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Reihe von Hackerangriffen durch KI-Agenten weckt Angst vor Kontrollverlust. EU-Digitalkommissarin warnt vor KI-Wettlauf auf Kosten der Sicherheit. „Dublin-Deklaration“ verabschiedet.

© AFP/Martin Lelievre
vor 12 Minuten14. Oktober 2026 um 12:08
EU-Digitalkommissarin Henna Virkkunen hat vor einem Wettrennen um die mächtigste Künstliche Intelligenz (KI) auf Kosten der weltweiten Sicherheit gewarnt. „Es gibt ein Risiko, dass der Wettbewerb so hart ist, dass die Unternehmen die Sicherheit vernachlässigen“, sagte sie während einer KI-Konferenz am Mittwoch in Irland. „Sie investieren nicht genug Zeit und Ressourcen, um ihre Modelle zu testen“, warnte Virkkunen.
Die EU-Kommission hat bei allen großen KI-Entwicklern Informationen zu ihren Sicherheitsvorkehrungen angefragt, darunter OpenAI, Anthropic und Google. Solche Anfragen aus Brüssel sind der erste Schritt für mögliche Ermittlungen gegen die Konzerne wegen Verstößen gegen das europäische KI-Gesetz.
Bringen die Unternehmen Modelle ohne ausreichende Sicherheitsvorkehrungen auf den Markt, drohen ihnen in der EU Bußgelder. „Sie müssen diese Systeme kontrollieren können, das machen wir im KI-Gesetz sehr deutlich“, sagte Virkkunen in Dublin.

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„Dublin-Deklaration“ verabschiedet
„Wir erleben bei der Künstlichen Intelligenz einen gesellschaftlichen Kipppunkt. Die entscheidende Frage ist nicht mehr, ob KI unser Leben verändert, sondern wie“, betonte Digitalisierungsstaatssekretär Alexander Pröll (ÖVP) in einer Stellungnahme gegenüber der APA.
Unter Federführung der irischen EU-Ratspräsidentschaft wurde in der irischen Hauptstadt eine Deklaration zur Förderung einer vertrauenswürdigen, sicheren und souveränen KI in Europa verabschiedet. „Mit der Dublin Declaration bekennen wir uns in Europa gemeinsam dazu, dass KI den Menschen dient: in sicheren Systemen, in einer modernen Verwaltung und mit dem nötigen Wissen in der breiten Bevölkerung. Was wir jetzt entscheiden, bestimmt, ob Europa künftig Gestalter oder Zuschauer ist“, erklärte Pröll weiters.
Angst vor Kontrollverlust
Eine Reihe von Hackerangriffen hatte in den vergangenen Monaten die Angst vor einer Künstlichen Intelligenz außer Kontrolle geschürt. Mehrfach verbanden sich KI-Agenten während Testläufen eigenständig mit dem Internet und hackten sich in andere Unternehmen oder übernahmen öffentliche Websites. Einige Politiker und Unternehmen forderten deshalb, die Entwicklung zu verlangsamen.
„Die Systeme sind noch nicht so mächtig, deshalb sind die Vorfälle nicht so groß“, sagte der Chef der Google-KI-Sparte Deepmind, Demis Hassabis, in Dublin. „Aber sie könnten es im nächsten Jahr oder in den kommenden Jahren werden, wenn wir als Industrie oder als einzelne Unternehmen nicht mehr Arbeit reinstecken“, fügte er hinzu.