Newsblog zum Krieg in Nahost
Trump droht Huthis mit Militärschlägen
Aktualisiert am 23.07.2026 - 17:37 UhrLesedauer: 20 Min.
Die Huthi-Miliz beschießt mindestens ein saudi-arabisches Schiff. Die US-Regierung reagiert mit einer Drohung. Alle Entwicklungen im Newsblog.
Donnerstag, 23. Juli
Krieg in Nahost: Preis für Brent-Rohöl steigt über 100 Dollar
Die erneute Eskalation im Iran-Krieg treibt den Preis für den Rohstoff wieder in die Höhe. Jetzt bricht der Ölpreis eine wichtige Marke. Lesen Sie den ganzen Artikel hier.
Schiffsverkehr im Roten Meer geht trotz Huthi-Angriffen weiter
Der Schiffsverkehr durch das Rote Meer ist am Donnerstag trotz der Angriffe der pro-iranischen Huthi-Rebellen im Jemen auf Öltanker fortgesetzt worden. Der Datenspezialist Kpler meldete bis 17 Uhr saudiarabischer Zeit 18 Durchfahrten von mit Rohstoffen beladenen Schiffen. Am Mittwoch waren es über den ganzen Tag gesehen 26 gewesen.
Die Huthis hatten zuvor "eine gezielte militärische Operation" gegen zwei saudiarabische Öltanker bekannt gegeben. Sie verweisen auf eine am Montag verkündete Seeblockade gegen saudiarabische Häfen. Die Schiffe "Encelia" und "Layla" seien mit Raketen und Drohnen attackiert worden, erklärte die pro-iranische Miliz. Aus Saudi-Arabien hieß es am Donnerstag, ein Schiff sei getroffen worden und ein Feuer an Bord ausgebrochen.
Der Vorfall schürte die Furcht vor einer Ausweitung des Iran-Krieges. Wegen des Konflikts ist bereits die für den Seetransport wichtige Straße von Hormus seit Monaten weitgehend gesperrt. Der Ölpreis, der sich deswegen bereits auf einem hohen Niveau befand, stieg am Donnerstag weiter stark an.
Huthis lassen chinesische Schiffe offenbar passieren
Die vom Iran unterstützte Huthi-Miliz im Jemen lässt nach ihrer Warnung einer Blockade des Schiffsverkehrs für Saudi-Arabien offenbar einige Schiffe mit Bezug zu anderen Ländern passieren. Einem chinesischen Öltanker sei die Durchfahrt durch die Meerenge Bab al-Mandab genehmigt worden, berichtete das Fachmedium "Lloyd's List" am Donnerstag. Chinesische Tanker, die vom saudischen Hafen Janbu im Roten Meer zurückkehrten, könnten womöglich von Fall zu Fall mit der Miliz über eine Durchfahrt verhandeln.
Die US-Denkfabrik Institute for the Study of War (ISW) zählte bisher sieben Schiffe, die nach den jüngsten Drohungen der Huthi-Miliz ihren Kurs änderten, um eine Durchfahrt des Bab al-Mandab zu vermeiden. Die Miliz hatte am Montag eine Blockade der Seefahrt für Saudi-Arabien erklärt. In der Nacht zum Donnerstag wurde der saudische Öltanker "Encelia" angegriffen, woraufhin an Bord ein Feuer ausbrach. Die Huthi reklamierten zwei Angriffe auf saudische Öltanker für sich.
Durch das Rote Meer und die wichtige Meerenge Bab al-Mandab vor Jemens Küste führt der Seeweg von Asien über den Suezkanal nach Europa. Die Huthi hatten den Welthandel mit Angriffen auf Schiffe im Roten Meer ab 2023 bereits massiv beeinträchtigt. Die Miliz kontrolliert vor allem den Norden und weite Gebiete im Westen des Landes samt der dort liegenden Küsten am Roten Meer.
Trump droht Huthis mit Militärschlägen
US-Präsident Donald Trump hat den Huthi-Rebellen im Jemen nach Angriffen auf saudiarabische Öltanker im Roten Meer militärische Gegenschläge angedroht. Trump schrieb am Donnerstag auf seiner Onlineplattform Truth Social, er sei "sehr enttäuscht" über die mit dem Iran verbündete Miliz. Sollten die Huthis erneut Öltanker angreifen, werde ihnen und auch dem Iran eine "bedeutende militärische Bestrafung" auferlegt.
