Stand: 11.10.2026, 08:10 Uhr
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Fernsehkoch Johann Lafer hat sich nach seiner Krebsdiagnose noch nicht erholt, aber er ist auf dem besten Weg. Das beweist er am Samstagabend in der NDR-Sendung „DAS! Rote Sofa“. Doch seine Krankheit hat den Fernsehkoch verändert. Und nicht nur äußerlich.
„Ich freue mich, weil ich in den letzten Wochen gemerkt habe, dass der Kampf, den ich zuvor geführt habe, sich lohnt“, sagt Johann Lafer am Samstagabend in der NDR-Sendung „DAS! Rote Sofa“. Der bekannte Fernsehkoch trägt im Gespräch mit Inka Schneider ein weißes Cap und wieder seinen markanten Schnäuzer. „Ich fühle mich besser. Ich bin auf dem Weg, den man sich wünscht, wenn man so was hat. Ich muss aber dranbleiben auf jeden Fall und bin sehr dankbar, dass es mir besser geht.“

Vor zweieinhalb Jahren bekam Johann Lafer nach einer Routineuntersuchung die schockierende Nachricht: Lymphdrüsenkrebs. Anfang dieses Jahres hatte sich sein Gesundheitszustand verschlechtert, und Ende Mai ging er an die Öffentlichkeit. „Ich bin ernsthaft krank“, sagte er damals.
Seit einigen Monaten macht er eine Chemotherapie. Damit will er den Krebs bekämpfen. Für den Koch bedeutete das: Er hat deutlich an Gewicht verloren. „Zugenommen habe ich noch nicht“, sagt er am Samstagabend. „Aber das ist gar nicht entscheidend. Entscheidend ist die Kombination aus dem Gefühl vom Körper, das man hat, und die Psyche. Denn wenn man so eine Entscheidung mitgeteilt bekommt, dann ist es erstmal nicht so einfach, das zu verarbeiten.“
Seine Krankheit hat Johann Lafer „viel nachdenklicher“ gemacht
Durch die Chemotherapie hat er seinen Geschmackssinn zum großen Teil verloren, erzählt Johann Lafer. „Insgesamt ist es ein sehr großes Paket, das man erleiden muss“, berichtet der ehemalige Zweisternekoch, der in TV-Sendungen wie „Lafer! Lichter! Lecker!“ auch sein Talent als Entertainer beweisen konnte.
Lafer, sagt, er möchte wieder ins Machen kommen: „Ich bin dabei, mir einen Weg aufzuzeigen, wo ich sage, dass das, was man von mir verlangt und was ich noch machen möchte, in einer Situation umgesetzt werden kann, wo man dann nachher sagt, das habe ich gut geschafft.“ Als Nächstes will er auf einer Kreuzfahrt kochen, die am heutigen Sonntag (11. Oktober) startet.
Optisch hat die Chemotherapie den gebürtigen Steirer verändert. Aber auch sonst ist er nicht mehr der Lafer, den das Publikum aus der Vergangenheit kennt. „Ich bin viel nachdenklicher, ich bin auch sehr viel bewusster im Umgang mit mir selber, aber auch mit meinem Umfeld. Und ich bin sehr viel dankbarer“, sagt Lafer über sich. Er habe gelernt, dass es Situationen im Leben gibt, in denen man abhängig ist von anderen Menschen. Ärzte seien für ihn die „Helden der Gegenwart“, betont er. Und er ist den Menschen dankbar, die ihm zur Seite standen und halfen, seine schwere Krankheit zu ertragen.
„Das Schicksal ist manchmal nicht einfach“
„Ich möchte heute gerne die Gelegenheit wahrnehmen, um den Leuten 'danke' zu sagen, die mir geschrieben haben, die mir alles Gute gewünscht haben. Es ist ja nicht selbstverständlich.“ Er hat gelernt: „Das Schicksal ist manchmal nicht einfach.“
Am Sonntag, 11. Oktober, 20.15 Uhr, ist Johann Lafer wieder im Fernsehen zu sehen, gemeinsam mit Steffen Henssler. In der Sendung „Grenzenlos Genial Gekocht“ bei VOX nehmen die beiden an der Barbecue-Europameisterschaft im litauischen Vilnius teil. Lafer erzählt: „Die spinnen alle. Was da für ein Aufwand getrieben wird für ein gegrilltes Steak, das kann man sich nicht vorstellen.“ Die beiden Meisterköche treten dabei in fünf Disziplinen an. Unter anderem grillen sie Chicken Wings. Mit einer sehr süßen Soße.
Zwei weitere Sendungen werden folgen, in denen es um Pizza und um Fischeintopf gehen wird. Lafer freut sich: „Ich glaube, es wird den Zuschauern gefallen, weil es wirklich mal was anderes ist: eine reelle Herausforderung von zwei Köchen, die manchmal keine Ahnung haben.“ Und dann muss Johann Lafer lachen. (Dieser Artikel entstand in Kooperation mit teleschau.)