HSV
Kommentar: Dompé wird für den HSV zum Risiko
Dem Franzosen dieser Tage bei der Arbeit zuzusehen, ist ein Jammer. Der HSV muss schnell eine Lösung finden – ein Kommentar.
In den vergangenen Wochen hat sich das Feld auch auf der Abgabenseite des HSV mehr und mehr gelichtet. Nur noch wenige Spieler, die den Verein in diesem Sommer verlassen sollen, sind da, und sie ziehen – das ist aus HSV-Sicht sehr erfreulich – voll mit. Immanuel Pherai und Emir Sahiti heben die ohnehin gute Stimmung in der Kabine sogar noch auf ein anderes Level, so versichern es Eingeweihte. Eine andere Personalie aber könnte sich zügig zu einem Problem entwickeln, sollte sich in nächster Zeit keine Lösung finden.
Jean-Luc Dompé dieser Tage bei der Arbeit zuzusehen, ist für jeden, der weiß, wozu der Franzose fußballerisch imstande ist, ein Jammer. Dass er im Urlaub ganz offensichtlich Fünfe komplett gerade sein ließ, sei ihm bis zu einem gewissen Grad gegönnt. Der Zustand, in dem er sich zum Trainingsauftakt im Volkspark präsentierte, war allerdings von Beginn an diskussionswürdig. Daran hat sich in den vergangenen drei Wochen wenig bis nichts geändert. Dass ihn zuletzt Adduktorenprobleme aus dem Tritt brachten und er dadurch noch mal wichtige Trainingstage verlor, erleichtert die Angelegenheit nicht.
Kein Trainer der Welt will einen schlecht gelaunten Dompé im Team haben
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Die Lage ist klar: Dompé will weg, am liebsten nach Saudi-Arabien, wo er den letzten großen Vertrag seiner Karriere abstauben könnte. Und der HSV will Dompé nicht mehr. Nicht so. Als einen Spieler, der auch den zahlreichen Talenten des Kaders als schlechtes Beispiel dient. Nicht zuletzt die wiederkehrenden Eskapaden außerhalb des Platzes (zuletzt die Alkoholfahrt im Januar) haben das Vertrauen des Vereins in den Profi erschüttert. Seltsame Social-Media-Posts, die nicht wirklich von Reue zeugten, taten ihr Übriges. Dass er am vergangenen Freitag ein Versprechen einlöste und Warnwesten in einer Kita verteilte, ändert daran nichts.
Wie geht es nun weiter? Momentan wäre es logisch, wenn für Dompé zum Saisonstart kein Platz im Spieltagskader wäre und er auf der Tribüne Platz nehmen müsste. Wie er darauf reagieren würde, lässt sich nur vermuten. Eines aber scheint klar zu sein: Kein Trainer der Welt will einen schlecht gelaunten Dompé im Team haben.
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Es muss eine Lösung her, so oder so. Das wäre für alle Beteiligten gut. Auch für die HSV-Fans, die Dompé trotz allem als schillernden Aufstiegshelden und wilden Vogel in Erinnerung behalten möchten. Ehe auch dieses Bild Risse bekommt.