Die Huthi-Miliz hatte nur wenige Tage nach der Bekanntgabe einer Seeblockade im Roten Meer nach eigenen Angaben zwei saudiarabische Öltanker beschossen. Aus Saudi-Arabien hieß es am Donnerstag, ein Schiff sei getroffen worden und ein Feuer an Bord ausgebrochen. Damit entwickelt sich im Zuge des Iran-Krieges offenbar eine weitere Front.
Trump schrieb nun auf Truth Social, die USA hätten die Huthi-Rebellen bereits im vergangenen Jahr nach Angriffen auf die Schifffahrt hart attackiert. "Seitdem, und während unseres Konflikts mit dem Iran, haben sie sehr verantwortungsvoll gehandelt. Leider fangen sie jetzt wieder an und haben gestern Abend auf zwei saudiarabische Schiffe geschossen." Die Huthis hatten während des Gazakriegs Schiffe attackiert, die sie mit Israel in Verbindung brachten. Die Miliz gehört wie die Hisbollah im Libanon und die Hamas im Gazastreifen zu der vom Iran angeführten sogenannten "Achse des Widerstands". Deren Ziel ist die Vernichtung Israels.
Saudi-arabisches Schiff im Roten Meer beschossen
Ein Schiff einer Reederei aus Saudi-Arabien ist im Roten Meer angegriffen worden. Das Schiff sei nach Angaben des Kapitäns von einem unbekannten Geschoss getroffen worden, das ein Feuer ausgelöst habe, teilte die britische Behörde zur Sicherheit der Schifffahrt (UKMTO) mit. Verletzte gebe es nicht.
Ein Beamter der saudi-arabischen Verkehrsbehörde TGA sagte der amtlichen Nachrichtenagentur Spa, der Brand sei am Bug der "Encelia" ausgebrochen, die Besatzung in Sicherheit. Der Angriff verstoße gegen Völkerrecht und das Prinzip der sicheren Passage von Handelsschiffen. Der Vorfall ereignete sich laut UKMTO knapp 130 Kilometer südwestlich des Küstenorts Al-Schukaik in Saudi-Arabien.
Die vom Iran unterstützte Huthi-Miliz im Jemen teilte etwa zur gleichen Zeit mit, sie habe zwei saudi-arabische Öltanker angegriffen, die die von ihr ausgerufene "Blockade" im Roten Meer verletzt hätten. Das berichtete die von der Miliz kontrollierte Nachrichtenagentur Saba. Es seien Raketen, Marschflugkörper und Drohnen eingesetzt worden. Auf beiden Schiffen brachen demnach Feuer aus, etwa zehn Schiffe seien zur Umkehr gezwungen worden.
Trump droht Iran
US-Präsident Donald Trump hat bei einer Veranstaltung in Marietta im US-Bundesstaat Georgia betont, dass der Iran aus seiner Sicht noch nicht bereit für einen Deal sei. Immer wenn Teheran einen Kompromiss schließe, wollten die Iraner ihn danach wieder ändern, kritisierte Trump. "Sie sind noch nicht bereit. Sie werden aber sehr bald bereit sein", betonte er – was sich als indirekte Drohung interpretieren ließ.
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Bereits am Mittwochmorgen (US-Ostküstenzeit) hatte Trump dem Iran sehr deutlich gedroht: Die Vereinigten Staaten würden künftig jedes Mal eine Brücke oder ein Kraftwerk im Iran "bombardieren und zerstören", wenn die Islamische Republik ein Schiff in der Straße von Hormus beschießt, schrieb er auf seiner Plattform Truth Social. Dabei würden auch Brücken und Kraftwerke in Teheran oder in der Nähe der Hauptstadt ins Visier genommen.
USA beginnen neue Angriffe
Das US-Militär hat nach eigenen Angaben neue Angriffe gegen militärische Ziele im Iran gestartet. Diese hätten um 1.00 Uhr Ortszeit im Iran begonnen, teilte das für die Region zuständige US-Kommando Centcom auf der Plattform X mit. Es ist die zwölfte Nacht in Folge, in der die USA die Islamische Republik angriffen.
