Italienisches Strand-Feeling in Bayern: „Muss dafür nicht ans Meer“ – Region überrascht mit Tipps

Stand: 15.08.2026, 17:13 Uhr

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Beim Wort „Strand“ denken die meisten wohl an Urlaubsorte wie Italien, Spanien, Griechenland oder die Türkei. Diese Tipps dürften einige überraschen.

München – Warmer Sand unter den Füßen. Ein kühles Getränk in der Hand. Ein schattiges Plätzchen unter gleißender Sonne. Der Blick schweift über blaues Nass und badende Menschen. Strand-Feeling ist Urlaub – in Verbindung mit einer Reise ins Ausland. Oder? Nicht ganz: Unsere Redaktion hat beim Tourismusverband Bayern angefragt und wollte von den Experten höchstselbst wissen: Wo in Bayern gibt es italienisches Strand-Flair?

Strand-Urlaub in Bayern: Tipps aus Schwaben und Ostbayern

Der Tourismusverband Bayern hat bei seinen regionalen Ablegern nachgefragt und uns eine umfangreiche Liste mit tollen Strand-Tipps aus Bayern zukommen lassen. Den Anfang macht Schwaben: Der Westen Bayerns präsentiert die Wagerseen im Schwäbischen Donautal und den Damenhof Augsburg. Zu ersteren wirbt der Tourismusverband in der Pressemitteilung mit den Schlagwörtern „Baden, Segeln, Pizza und Eis an drei Baggerseen“. Beim Damenhof handelt es sich zwar nicht um einen Badesee, dafür gibt es aber „ein Wasserbassin und sehr italienisches Renaissance-Flair“.

Tagesziele in Bayern: Unterschätzt, Strand-Feeling und Geheimtipps

Im Netz tummeln sich unzählige Tipps zu den besten Ausflugszielen in Bayern. Natürlich tauchen sie dort alle mit meist guten Gründen auf. Doch unsere Redaktion wollte es nun wirklich wissen: Welche Tipps und Empfehlungen haben die lokalen Tourismusverbände denn selbst? Von der „Bayern Tourismus Marketing GmbH“, die die Tourismusverbände der bayerischen Regierungsbezirke anfragte, kam eine umfangreiche Antwort mit den Tipps zu unterschätzten Reisezielen in Bayern und echten Geheimtipps.

Noch mehr Strand scheint es dagegen in Ostbayern zu geben – überraschend, hat man hier möglicherweise doch eher Oberbayern mit seinen vielen Seen im Kopf. Der Tourismusverband in Ostbayern aber stellt das „Oberpfälzer Seenland“ mit folgenden Worten vor: „Wer von Bikini, Segelboot und Liegewiese träumt, muss dafür nicht ans Meer. Das Oberpfälzer Seenland bringt es auf eine Wasserfläche so groß wie der Tegernsee – verteilt auf zahlreiche Buchten, Strände und Freizeitanlagen.“ Mit „feinen Sandstränden“ sei vor allem der Steinberger See ein Anziehungspunkt. Neben der dort aufgestellten größten Holzkugel der Welt gibt es auch eine große Rutsche.

Und damit nicht genug: „Familien schätzen den türkisblauen Klausensee, während Murner See und Brückelsee mit einem breiten Angebot für Badegäste, Taucher, Wassersportler und Camper punkten.“ Ruhesuchende und Angler kommen derweil beim „naturnahen Hammersee und dem Eixendorfer See“ auf ihre Kosten.

Nein, das Foto zeigt tatsächlich nicht irgendein Urlaubsort in Italien – sondern einen Strand mitten in Bayern.

Nein, das Foto zeigt tatsächlich nicht irgendein Urlaubsort in Italien – sondern einen Strand mitten in Bayern. © IMAGO / Manfred Segerer

Ein weiteres Highlight hat derweil auch Niederbayern zu bieten: die Rottal Terme Bad Birnbach, eine Therme nahe der österreichischen Grenze. Auf 2400 Quadratmetern Heilwasserfläche verteilen sich laut Tourismusverband 30 unterschiedliche Thermalwasserbecken zu einem „Refugium, das Körper, Geist und Seele gleichermaßen zum Strahlen bringt“. Durch den Garten „schlängelt sich zudem der 105 Meter lange Thermenbach mit unterschiedlicher Strömung – ideal, um sich einfach treiben zu lassen“.

Italien-Flair in Bayern: Die Tipps aus Franken und dem Allgäu

Diverse Tipps kommen derweil auch aus Franken. Der dortige Tourismusverband stellt den Schlossstrand Erlangen vor, das Fürther Rathaus, das einen Hauch von Florenz versprühe, Klein-Venedig in Bamberg und das Pompejanum in Aschaffenburg. In Eichstätt gibt es derweil einen prachtvollen Residenzplatz und den zentralen Marienbrunnen – gestaltet vom italienischen Barockbaumeister Maurizio Pedetti. Auch der aus der Schweiz stammende, wienerisch-italienisch geprägte Architekt Gabriel de Gabrieli laut Tourismusverband „das Stadtbild maßgeblich durch vornehme fürstbischöfliche Bauten“.

Im Allgäu besuchen Strand-Fans dem Tourismusverband zufolge am besten den Großen Alpsee in Immenstadt. Es handelt sich der Website zufolge um den „südlichsten Strand Deutschlands“. Mit einem Tretboot kann man dort etwa den See erkunden, und sich am Ufer ein leckeres Eis gönnen.

Strand-Flair in Oberbayern: Zahlreiche Möglichkeiten im Süden der Landeshauptstadt

Täglich pendeln im Sommer tausende Menschen aus München in Richtung Süden, die oberbayerischen Seen als Sehnsuchtsort. Vielerorts gerät dabei die örtliche Infrastruktur an ihre Grenzen, Staus und Menschenmengen sind an der Tagesordnung. Es ändert aber nichts daran, dass man in Oberbayern fabelhaftes Strand-Feeling, ganz nach italienischem Gusto, vorfindet.

Namentlich nennt der dortige Tourismusverband die Seen Wörthsee, Schliersee und den Walchensee. Letzterer sei „wegen seines türkisblauen Wassers nicht ohne Grund als ‚bayerische Karibik‘ bekannt“. Ein Höhepunkt seien auch die „naturbelassenen Buchten“, an denen echtes Urlaubsgefühl aufkomme. Der Schliersee erinnere dagegen mit seiner Promenade, den Cafés und dem entspannten Lebensgefühl an einen Tag am Gardasee. (Quelle: Tourismusverband Bayern, eigene Recherche), (fhz)