Jetzt auf Sat.1 Andre aus Trier erlebte vor „Das große Backen“ eine Vollkatastrophe
Trier/Freudenburg · Von der Kunstnote 4 zu den zwölf besten Hobbybäckern Deutschlands. Der ehemalige Trierer Andre Legenhausen tritt bei der 14. Staffel von „Das große Backen“ an – trotz ungünstiger Voraussetzungen.
28.07.2026 , 13:41 Uhr
Andre Legenhausen aus Freudenburg macht bei der Show „Das große Backen“ von Sat.1 mit.
Foto: Joyn/Claudius Pflug
„Backen war für mich nie ein Thema“, erinnert sich Andre Legenhausen lachend. „Das war für mich schon eine Raketenwissenschaft und unerklärlich, wie man ohne Fertigmischung überhaupt backen kann.“ Diese Aussage scheint fast schon absurd, ist Legenhausen doch ab Mittwoch bei der Fernsehsendung „Das große Backen“ auf SAT.1 zu sehen. Schließlich schaffen es nur die zwölf besten Hobbybäcker Deutschlands in die Sendung. Wie passt das denn zusammen?
Das große Backen 2026: Ehemaliger Trierer entdeckt Leidenschaft aufgrund seiner Söhne
Legenhausen: „Tatsächlich war es so, dass ich den Ehrgeiz hatte, für meine Söhne die Geburtstagstorte selbst zu backen. Die erste Torte war dann ganz einfach, mit ein paar Smarties oben drauf.“
Die Reaktion der Kinder habe Legenhausen so gefreut, dass das Backen der Kindergeburtstagstorte zur Tradition wurde. „Dann bin ich immer besser geworden und es hat auch Spaß gemacht“, erzählt er. „So ist die Leidenschaft entstanden.“ Und das, obwohl Legenhausen in der Schule nicht sehr künstlerisch begabt gewesen sei. „Meine beste Kunstnote war eine 4“, erzählt er. „Meine Handschrift sieht aus wie von einem Fünfjährigen, der auf dem Rücksitz im Auto schreibt, während er über eine Buckelpiste fährt.“ Dennoch: Ein Talent fürs Backen habe wohl in ihm geschlummert.
Das erkannten auch seine beiden Söhne, die mittlerweile acht und zehn Jahre alt sind. Beim gemeinsamen Schauen der Fernsehsendung „Das große Backen“ sei den beiden eine Idee gekommen. Ihr Vater erinnert sich: „Irgendwann haben meine Söhne gefordert, dass ich da mitmachen soll. Dann dachte ich: Komm, wirklich nur aus Spaß bewirbst du dich da einfach mal.“ Er habe nie damit gerechnet, dass er bei mehreren tausend Bewerberinnen und Bewerbern zu den zwölf Auserwählten für die Sendung gehören würde.
„Das war total surreal. Ich habe bis zum Schluss nicht damit gerechnet – absoluter Wahnsinn“, betont er. Der Einzug in die Sendung sei mit einer aufwendigen Vorbereitungszeit einhergegangen, die – wie Legenhausen zugibt – nicht ganz so gelaufen sei, wie geplant.
Andre Legenhausen bei „Das große Backen“: Vorbereitung war eine „Vollkatastrophe“
„Theoretisch muss jeder Kandidat so vorbereitet sein, als würde er es ins Finale schaffen“, schildert der ehemalige Trierer, der vor Kurzem nach Freudenburg gezogen ist. „Es sind ungefähr 24 Torten, die du vorbereiten musst: Du musst das Rezept selber schreiben, darfst nichts aus dem Internet kopieren – alles muss eine Eigenkreation sein.“
Legenhausen sei vorgewarnt worden: „Sie sagten mir: Du wirst in der Zeit bis zu den Dreharbeiten nichts anderes mehr machen, als zu backen.“ Doch dann sei alles anders gekommen als geplant.
„Ich hatte erst eine Lungenentzündung, weshalb ich zwei Wochen lang ausgefallen bin“, bedauert er. Außerdem habe ihn eine Verletzung von einem Handballspiel weitere drei Wochen Vorbereitungszeit gekostet. „Meine Vorbereitung war wirklich eine Vollkatastrophe“, sagt er kopfschüttelnd. „Das ist total schade. Du machst das einmal im Leben und gehst dann relativ unvorbereitet. Das war einfach Pech.“
Dennoch sei der Hobbybäcker dankbar – für seine Partnerin, die ihm immer unter die Arme gegriffen habe, für seine Kinder, die ihn überhaupt zur Teilnahme bewegt hatten und für die Zeit bei „Das große Backen“.
Die Teilnahme bei „Das große Backen“: Emotional, anstrengend, schön
„Das war wirklich eine mega Erfahrung“, erzählt Legenhausen. „Wir Kandidaten haben uns unfassbar gut verstanden. Wir waren dort wirklich wie zwölf Freunde.“ Gleichzeitig sei es eine sehr anstrengende Zeit gewesen. „Das ist schon eine unfassbare Belastung. Der Countdown läuft, du hast vier Stunden Zeit, und wenn du da nicht fertig wirst, hast du Pech.“
Doch gerade das habe die Gruppe so zusammengeschweißt. „Wenn du den ganzen Tag zusammen verbringst, alle sind im selben Boot... Das ist dann natürlich eine Achterbahnfahrt der Gefühle, wenn man selber oder jemand anderes gehen muss.“
Generell würde Legenhausen die Zeit in drei Worten als „emotional, anstrengend und schön“ bezeichnen. Der 43-Jährige freue sich auf die Ausstrahlung, auch wenn er noch nicht verraten darf, wie weit er es geschafft hat. Ab Mittwoch, dem 29. Juli, wird die diesjährige Staffel von „Das große Backen“ um 20.15 Uhr auf SAT.1 und auf Joyn ausgestrahlt.
Nach Teilnahme: Erst mal etwas Abstand zur Backleidenschaft
„Ich freue mich total auf die Ausstrahlung und vor allem darauf, die anderen zu sehen. Man hat ja währenddessen gar nicht so viel mitbekommen, weil man so in die eigene Aufgabe vertieft war.“
Und nach dem ganzen vielen Backen – ist die Leidenschaft noch da oder hat es sich ausgebackt? „Also gerade in der Vorbereitungszeit, als ich bis tief in die Nacht nur am Backen war – ich konnte es wirklich nicht mehr sehen“, erinnert sich Legenhausen. Auch nach der Sendung habe er zwei Wochen lang Abstand zu allen möglichen Backzutaten gebraucht. „Ich habe aber letzte Woche zum ersten Mal wieder ein bisschen größer gebacken.“
Wenn es nach ihm ginge, müsse es gar nicht immer etwas Großes oder Aufwendiges sein. „Ich backe super gerne Sachen, die einfach sind und einfach gut schmecken, so ein bisschen Oma-Style“, sagt er mit einem Augenzwinkern. Sein Lieblingsgebäck? „Alles mit Streuseln.“