Mittwoch, 22. Juli
Huthi: Haben zwei Öltanker angegriffen
Die vom Iran unterstützte Huthi-Terrorgruppe im Jemen hat nach eigenen Angaben zwei saudische Öltanker angegriffen. Die Schiffe mit den Namen ENCELA und LAYLIA hätten eine von der Gruppe verhängte Seeblockade verletzt, hieß es zur Begründung. Die Huthi hatten am Montag eine Seeblockade gegen Saudi-Arabien verhängt. Eine Stellungnahme von Saudi-Arabien liegt zunächst nicht vor.
Iranischer Parlamentspräsident: Es geht um alles oder nichts
Der Iran droht im Konflikt mit den USA, Ölexporte anderer Länder der Region zu verhindern, wenn er selbst kein Öl exportieren kann. Es gehe in diesem Krieg um alles oder nichts, schrieb der iranische Parlamentspräsident und Verhandlungsführer Mohammed Bagher Ghalibaf auf der Plattform X. Wenn der Iran sein Öl nicht verkaufen könne, werde niemand sonst in der Region sein Öl verkaufen können.
Wenn die Sicherheit des Irans nicht gewährleistet sei, werde keine Infrastruktur sicher sein. Mit Blick auf die für den weltweiten Ölhandel wichtige Straße von Hormus fügte er hinzu, die Sicherheit der Meerenge hänge davon ab, dass keine amerikanischen Streitkräfte dort stationiert sind. Der Iran habe wiederholt erklärt, dass die Lage dort nicht wieder so werde wie vor dem Krieg.
USA geben Atom-Abkommen mit Saudi-Arabien bekannt
Die USA haben ein Abkommen über die Nutzung der Kernenergie mit Saudi-Arabien bekannt gegeben. Der US-Energieminister Chris Wright und der saudische Energieminister Prinz Abdulaziz bin Salman, unterzeichneten ein Abkommen über die friedliche Nutzung der Kernenergie sowie ein begleitendes bilaterales Sicherungsabkommen, wie das US-Energieministerium mitteilte.
Saudi-Arabien und Vereinigte Arabische Emirate haben sich offenbar wieder angenähert
Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate haben sich nach ihrem Zerwürfnis im Winter offenbar wieder angenähert. Am Dienstag veröffentlichte der Chef der saudiarabischen Behörde für Unterhaltung, Turki al-Sheich, im Onlinedienst X ein Foto des saudischen Verteidigungsministers Chaled bin Salman, das diesen zusammen mit dem emiratischen Vizepräsidenten Mansur bin Sayed zeigt.
Al-Sheich schrieb zu dem Bild, das demnach vor wenigen Tagen aufgenommen worden war: "Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate: eine Geschichte brüderlicher Beziehungen und eine starke Partnerschaft." Der emiratische Präsidentenberater Anwar Gargasch teilte das Bild und fügte hinzu: "Die wichtigste Geschichte am Golf in einem Foto dargestellt".
USA könnten Nahost-Land Weg zur Atombombe ebnen
Die USA wollen wohl ein Atomabkommen mit Saudi-Arabien unterzeichnen. Doch ein entscheidender Schutzmechanismus fehlt. Lesen Sie hier mehr dazu.
US-Militär beendet nächtliche Angriffswelle gegen Iran
Das US-Militär hat nach eigenen Angaben erneut militärische Ziele im Iran angegriffen. Damit sollten die Möglichkeiten des Landes geschwächt werden, Handelsschiffe in der für den Ölhandel wichtigen Straße von Hormus anzugreifen, teilte das für die Region zuständige US-Kommando Centcom auf der Plattform X mit. Es ist die elfte Nacht in Folge, in der die USA die Islamische Republik angriffen.
Nach gut einer Stunde gab Centcom dann bekannt, dass die Angriffswelle beendet sei. Zu den Zielen zählten demnach unter anderem militärische Einsatzzentralen, Drohnenlager und Flugzeughangars.
Explosionen in Teheran – Flugabwehr im Einsatz
Erstmals seit Beginn der jüngsten Eskalation im Iran-Krieg ist in der Hauptstadt Teheran wieder die Flugabwehr aktiviert worden. Im Nordosten der Millionenmetropole waren in der Nacht dumpfe Detonationen zu hören, wie ein dpa-Reporter berichtete. Parallel zu den Explosionen in Teheran informierte das US-Militär über eine neue Welle von Angriffen auf militärische Ziele im Iran.
Auch iranische Staatsmedien berichteten über Flugabwehrfeuer in verschiedenen Bezirken der Stadt, in der rund 15 Millionen Menschen leben. Kurz darauf herrschte wieder Ruhe – und das US-Militär gab das Ende seiner Angriffswelle bekannt.
