Stand: 21.09.2026, 19:00 Uhr
Kommentare

Die Landesliga-Fußballerinnen des TSV Okel haben sich den inoffiziellen Titel des „Syker Stadtmeisters“ gesichert: Mit 3:1 (1:1) zwang das Team von Trainer Steffen Quast am Samstag den Ortsrivalen SG Heiligenfelde/Bassum in die Knie und sitzt so Spitzenreiter TSV Limmer II dicht im Nacken. Dazu gibt es das Spotlight-Video auf Instagram
Okel – Nur das schlechtere Torverhältnis trennt Okel noch vom Platz an der Sonne. Trotzdem suchte und fand Quast nach dem Abpfiff das berühmte Haar in der Suppe: „Spielerisch haben wir ganz sicher Luft nach oben. Die Mädels können es eigentlich besser. Aber Schwamm drüber. Jetzt wird der Derbysieg gefeiert.“
Jana Scharrelmanns Führung für Heiligenfelde/Bassum
Wonach es zunächst gar nicht ausgesehen hatte. Die ersatzgeschwächten Gäste (ohne ihr Offensivduo Tanita Häfker/Lina Beuke) präsentierten sich defensiv ausgesprochen stabil und diszipliniert, sodass TSV-Chancen lange Zeit Mangelware blieben. Erst in der 20. Minute musste SG-Keeperin Fiona-Jouly Kindler erstmals eingreifen, als sie im Stile eines Libero vor Lieske Wittrock klärte. Und neun Minuten später gingen die Gäste sogar in Führung: Gekonnt wackelte Jana Scharrelmann ihre Gegenspielerinnen aus und „fackelte“ das Leder ins Netz.
Spielerin des Spiels
Isabel Walter
Stellte mit ihrem Tempo die Gäste-Defensive stets vor Probleme, erzielte das 2:1 selbst und bereitete das 3:1 vor. Mehr Matchwinnerin geht nicht.
Aber Okels Antwort ließ nicht lange auf sich warten: Von Tomke Bauer traumhaft freigespielt, traf Lieske Wittrock zum 1:1 (32.). Ein Treffer, der die Gastgeberinnen sichtlich beflügelte. Gerade die schnelle Isabel Walter brach auf dem Flügel einige Male durch, fand jedoch bis zum Halbzeitpfiff mit ihren Hereingaben keine Abnehmerin. Also probierte sie es direkt nach dem Seitenwechsel auf eigene Faust, flitzte der gesamten SG-Defensive davon und schoss Okel mit 2:1 in Front (47.). Allerdings hatte Gäste-Trainer Walter Brinkmann in der Entstehung „ein ganz klares Foul an Laura Deiermann“ gesehen: „Der Treffer hätte nicht zählen dürfen.“
Corinna Pradella trifft zur Entscheidung – 3:1
Tat er aber – und nun bekam der Tabellenzweite immer mehr Oberwasser. Während das letzte Heiligenfelder Aufgebot (sogar Yara Köhler musste nach jahrelanger Pause reaktiviert werden) in der Offensive praktisch nicht mehr stattfand, drängten die Grün-Gelben auf die Entscheidung. Mit Erfolg: Nach einer Ecke köpfte Walter den Ball zu Corinna Pradella – und die Co-Trainerin stocherte die Kugel zum 3:1 ins Netz (60.). Der Aufsteiger warf anschließend zwar noch einmal alles nach vorne, doch letztlich blieb Brinkmann nur die Erkenntnis, dass „uns ohne Tanita und Lina etwas die Torgefahr abgeht. Trotzdem kein Vorwurf. Kämpferisch und von der taktischen Disziplin her war das kein schlechter Auftritt. Allerdings brauchen wir schon noch einige Punkte für eine ruhige Saison.“ Vor der scheint Okel definitiv zu stehen, wie Kapitänin Bauer hofft: „Mit zehn Punkten sind wir super gestartet. Kompliment ans Team. Alle haben überragend gefightet.“