Kleidungsstück wurde zum Markenzeichen: Löw verrät Mode-Geheimnis
Stand: 24.09.2026, 19:00 Uhr
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Joachim Löws blauer Pullover wurde zum Kult. Nun verrät der Ex-Bundestrainer, wie viel Planung hinter seinem legendären Look steckte.
München – Kaum ein Kleidungsstück ist so eng mit einem Bundestrainer verbunden wie Joachim Löws blauer Strenesse-Pullover. Der Auftritt am Spielfeldrand wurde über Jahre zu seinem Markenzeichen, sogar im Deutschen Fußballmuseum hängt das berühmte Stück. Dabei steckte hinter dem Look offenbar weniger Planung als gedacht. Löw verrät nun, dass er seine Outfits grundsätzlich selbst auswählte und sich darin vor allem wohlfühlen wollte.

„Ich suche meine Kleidung schon selbst aus“, erklärt der 66-Jährige im exklusiven Interview mit Absolut Fussball. Zwar habe er sich aus seinem Umfeld gelegentlich eine ehrliche Meinung eingeholt, am Ende müsse ein Outfit aber zur eigenen Persönlichkeit passen. Genau das sei auch beim Strenesse-Pullover entscheidend gewesen. „Am Spielfeldrand wollte ich mich nicht verkleiden, sondern authentisch bleiben“, sagt Löw über seinen legendären Look.
Ex-Bundestrainer Löw sieht Klopp als „sehr gute Lösung“ – mahnt aber auch zur Geduld
Nun wird aus dem Stück Fußballgeschichte sogar ein schickes Kleidungsstück für jeden: Eine Sonderedition des Pullovers soll ab dem 4. Oktober online und ab dem 12. Oktober in den Lidl-Filialen erhältlich sein. Das Modell besteht dabei laut Anbieter zu 100 Prozent aus Kaschmir und soll 49,99 Euro kosten.
Vom Fußball will sich der ehemalige Bundestrainer im Gespräch aber natürlich nicht lange fernhalten. Jürgen Klopp hält Löw für eine „sehr gute Lösung“ für die Nationalmannschaft. Der neue Bundestrainer habe über Jahre auf höchstem Niveau gearbeitet und könne Menschen für eine Idee begeistern. Nun müsse er allerdings die nötige Zeit und Ruhe bekommen, um seine Vorstellungen umzusetzen. Die Vorfreude der Fans ist jedenfalls kaum zu bremsen.
Auch bei Klopps angekündigten strukturellen Veränderungen mahnt Löw zur Geduld. Ein großer Verband bringe zwangsläufig zahlreiche Gremien und Interessen mit sich, weshalb Veränderungen Zeit benötigten. Der Bundestrainer könne wichtige Impulse setzen, aber nicht alles alleine verändern. Für Löw kommt es deshalb darauf an, dass die sportlich Verantwortlichen an einer gemeinsamen Linie arbeiten und die Strukturen am Ende dem Fußball dienen.
Den deutschen Fußball sieht Löw trotz des WM-Rückschlags keineswegs vor einem grundsätzlichen Absturz. Es gebe weiterhin starke Spieler, Vereine und Trainer sowie große Möglichkeiten in der Nachwuchsarbeit. Dass die großen Erfolge ausblieben, habe viele Gründe. Seine Botschaft passt dabei auch zu seinem alten Markenzeichen: Entscheidend sei, dass am Ende alles zusammenpasst. (brg)