US-Militär meldet neue Angriffswelle gegen Iran
Das US-Militär hat nach eigenen Angaben neue Angriffe auf militärische Ziele im Iran gestartet. Damit sollten die Möglichkeiten des Landes geschwächt werden, Handelsschiffe in der für den Ölhandel wichtigen Straße von Hormus angreifen zu können, teilte das für die Region zuständige US-Kommando Centcom auf der Plattform X mit. Es ist die elfte Nacht in Folge, in der die USA die Islamische Republik angreifen. Die genauen Ziele der neuen Angriffe machte Centcom nicht bekannt.
US-Präsident Donald Trump hatte dem Iran Stunden zuvor mit weiteren Angriffen gedroht und dabei konkret ein Areal rund um eine Anlage genannt, die als "Pickaxe Mountain" bekannt ist. "Wir werden diesen Bereich in Kürze ins Visier nehmen, und zwar mit voller Wucht", sagte er am Dienstag bei einem Treffen mit dem libanesischen Präsidenten Joseph Aoun im Weißen Haus.
Bereits zuvor hatte der Republikaner eine Attacke auf den Komplex angedroht, der im Berg Kuh-e Kolang südlich der Nuklearanlage Natans im Zentraliran liegt. Trump betonte zudem, dass das US-Militär jede Anlage ins Visier nehmen werde, die die Führung in Teheran für atomare Zwecke nutzen wolle.
Iran droht USA bei Angriff auf Atomanlagen mit Vergeltung
Das oberste Militärkommando des Iran droht mit Angriffen auf Ziele der USA und ihrer Verbündeten, sollte Washington iranische Atomanlagen attackieren. Dies berichten staatliche Medien. Die Erklärung des zentralen Hauptquartiers Chatam al-Anbija folgt auf Äußerungen von US-Präsident Donald Trump, wonach die USA "sehr bald" die Region um "Pickaxe Mountain" angreifen würden. Gemeint ist das stark befestigte Tunnelsystem im Berg Kuh-e Kolang.
Hegseth: Iran-Krieg kostet USA bisher 37,5 Milliarden Dollar
Der Krieg gegen den Iran kostet die USA nach Angaben von Verteidigungsminister Pete Hegseth inzwischen 37,5 Milliarden Dollar (rund 32 Milliarden Euro). Das sagte Hegseth bei einer Anhörung im US-Senat auf Nachfrage des demokratischen Senators Dick Durbin. Die bisherige Schätzung hatte bei 29 Milliarden Dollar gelegen.
Hegseth machte zugleich deutlich, dass es sich nicht ausschließlich um bereits angefallene Kosten handelt. Die Summe umfasse neben den bisherigen Ausgaben auch erwartete Kosten bis zum Ende des laufenden Haushaltsjahres am 30. September. Dazu zählten unter anderem Soldzahlungen für Militärangehörige sowie Betriebs- und Wartungskosten. Durbin fragte weiter, ob die anhaltenden Gefechte darauf hindeuteten, dass die Kosten in den kommenden Monaten weiter steigen könnten. Hegseth antwortete, ein Teil der genannten 37,5 Milliarden Dollar berücksichtige bereits voraussichtliche Ausgaben bis Ende September.
Hegseth warb im Kongress für einen Nachtragshaushalt in Höhe von 67 Milliarden Dollar für das Verteidigungsministerium. Das Geld soll unter anderem die Einsatzbereitschaft der Streitkräfte sichern, verbrauchtes Material ersetzen und Investitionen in Munition sowie neue Waffensysteme beschleunigen.
Trump sagt libanesischem Präsidenten Unterstützung zu
Trump hat bei einem Besuch seines libanesischen Amtskollegen Joseph Aoun im Weißen Haus dem Libanon Unterstützung bei seinen Bemühungen um einen Frieden mit Israel zugesagt. Der Libanon sei "sehr schlecht behandelt" und seit Jahrzehnten "hart getroffen" worden, sagte Trump an der Seite von Aoun im Oval Office am Dienstag vor Journalisten.
Der Libanon sei "wahrscheinlich in vielerlei Hinsicht ein gefährlicher Ort", sagte Trump weiter. "Aber sie lieben ihr Land und wir werden ihm helfen. Wir werden ihm sehr helfen", betonte er. Aoun forderte seinerseits, dass die libanesischen Streitkräfte (LAF) unterstützt werden müssen. "Ohne die LAF wird alles zusammenbrechen", sagte er. Die Armee sei das "Rückgrat der Sicherheit und Stabilität" des Landes.
