Humboldt-Studenten wollen Juden ausschließen - B.Z. – Die Stimme Berlins

02.12.2022, Berlin, Bild - BZ Redakteur Stefan Peter Die Stimme Berlins Kommentarfot

Mitte – Schlimmer Boykott-Aufruf linker Juden-Hasser: Die Humboldt-Universität soll die Zusammenarbeit mit allen israelischen Universitäten beenden. Das fordert das Studenten-Parlament.

Im beschlossenen Antrag „Solidarität mit Palästina“ wird die Uni aufgefordert, Kooperationen mit israelischen Universitäten und Forschungseinrichtungen zu stoppen. Gleichzeitig solle mit palästinensischen und libanesischen Hochschulen kooperiert werden.

Und: Studenten aus Palästina und dem Libanon sollen sogar extra Stipendien bekommen, die – anders als Bafög – nicht zurückgezahlt werden müssen. Hinter dem Skandal-Antrag steckt die Hochschulgruppe „Linke Liste“.

Scharfe Kritik von CDU und SPD

„Der Beschluss ist antisemitisch und wissenschaftsfeindlich – also typisch linksradikal“, so Timur Husein (45, CDU) zu B.Z. Die Universität werde den Austausch mit Israel aber fortführen, glaubt der Politiker. Denn: „Der Beschluss ist rechtlich wirkungslos und nicht repräsentativ.“

Der Abgeordnete Alexander Freier-Winterwerb (39, SPD): „Wer israelische Universitäten boykottieren will, bekämpft nicht Krieg – sondern Wissenschaft, Dialog und Verständigung.“ Er erinnert an den Bebelplatz gegenüber der Uni, wo 1933 von den Nazis Bücher verbrannt wurden. „Jede Form akademischer Diskriminierung sollte mit großer Entschlossenheit entgegengetreten werden.“

Vom Boykott wären Partnerschaften und Austauschprogramme betroffen. Begründung: Israelische Unis seien „vielfach direkt oder indirekt“ an angeblichen Verbrechen gegen Palästinenser beteiligt. Beispielsweise durch Rüstungsforschung oder die Ausbildung von Soldaten.

Israel-Hasser verwüsteten einen gerade frisch sanierten Hörsaal der Uni. Stuhlreihen wurden herausgerissen, die Wände beschmiert
Israel-Hasser verwüsteten einen gerade frisch sanierten Hörsaal der Uni. Stuhlreihen wurden herausgerissen, die Wände beschmiert Foto: Soeren Stache/dpa

Mit dem Beschluss orientiert sich das Studenten-Parlament an der antiisraelischen BDS-Bewegung. Diese fordert einen kompletten akademischen und kulturellen Boykott israelischer Institutionen. Die englische Abkürzung BDS steht für Boycott, Divestment and Sanctions (Boykott, Desinvestitionen und Sanktionen).