Stand: 28.08.2026, 18:13 Uhr
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Mit scharfen Worten nimmt ein Kabarettist Teile Ostdeutschlands ins Visier. Sein provokantes Instagram-Video sorgt für Diskussionen im Netz.
Berlin – Florian Schroeder ist für pointierte politische Satire bekannt. Seit mehr als 20 Jahren steht der 46-Jährige mit eigenen Kabarettprogrammen auf der Bühne. Daneben arbeitet er als Autor, Moderator und Kolumnist und tritt regelmäßig im Fernsehen und Radio auf. Mit seinen Beiträgen nimmt er immer wieder gesellschaftliche und politische Entwicklungen ins Visier.
Nun hat sich Schroeder ein besonders kontroverses Thema vorgenommen. In einem knapp dreiminütigen Instagram-Video richtet sich der SWR-Star an Menschen in Ostdeutschland und spricht über deren Verhältnis zum Staat und zur Demokratie. Dabei geht es ihm nach eigener Darstellung um Widersprüche, die er in bestimmten politischen Haltungen sieht. Bereits der Titel des Clips fällt provokant aus: „Warum Jammer-Ossis nerven“.
Florian Schroeder rechnet in Video mit „Jammer-Ossis“ ab
Im Video wird Schroeder deutlich. Er wirft Teilen der ostdeutschen Bevölkerung vor, einerseits staatliche Bevormundung abzulehnen, andererseits aber nach einem Staat zu verlangen, der möglichst viele Probleme löst. Dabei zieht er auch einen brisanten Vergleich zur DDR: „Ihr wollt gegängelt und getreten werden. Der Osten war schon immer das lebende Stockholm-Syndrom.“ Der 46-Jährige holt weiter aus: „Ihr müsstet euch bitte einmal entscheiden, welche Diktatur ihr jetzt genau wollt.“ Auch den Umgang mit Russland und Wladimir Putin thematisiert Schroeder.
Wer den russischen Präsidenten unterstütze, müsse nach seiner Logik auch die Konsequenzen dieser Haltung akzeptieren: „Dann werft euch ihm doch einfach bedingungslos an den Hals. Das wäre endlich die richtige Wiedervereinigung, nämlich die mit Russland.“
Die „Jammer-Ossi“-Aussagen des Kabarettisten polarisieren auch die Instagram-Community. Manche Nutzer pflichten Florian Schroeder bei und hinterlassen Kommentare wie: „Du sprichst mir aus der Seele. Grüße aus Sachsen“, „Guter Mann! Gute Ansage! Ich kann das Gejammere nicht mehr hören“ und „Bin beeindruckt, Chapeau“. Andere zeigen sich deutlich kritischer. Ein Nutzer wirft Schroeder vor, mit seinen Formulierungen eher neue Gräben zu schaffen als Menschen zu erreichen: „Sie sind in der Medienbranche zu Hause und wissen um die Wirkung ihrer ersten plakativen Worte.“
Es ist nicht das erste Mal, dass Florian Schroeder mit seinen politischen Aussagen Aufsehen erregt. Nach dem Anschlag beim Christopher-Street-Day in Berlin knöpfte sich der TV-Moderator Teile der Linken vor. „Die notorische Angst, in der islamophoben Ecke zu landen, macht blind dafür, dass Islamisten unsere viel gepriesene Vielfalt zutiefst hassen“, kritisierte der Kabarettist im Gespräch mit der Wochenzeitung der Freitag. Verwendete Quellen: Instagram, freitag.de