(Motorsport-Total.com) - Sorgen bei Mercedes: WM-Spitzenreiter Kimi Antonelli landete im ersten Training zum Großen Preis von Belgien (alle Sessions im Liveticker!) lediglich auf dem sechsten Platz, Teamkollege George Russell wurde sogar nur Achter. Erst im zweiten Training am Nachmittag präsentierten sich die Silberpfeile in deutlich besserer Verfassung.

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Antonelli holt am Freitag die Bestzeit, ist aber nicht ganz zufrieden Zoom
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"Es war eine enorme Verbesserung mit dem Auto, denn im ersten Freien Training hatten wir große Schwierigkeiten, viel mehr als erwartet", bestätigt Antonelli, der sich in der zweiten Session die Bestzeit sicherte. "Es war also eine gute Veränderung."
Doch trotz des Aufschwungs scheint das Wochenende in den belgischen Ardennen für Mercedes alles andere als ein Selbstläufer zu werden. "Natürlich gibt es noch viel zu tun, denn Red Bull ist schnell, McLaren war auch ganz vorne mit dabei", weiß der Italiener. "Wir müssen einfach alles zusammenbringen."
Mut macht allerdings der Longrun, den Antonelli im zweiten Training absolvierte. "Der Longrun fühlte sich sehr stark an, aber das Auto hat sich zwischen den beiden Sessions natürlich stark verändert. Wir müssen also über Nacht viel arbeiten, um für [Samstag] und Sonntag bereit zu sein."
Kimi Antonelli fehlt noch das Vertrauen ins Auto
Die Probleme aus dem ersten Training dürfen sich dann allerdings nicht wiederholen, wobei Antonelli lediglich von einem "allgemeinen Rutschen" spricht. "Ich kann nicht zu sehr ins Detail gehen, aber insgesamt gab es viele Rutschpartien und wir hatten einfach Schwierigkeiten, Vertrauen in das Auto zu gewinnen."
Mercedes-Chefingenieur Andrew Shovlin bestätigt den holprigen Auftakt. "Es war ein chaotisches erstes Training, in dem wir das Auto nicht optimal eingestellt hatten", räumt der Brite ein. "Wir hatten mit mehr Grip gerechnet, aber anscheinend hatten die anderen Fahrer ihre Autos besser im Griff."
Zwischen den beiden Trainings gelang es Mercedes jedoch, die richtigen Schlüsse zu ziehen. Entsprechend zufriedener waren die Fahrer am Nachmittag mit ihrem Auto. Während Antonelli die Bestzeit fuhr, musste sich Russell erneut mit dem achten Rang begnügen.
George Russell kämpft am Freitag mit Problemen
"Es war keine überragende Runde für George, aber es war ja nur eine Runde", spielt Shovlin die Probleme des Briten herunter. "Wenn die nicht gut läuft, wirkt man schnell langsam. Er hatte das Gefühl, die Reifen seien zu Beginn der Runde noch nicht optimal eingestellt gewesen, was ihn etwas Zeit gekostet hat."

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George Russell fährt in Belgien (mal wieder) hinterher Zoom
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"In einigen Kurven hat er den Grip wohl unterschätzt, aber nach dem ersten Training ist das keine große Überraschung. Es gibt ein paar Dinge, an denen er arbeiten muss, aber wie gesagt, wir sehen vieles davon in den Daten, die wir analysieren werden."
Zu allem Überfluss hatte Russell am Vormittag auch noch mit einem technischen Problem zu kämpfen, wodurch ihm etwas weniger Leistung als Antonelli zur Verfügung stand. "Das Problem ist gelöst, es gibt noch ein paar Kleinigkeiten zu verbessern, aber das Problem ist: Wenn die Kurven langsamer sind, beeinflusst das den Reifeneinsatz", erklärt der Ingenieur.
Mercedes ist für das Rennen trotzdem optimistisch
"Und auf einer Strecke wie dieser, wo man kaum Energie bekommt, werden diese Unterschiede extrem verstärkt." Dennoch macht sich der Mercedes-Verantwortliche keine allzu großen Sorgen: "Ich bin mir ziemlich sicher, dass [Russell] morgen wieder ganz vorne mit dabei sein wird."
Und selbst Antonelli war der Meinung, dass seine schnellste Runde im zweiten Training noch Luft nach oben ließ. "Da ist definitiv noch etwas zu holen. Wir müssen noch etwas herausholen, denn wir sehen, dass die anderen ziemlich nah dran sind", mahnt Shovlin.
"Was unser Tempo angeht, besonders auf den Longruns, sehen alle ziemlich ähnlich aus, und das wird wahrscheinlich die Reihenfolge am Sonntag beeinflussen. Ich bin optimistisch, dass wir uns von unserem Ausgangspunkt aus noch etwas verbessern können."