Rudi Cerne zögerte vor „Aktenzeichen XY“-Zusage – ein Fall ließ ihn umdenken: „Hat mich erschüttert“
Stand: 11.10.2026, 08:04 Uhr
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Seit mehr als zwei Jahrzehnten stellt Rudi Cerne ungelöste Kriminalfälle vor. Doch beinahe wäre es anders gekommen. Dieses Schicksal bewegte den Moderator, bei „Aktenzeichen XY“ einzusteigen.
München – Seit 2002 steht Rudi Cerne (68) für „Aktenzeichen XY … Ungelöst“ vor der Kamera. Regelmäßig verfolgen Millionen Zuschauer die Fahndungen nach Vermissten und ungeklärten Verbrechen im ZDF. Für Cerne ist die Sendung längst mehr als ein Fernsehjob: Immer wieder erlebt er, wie Hinweise aus dem Publikum Ermittlungen voranbringen.

Dabei war zunächst keineswegs sicher, dass Cerne die Nachfolge von „Aktenzeichen XY“-Legende Eduard Zimmermann (†2009) antreten würde. Als das ZDF ihm die Moderation anbot, war der frühere Eiskunstläufer zunächst skeptisch.
„Aktenzeichen XY“: Was Rudi Cerne letztlich zur Zusage bewegte
Entscheidend war schließlich ein Fall, der Cerne persönlich traf. Es ging um die achtjährige Julia Hose, die spurlos verschwunden war. „Der Fall hat mich erschüttert, meine Tochter war damals im gleichen Alter“, enthüllte er im Gespräch mit Bunte. Das Schicksal des Mädchens bewegte ihn schließlich dazu, den TV-Job anzunehmen. „Schließlich hörte ich, dass durch ,Aktenzeichen XY‘ der Mörder ermittelt wurde. Da war mir klar: Diese Aufgabe macht Sinn – und ich sagte zu“, berichtete er.
Auch ein Rat von TV-Legende Frank Elstner (84) spielte bei seiner Entscheidung eine Rolle. Wie Cerne gegenüber Ippen.Media verriet, hatte er den ehemaligen „Verstehen Sie Spaß?“-Moderator auf Anraten seiner Frau angerufen und um eine Einschätzung gebeten. Elstner empfahl ihm daraufhin: „Machen Sie das sofort und danken Sie dem lieben Gott, dass Sie so ein Angebot bekommen haben, so etwas kriegen Sie nur einmal im Leben.“
Cernes Karriere begann zunächst in einem ganz anderen Bereich: 1978 und 1980 gewann er die Deutsche Meisterschaft im Eiskunstlauf. Zu seinen weiteren Erfolgen zählt eine Silbermedaille bei der Europameisterschaft und Platz vier bei den Olympischen Spielen 1984. Nach dem Ende der Karriere wechselte er zum TV-Journalismus und moderierte unter anderem das „Aktuelle Sportstudio“ im ZDF. Verwendete Quellen: Bunte.de, Ippen.Media