Terrorismus
Internationale Fahndungen – EU erweitert Schengendatenbank
Hinweise aus Drittstaaten sind künftig im Schengener Informationssystem (SIS) einsehbar. EU-Kommissar Brunner sieht darin einen Schritt für eine bessere Zusammenarbeit
Brüssel/EU-weit – Das Schengener Informationssystem (SIS) verfügt künftig auch über Hinweise aus Nicht-EU-Staaten. Das kündigte die EU-Kommission am Mittwoch in einer Presseaussendung an. Konkret können in den Mitgliedsstaaten ab Donnerstag mit Unterstützung von Europol entsprechende Informationen externer Partner in das SIS eingegeben werden. Damit soll den europäischen Sicherheitsbehörden die Fahndung nach Terrorverdächtigen oder anderen Schwerkriminellen erleichtert werden.
"Warnmeldungen zu mutmaßlichen Terroristen und Mitgliedern der organisierten Kriminalität, die von unseren internationalen Partnern bereitgestellt werden, versetzen Grenz- und Polizeibeamte in die Lage, auf eine Bedrohung zu reagieren, noch bevor Schaden entsteht", wurde der Österreicher Magnus Brunner, EU-Kommissar für Inneres und Migration, zitiert. "Mit dieser Erweiterung des Schengener Informationssystems schließt die EU eine wichtige Lücke beim Informationsaustausch und setzt unsere Strategie für innere Sicherheit, 'ProtectEU', um", sagte Henna Virkkunen, Vizepräsidentin der EU-Kommission für Technische Souveränität, Sicherheit und Demokratie.
Auf Grundlage des Schengen-Updates könnten die Mitgliedsstaaten einen Warnhinweis herausgeben. Die Erweiterung vereinfache die Zusammenarbeit zwischen Strafverfolgungsbehörden. Zudem können die Mitgliedsstaaten laut EU-Kommission weiterhin die bereits im SIS vorhandenen Warnkategorien nutzen, etwa Ausschreibungen zur Festnahme oder zur Verweigerung der Einreise oder des Aufenthalts. (APA, 14.10.2026)
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