Stand: 19.09.2026, 21:00 Uhr
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Die Ruine eines Bauwerks von Ende des 19. Jahrhunderts lockt Ausflügler nach Dortmund. Sie steht an einem Teich voller Frösche.
Dortmund – Aus dem langsam bunter werdenden Blätterdach ragen die zwei Brückenteile Richtung Himmel. Sie gehören zu dem ehemaligen Schlackenbahn-Viadukt im Dortmunder Stadtteil – der Hymphendahlbrücke. Sie entstand Ende des 19., Anfang des 20. Jahrhunderts und verleiht dem Ort einen Hauch Magie.

Die beiden Brückenköpfe sind das einzige, was von dem Viadukt noch übrig ist. Es verband die Schallacker- und die Hymphendahlhalde miteinander. Die massiven Brückenteile sind 24 Meter hoch und massive 4,50 Meter breit. „Das heute nicht mehr sichtbare Verbindungsgleis zwischen den erhaltenen Brückenköpfen führte über eine einfache Stahlkonstruktion.“ Das alles erzählt die Website baukunst-nrw.de.
Hymphendahl-Viadukt in Dortmund: Imposante Ruine aus der Zeit der Hochöfen
Demnach war der Bau der Brücke damals nötig, weil die Schlacke aus den Hochöfen des Geländes Phoenix West und von der Hermannshütte zur neuen Halde Hymphendahl befördert werden musste. Kurz hinter der Brücke endete die Schlackenbahn schon, „und die Schlacke wurde ins Tal entsorgt“, heißt es.
Heute ist die Ruine des Viadukts von Grün umgeben. Ein Spazierweg führt zwischen den Brückenköpfen hindurch, auch an den Bauteilen entlang gibt es Wege. Am Fuße der Hymphendahlbrücke befindet sich ein idyllischer Teich, an einer Seite von dichtem Schilf umgeben. Hier leben Frösche, die im Sommer für abendliche Konzerte sorgen. Eine Treppe am Teich lädt zum Verweilen ein – mit Blick auf die beeindruckenden Brückenteile. Von hier aus lohnen sich Spaziergänge nach Hörde, zum Phoenix See, auf Phoenix West oder entlang der Emscher in den Dortmunder Stadtwald Bolmke, direkt am Westfalenstadion.

Ein paar Orte weiter im Ruhrgebiet ist eine Burgruine ein perfektes Ausflugsziel für den Herbst. Nach einem ganz kurzen Aufstieg belohnt Besucher schon der herrliche Ausblick auf das Ruhrtal und die bewaldeten Hänge.