Kleinwagen mit kleiner Mängelliste  – Gebrauchtwagen-Check: Suzuki Swift (Typ RZ)

Stand: 14.09.2026, 14:29 Uhr

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Der Suzuki Swift bleibt den klassischen Kleinwagen-Abmessungen treu

Der Suzuki Swift bleibt den klassischen Kleinwagen-Abmessungen treu © Suzuki

Gebrauchte Kleinwagen bergen oftmals die ein oder andere unangenehme Überraschung. Der Suzuki Swift der sechsten Generation zeigt, dass dies nicht sein muss und macht auch aus Vorbesitz einen guten Eindruck.

SP-X/Köln. Seit über 40 Jahren ist der Swift eine Konstante im Suzuki-Angebot. Der Kleinwagen zählt zu den erfolgreichsten Modellen der Japaner. Mittlerweile ist die siebte Generation am Start. Die Vorgängergeneration (Typ RZ) war zwischen 2017 und Ende 2025 erhältlich. 

Qualität: Der Swift (Typ RZ) hinterlässt bislang bei den TÜV-Hauptuntersuchungen (HU) einen guten Eindruck. Der Kleinwagen schneidet in der Kategorie „ohne Mängel“ besser als der Schnitt der untersuchten Fahrzeuge ab. Die Prüfpunkte Fahrwerk, Bremsen und Umwelt meistert er ohne größere Beanstandungen. Beim Check der Beleuchtungsanlage offenbart er allerdings seine dunkle Seite.  

Karosserie und Innenraum: Die sechste Generation des Suzuki Swift verweigerte sich dem allgemeinen Trend im Kleinwagenbau zu mehr Länge und Gewicht. Mit 3,84 Metern ist sie einen Zentimeter kürzer als der Vorgänger. Im Vergleich hat sie auch einige Kilos abgespeckt und bleibt bei der Basis deutlich unter 1.000 Kilogramm. Der Fünftürer hat beim Radstand (plus 2 Zentimeter) und in der Breite (plus 4 Zentimeter) zugelegt. Das sorgt für ein besseres Platzangebot. Vorne geht es recht luftig zu; wer hinten einsteigt, sollte trotzdem nicht allzu hohe Komfortansprüche haben. Das Kofferraumvolumen variiert je nach Stellung der Rücksitzlehne zwischen 265 und 947 Litern, beim Umlegen der Lehnen entsteht allerdings eine Stufe.  

Das Interieur ist solide verarbeitet. Wer es jedoch etwas schicker mag, sucht nach der seit 2018 erhältlichen Sport-Variante. Hier sorgen rote Applikationen an Armaturentafel, Türverkleidungen, Mittelkonsole und Sportsitzen für etwas mehr Pfiff. Außen gibt es etwa die Seitenschweller und den Heckdiffusor in Carbon-Optik und eine zweiflutige Sportauspuffanlage. 

2020 erhielt der Swift ein dezentes Facelift. Das ist im Wesentlichen an einem geänderten Kühlergrill samt neuer Chromleiste zu erkennen. 

Motoren und Antrieb: Typisch Kleinwagen hatte Suzuki nur Benziner für den Swift im Angebot. Ungewöhnlich für diese Fahrzeugklasse offerierten die Japaner aber auch Allrad. Den 1,2-Liter-Vierzylinder-Sauger mit 66 kW/90 PS konnten Erstkäufer mit 4x4-Antrieb ordern. Nur mit Frontantrieb war dagegen der 1,0-Liter-Dreizylinder-Turbo mit 82 kW/111 PS sowie der 1,4-Liter-Vierzylinder-Turbo mit 103 kW/140 PS (Sport) erhältlich. Im Zuge des Facelifts nahm Suzuki den Dreizylinder aus dem Programm. Das nun 95 kW/129 PS starke 1,4-Liter-Aggregat erhielt ein 48-Volt-Mildhybridsystem. Das trägt dazu bei, den Durchschnittsverbrauch der Sport-Variante zu reduzieren (4,7 statt 5,6 Liter). Die Normverbrauchswerte der anderen Motoren gab Suzuki zwischen 3,9 und 4,8 Litern an.  

Ausstattung und Sicherheit: Die bekannten Suzuki-Ausstattungslinien „Basic“, „Club“, „Comfort“ und „Comfort+“ standen auch beim Swift zur Wahl. Das Basisniveau ohne Klimaanlage spricht allerdings eher frugal als komfortorientierte Interessenten an. Auch auf einen höhenverstellbaren Fahrersitz, eine geteilte Rückbank und ein Audiosystem muss man hier verzichten. Erst ab „Club“ waren diese Komfortfeatures an Bord, dazu kamen elektrisch verstellbare Außenspiegel, eine Laderaumabdeckung und LED-Tagfahrlicht. Die zwei höheren Komfortniveaus boten ordentliche Kleinwagenausstattung. 

Mit dem Facelift fiel „Basic“ weg. Quasi über Vollausstattung verfügte die Sport-Variante. Sie hatte alles an Bord, was Suzuki für den Swift an Komfort-Optionen und Assistenten im Programm hatte. Zu den Fahrerassistenzsystemen zählten etwa Spurhalteassistent, Abstandsregeltempomat, Verkehrszeichenerkennung und Totwinkel-Warner.  

Fazit: Der Suzuki Swift (RZ) ist ein solider Kleinwagen und gibt nicht nur bei den TÜV-HU eine gute Figur ab. Er war zudem auch mit Allrad zu haben. Wer Wert auf Optik und PS legt, kann bei den Sport-Versionen glücklich werden. Laut mobile.de werden aktuell knapp 1.000 gebrauchte Suzuki Swift (Typ RZ) auf dieser Plattform zum Kauf angeboten. Los geht es ab rund 6.000 Euro. 

Dieser Artikel entstand in Kooperation mit SPS Spot Press Services.