Aoun bedankte sich bei seinem Gastgeber zudem für den "historischen Besuch und den gemeinsam mit der Unterzeichnung des Rahmenabkommens erzielten historischen Erfolg". Sein "oberstes Ziel sei es, den Zustand der Feindschaft zwischen dem Libanon und Israel ein für alle Mal zu beenden", erklärte er.
Dienstag, 21. Juli
Trump bringt Angriff auf "Pickaxe Mountain" auf
Im festgefahrenen Iran-Krieg hat US-Präsident Donald Trump erneut mit US-Angriffen auf das Areal rund um die iranische Atomeinrichtung gedroht, die als "Pickaxe Mountain" bekannt ist. "Wir werden diesen Bereich in Kürze ins Visier nehmen, und zwar mit voller Wucht", sagte er bei einem Treffen mit dem libanesischen Präsidenten Joseph Aoun im Weißen Haus. Bereits zuvor hatte der Republikaner eine entsprechende Attacke auf den Komplex angedroht, der im Berg Kuh-e Kolang südlich der Nuklearanlage Natans im Zentraliran liegt.
Trump betonte zudem, dass das US-Militär jede Anlage ins Visier nehmen werde, die die Führung in Teheran für atomare Zwecke nutzen wolle. Er drohte mit noch heftigeren Angriffen. "Ehrlich gesagt haben sie bislang nichts gesehen. Wir waren nett", behauptete er in Gegenwart von Journalisten und Politikern. Nach Trumps Darstellung hatten die US-Angriffe auf iranische Ziele das Land hart getroffen. Das Land bräuchte Jahrzehnte für den Wiederaufbau.
Mit Blick auf die Dauer des Kriegs zeigte sich Trump unnachgiebig. "Wenn wir morgen gehen würden, hätten wir einen riesigen Erfolg verzeichnet. Aber wir werden morgen nicht weggehen", sagte er.
Trump: Dann "kümmern" wir uns um Huthis
US-Präsident Donald Trump hat die jemenitische Huthi-Miliz davor gewarnt, saudiarabische Häfen zu blockieren. "Falls so etwas passiert, werden wir uns darum kümmern", sagte Trump am Dienstag während eines Treffens mit dem libanesischen Präsidenten Joseph Aoun im Weißen Haus. "Wir sind schon früher gegen die Huthis vorgegangen, und wir haben seitdem nichts mehr von ihnen gehört."
Die Huthis hatten am Montag eine Seeblockade gegen Saudi-Arabien angekündigt, die demnach sofort beginnen sollte. Huthi-Sprecher Jahja Saree machte aber keine Angaben dazu, wie die Blockade konkret umgesetzt werden könnte. Der Ölexport Saudi-Arabiens – des größten Rohölexporteurs der Welt – ist bereits durch die Blockade der Straße von Hormus stark eingeschränkt.
Der Bürgerkrieg im Jemen begann im Jahr 2014, er gilt als Stellvertreterkrieg zwischen dem Iran und Saudi-Arabien. Während Teheran die Huthis unterstützt, die inzwischen weite Teile des Landes kontrollieren, stehen Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate hinter der jemenitischen Regierung. Die US-Armee hat in der Vergangenheit wiederholt mutmaßliche Huthi-Stellungen im Jemen bombardiert, zuletzt im Mai 2025. Damals vermittelte der Oman eine Waffenruhe.
Huthi-Miliz: Sechs Schiffe zur Umkehr gezwungen
Die vom Iran unterstützte Huthi-Miliz hat eigenen Angaben zufolge sechs Schiffe in der Region im Rahmen ihrer verkündeten "Blockade" zur Umkehr gezwungen. Das berichtete die von der Miliz kontrollierte Nachrichtenagentur Saba unter Berufung auf deren Militärkreise. Innerhalb von 24 Stunden seien sechs Schiffe nach Warnungen der Huthi umgekehrt, berichtete Saba. Eine unabhängige Bestätigung dafür gab es zunächst nicht. Saba berichtete auch nicht, wo genau die Schiffe mutmaßlich umkehrten. Jemen-Experten zufolge verbreitete die Miliz über Funk zuletzt aber eine entsprechende Warnung an Schiffe.
