John Thune auf dem Republikaner-Parteitag vor Donald Trump lautstark ausgebuht
Stand: 10.09.2026, 21:53 Uhr
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Bei Trumps Rede in Dallas wurde Senatsmehrheitsführer John Thune ausgebuht. Hintergrund ist der Streit um den von Trump geforderten SAVE‑Act.
Dallas – Beim ersten republikanischen Midterm-Parteitag in Dallas ist Senatsmehrheitsführer John Thune am Mittwochabend aus Teilen des Publikums lautstark ausgebuht worden – während einer Rede von Präsident Donald Trump.

Trump hatte Thune zuvor namentlich begrüßt und im Saal nach ihm gesucht. „Und John Thune ist hier vom Senat. Wo ist John? Wo ist John?“, sagte der Präsident. Statt Applaus folgten Buhrufe. Nach Angaben des vor Ort anwesenden Newsweek-Korrespondenten Alex Rouhandeh waren die Rufe im gesamten Saal zu hören.
Buhrufe für Thune: Trump will Abstimmungen im Senat erleichtern
Hinter den Buhrufen steht ein Streit innerhalb der Republikaner. Thune lehnt es bislang ab, die 60-Stimmen-Hürde im Senat – den sogenannten Filibuster – abzuschaffen. Trump drängt dagegen auf eine Änderung der Senatsregeln, um den SAVE‑Act und andere zentrale Vorhaben seiner Regierung leichter durchsetzen zu können. Damit stößt er auch in den eigenen Reihen auf Widerstand: Nach Angaben von Thune sind rund 25 bis 30 republikanische Senatoren gegen die Abschaffung des Filibusters. Die nötige Mehrheit fehlt damit bislang.
Thune hatte seine Position bereits im März gegenüber ABC News unmissverständlich klargemacht: „Das wird nicht passieren.“ Und weiter: „Wenn das Ergebnis nur durch die Abschaffung des Filibusters erreicht werden kann – dafür haben wir die Stimmen nicht. Das ist schlicht keine realistische Option.“
SAVE‑Act und Midterms: Trump erhöht den Druck auf die Republikaner
Der SAVE‑Act soll die Registrierung für Bundeswahlen in den USA stärker an einen Nachweis der US-Staatsbürgerschaft knüpfen. Wer sich zur Wahl registrieren will, müsste demnach entsprechende Dokumente vorlegen. Republikaner begründen das Vorhaben mit dem Schutz der Wahlintegrität, Demokraten warnen hingegen vor zusätzlichen Hürden für wahlberechtigte Bürger.
Der zweitägige Parteitag in Dallas war der erste republikanische Midterm-Parteitag außerhalb eines Präsidentschaftswahljahres. Trump hatte die Veranstaltung persönlich angestoßen, um die republikanische Basis für die Kongresswahlen im November zu mobilisieren. (Quellen: Newsweek, ABC News, Fox News) (jal)