In die Heimat seiner Ehefrau: Bodo Ramelow verlegt Nebenwohnsitz nach Italien

In die Heimat seiner EhefrauBodo Ramelow verlegt Nebenwohnsitz nach Italien

02.09.2026, 20:17 Uhr

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Bodo Ramelow und seine Germana sind seit 20 Jahren verheiratet. (Foto: picture alliance / SULUPRESS.DE)

Ramelows Ehefrau sehnt sich offenbar nach ihrer Heimat Italien. Für seine "bessere Hälfte" tauscht Thüringens früherer Ministerpräsident nun sein Ferienhaus mit Seeblick im Saale-Orla-Kreis gegen ein Domizil in Südtirol. Eines stellt Ramelow aber unmissverständlich klar.

Südtiroler Berge statt Saaletalsperre: Thüringens Ex-Ministerpräsident Bodo Ramelow verkauft sein Ferienhaus am Bleilochstausee in Ostthüringen, um mehr Zeit in Meran verbringen zu können. "Ich verlege einen Teil meines Lebens mit meiner besseren Hälfte nach Italien", sagte der 70-jährige Linken-Politiker. Er ist seit 2006 in dritter Ehe mit der Italienerin Germana Alberti vom Hofe verheiratet.

Ein Grund sei, dass seine Frau, eine gebürtige Italienerin, wieder mehr ihre Muttersprache sprechen wolle, berichtete Ramelow. In Meran seien sie in den vergangenen Jahren bereits oft im Urlaub gewesen. Es sei die Entscheidung gefallen, das aufwendig zu bewirtschaftende, etwa 2000 Quadratmeter große Waldgrundstück in Thüringen gegen eine Mietwohnung in der Stadt in Südtirol zu tauschen.

Ramelow bekräftigte, dass sich an seinem Hauptwohnsitz Erfurt nichts ändern werde. "Ich bin Erfurter, ich bleibe Erfurter." Das gelte auch nach dem Ende seines Bundestagsmandates. Für ihn sei die laufende Legislaturperiode im Bundestag die letzte. Er werde sich danach nicht erneut um ein politisches Mandat bewerben, bekräftigte der Linke-Politiker. Ramelow ist seit der Bundestagswahl 2025 einer der Vizepräsidenten des Bundestags. 

Der gebürtige Niedersachse kam 1990 als Gewerkschafter nach Thüringen. 1999 zog er für die PDS in den Erfurter Landtag ein und übernahm 2001 den Fraktionsvorsitz. 2005 wechselte er erstmals in den Bundestag und war maßgeblich am Zusammenschluss von PDS und WASG zur Linken beteiligt. 2009 kehrte er in den Thüringer Landtag zurück. 2014 wurde er Deutschlands erster Ministerpräsident der Linken. Er wurde 2020 erneut zum Regierungschef im Freistaat gewählt. Nach der Bundestagswahl 2025 ging er erneut nach Berlin und ist derzeit Vize-Bundestagspräsident.

Quelle: ntv.de, lar/dpa