US-Präsident Donald Trump sagte in Washington, dass es in der Region bisher keine Blockade der Miliz gegeben habe. "Wir haben länger nicht von ihnen gehört", sagte Trump am späten Vormittag (US-Ortszeit) während eines Treffens mit Libanons Präsident Joseph Aoun im Weißen Haus. "Wenn es passiert, werden wir uns um die Sache kümmern." Die USA seien zuvor schon "energisch" gegen die Huthi vorgegangen, sagte Trump mit Verweis auf US-Luftangriffe im Jemen im vergangenen Jahr.
Die Huthis hatten am Montag eine Blockade für saudische Schiffe angekündigt – rund eine Woche nach einer neuen Konfrontation mit dem Nachbarland, mit dem die Miliz seit mehr als zehn Jahren Krieg führt. Für Saudi-Arabien gelte ab sofort ein "Verbot der Schifffahrt", sagte Huthi-Militärsprecher Jahja Sari. Er sagte dabei nicht, in welchen Gewässern das Verbot gelten soll. Die Huthi hatten zuvor bereits eine "komplette Blockade" der Seefahrt für Israel angekündigt, woraufhin es zu mehreren Zwischenfällen kam.
Kilometerlanger Erdwall: Israel schafft in Gaza neue Fakten
Mit einem kilometerlangen Grenzwall hat die israelische Armee den Gazastreifen geteilt. Die Palästinenser fürchten, dass sie das Gebiet dauerhaft verlieren könnten. Lesen Sie den ganzen Artikel hier.
IEA: Iran-Krieg setzt Ölversorgung unter Druck
Angesichts des wieder aufgeflammten Iran-Kriegs sieht die Internationale Energieagentur (IEA) die weltweite Ölversorgung zunehmend unter Druck. "Die Eskalation der Feindseligkeiten, von der die Straße von Hormus und die Energieinfrastruktur in der Region betroffen sind, verstärkt die Sorgen um die Versorgungssicherheit und die Unsicherheit hinsichtlich der Marktaussichten", sagte IEA-Direktor Fatih Birol. "Bedrohungen für die Meerenge von Bab al-Mandab, die als Umgehungsroute für die Straße von Hormus zunehmend an Bedeutung gewonnen hat, verschärfen diese Sorgen noch weiter."
Die verfügbaren kommerziellen Lagerbestände schrumpften weiter und die Arbeit der Raffinerien sowie das Produktangebot hätten nicht im gleichen Maße zugenommen wie die Rohöllieferungen, erklärte der IEA-Chef. Das bedeute, dass die Märkte für raffinierte Ölprodukte, darunter Diesel und Benzin, deutlich angespannter seien als die für Rohöl.
Dabei profitierten die Rohölmärkte von verstärkten Lieferungen von Produzenten aus der Golfregion wie Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emirate, die über alternative Routen zur Straße von Hormus exportierten und gewisse Mengen weiter durch die Meerenge verschifften. Außerdem hätten Ölproduzenten insbesondere in den USA, Brasilien, Venezuela und Kasachstan ihre Exporte erhöht und damit einen Teil der Versorgungsausfälle aus der Golfregion ausgeglichen. Auf der Nachfrageseite habe China die Märkte stabilisiert, indem es seine Rohölimporte reduziert habe.
Iranische Angriffe treffen Kraftwerke und Entsalzungsanlagen
Mehrere Strom- und Meerwasserentsalzungsanlagen in Kuwait sind nach Regierungsangaben erneut Ziel iranischer Angriffe geworden. Durch die Attacken am Montagabend seien in mehreren Einrichtungen Brände ausgebrochen, erklärte das Ministerium für Elektrizität, Wasser und erneuerbare Energien am Mittag.
Der entstandene Schaden werde derzeit erfasst, während Arbeiten zur Reparatur und Wiederherstellung der betroffenen Anlagen vorbereitet würden. Mehrere Einheiten seien vorsorglich vom Netz genommen worden, um die Anlagen zu schützen und die Stabilität der Strom- und Wasserversorgung zu sichern.
Kreise: Iranischer Minister trifft Vermittler in Pakistan
Inmitten gegenseitiger Angriffe zwischen den USA und dem Iran trifft sich der iranische Innenminister Eskandar Momeni laut pakistanischen Sicherheitskreisen mit führenden Vermittlern in Islamabad. Nach einem Termin mit Pakistans Armeechef Asim Munir sei Momeni derzeit im Gespräch mit Premierminister Shehbaz Sharif, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur von mit der Angelegenheit vertrauten Quellen in der pakistanischen Hauptstadt.
