikums. Stärkster Beifall dabei für das „Aschenputtel“, sein Kostümierungssieg damit unangefochten.
Das abwechslungsreiche, farbenfrohe, illuminativ ansprechende Programm wurde zudem mit gekonnten Zauberbeiträgen von Zauberer Calibo spannungsgeladen ergänzt.
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