Über Gesprächsinhalte wurde zunächst nichts bekannt. Bereits zuvor hatten die Kreise jedoch davon gesprochen, Pakistan werde darauf hinwirken, dass für eine neuerliche Verhandlungslösung im Krieg zwischen den USA und dem Iran diesmal eine Öffnung der für den internationalen Handel wichtigen Straße von Hormus von den mächtigen iranischen Revolutionsgarden verkündet werden müsse. Pakistan gilt neben dem Golfstaat Katar als zentraler Vermittler in dem Konflikt zwischen Washington und Teheran.
Israels Finanzminister: Kein Interesse an Beteiligung an Iran-Konflikt
Israel hat nach Angaben von Finanzminister Bezalel Smotrich kein Interesse daran, sich in den gegenwärtigen Konflikt zwischen den USA und dem Iran hineinziehen zu lassen. "Die aktuelle Situation, in der es einen begrenzten Konflikt zwischen dem Iran und den Vereinigten Staaten gibt, ist die richtige und beste für uns", sagte Smotrich mehreren israelischen Medien zufolge auf einer Konferenz. Israels oberstes Ziel sei die Schwächung der Führung des Iran, und der beste Weg dorthin seien wirtschaftliche Maßnahmen, so der Minister.
Der Konflikt zwischen den USA und dem Iran war in den vergangenen Tagen mit US-Luftangriffen und iranischen Vergeltungsattacken in der Region erneut eskaliert. Bei Beginn des Krieges im Februar waren die USA und Israel noch gemeinsam gegen den Iran vorgegangen.
Jordanien wehrt iranischen Beschuss ab
Jordaniens Armee hat nach eigenen Angaben erneut iranische Angriffe abgewehrt. In der Nacht und am Morgen seien fünf aus dem Iran abgefeuerte Drohnen abgefangen worden, teilten die Streitkräfte mit. Verletzte oder Sachschäden habe es nicht gegeben.
Libanesische Armee rückt in erste Pilotzone ein
Die libanesische Armee hat nach eigenen Angaben mit der Verlegung von Truppen in die Ortschaft Sautar al-Gharbija im Rahmen einer Sicherheitsvereinbarung mit Israel begonnen. Die Ortschaft ist eine von mehreren sogenannten Pilotzonen im Südlibanon. Hier soll ein Abzug der weiterhin im Libanon stationierten israelischen Truppen getestet werden.
In diesen Zonen sollen die libanesischen Streitkräfte die Kontrolle übernehmen und die Hisbollah entwaffnen, während sich die israelische Armee gleichzeitig schrittweise zurückzieht. Die Pilotzonen sollen zeigen, ob dieser Ablauf in der Praxis funktioniert, bevor das Vorgehen auf weitere Gebiete ausgeweitet wird.
Libanesische Anwohner in den als Pilotzonen ausgezeichneten Orten zweifelten die Absichten des Plans in ihren Dörfern an. Diese Gebiete seien nicht von Israel besetzt, sondern vielmehr dessen Beschuss ausgesetzt gewesen, sagten Bewohner einem dpa-Fotografen vor Ort. Aus libanesischen Sicherheitskreisen hieß es, die israelische Armee hätte in Sautar al-Gharbija keine festen Stützpunkte unterhalten, sondern habe Gebiet üblicherweise betreten und wieder verlassen.
Pentagon soll verletzte US-Soldaten verheimlicht haben
Der Krieg im Nahen Osten ist wieder eskaliert und iranische Angriffe treffen US-Stützpunkte in der Region. Über die Folgen schweigt das Pentagon jedoch immer häufiger. Mehr dazu lesen Sie hier.
"Unbekanntes Geschoss" trifft Tanker in Straße von Hormus
In der Straße von Hormus ist erneut ein Tanker angegriffen worden. Er sei vor der Küste des Omans von einem "unbekannten Geschoss" getroffen worden, meldete die britische Behörde zur Sicherheit der Schifffahrt (UKMTO) in der Nacht. Der Vorfall ereignete sich demnach acht Seemeilen (knapp 15 Kilometer) nordöstlich des omanischen Ortes Limah.
Erst am Vortag war vor der Küste des Omans ein Schiff angegriffen worden und in Brand geraten. Der Iran verlangt, dass Schiffe eine Route entlang der eigenen Küste nehmen.
Die Führung in Teheran hatte zuvor wiederholt erklärt, nur die vom Iran vorgegebene Route durch die Straße von Hormus sei sicher. Der Streit um die für den globalen Handel mit Öl, Gas und Dünger wichtige Meerenge und die Frage, wie die Durchfahrt geregelt wird, ist der wesentliche Grund, warum der Krieg zwischen den USA und dem Iran derzeit wieder eskaliert.
Wieder nächtliche Explosionen im Iran
Nach Beginn der erneuten Angriffswelle des US-Militärs auf Ziele im Iran melden örtliche Medien in der Nacht Explosionen in mehreren Gebieten der Islamischen Republik. Laut der iranischen Nachrichtenagentur Tasnim wurden Explosionen aus Konarak in der südöstlichen Provinz Sistan-Belutschistan und der Hafenstadt Tschahbahar am Golf vom Oman gemeldet. Der regierungstreue Sender Press TV berichtete zudem von US-Angriffen im Gebiet der Stadt Schiras im zentralen Süden des Iran. Die Nachrichtenagentur Fars meldete mehrere Explosionen im Bereich der Insel Gheschm in der Straße von Hormus sowie bei der Großstadt Bandar Abbas. Das US-Militär greift nach eigenen Angaben in der nunmehr zehnten Nacht in Folge an.
US-Armee meldet neue Welle von Luftangriffen auf den Iran
Die US-Armee hat am Montagabend eigenen Angaben zufolge eine neue Angriffswelle gegen den Iran gestartet. Durch die Angriffe solle Teheran daran gehindert werden, erneut Schiffe in der Straße von Hormus anzugreifen, erklärte die US-Armee im Onlinedienst X. Die Angriffe seien auf Anordnung von US-Präsident Donald Trump als "Oberbefehlshaber" der Streitkräfte um 22 Uhr MESZ aufgenommen worden, teilte das für die Region zuständige Regionalkommando Centcom im Onlinedienst X mit.
Von Riad geführte Koalition will Handelsschiffe schützen
Die von Saudi-Arabien geführte Militärkoalition kündigt eine entschlossene Reaktion auf die Drohungen der jemenitischen Huthi-Rebellen gegen Handelsschiffe an. Dies sei eine eklatante Verletzung des Völkerrechts und stelle einen Akt der Piraterie dar, teilt das Bündnis mit. Es seien bereits Schutzmaßnahmen für Schiffe eingeleitet worden, die die Meerenge Bab al-Mandab passieren.
Insider: Schiffsversicherungen im Roten Meer nach Huthi-Blockade teurer
Die Versicherungskosten für Frachtschiffe im Roten Meer steigen nach der Ankündigung einer Seeblockade Saudi-Arabiens durch die jemenitischen Huthi-Rebellen. Die Prämien für Kriegsrisiken klettern von rund 0,3 auf etwa 0,75 Prozent des Schiffswertes, wie Insider aus der Versicherungsbranche sagten. Dies bedeute für eine siebentägige Reise zusätzliche Kosten von Hunderttausenden Dollar. Die britische Seesicherheitsfirma Ambrey stuft Schiffe mit Bezug zu Saudi-Arabien sowie Häfen des Landes am Roten Meer als stark gefährdet ein.
Montag, 20. Juli
Trump droht Iran nach toten US-Soldaten mit Vergeltung
Vor dem Hintergrund der jüngsten Eskalation im Iran-Krieg hat US-Präsident Donald Trump dem Iran mit besonders harter Vergeltung gedroht. "Jedes Mal, wenn der Iran einen amerikanischen Soldaten tötet, wird er diesen Tod um ein Vielfaches bezahlen!", schrieb er auf seiner Plattform Truth Social. Er habe unter anderem US-Verteidigungsminister Pete Hegseth und Generalstabschef Dan Caine entsprechend angewiesen – was genau das US-Militär auf Trumps Anordnung hin tun soll, ließ der Präsident offen.
Am Wochenende hatte das US-Militär erstmals seit den Anfangstagen des Iran-Kriegs wieder den Tod von drei weiteren US-Soldaten nach iranischem Beschuss verkündet. Zwei von ihnen waren demnach am Freitag bei einem Einsatz in Jordanien ums Leben gekommen, als sich US-Streitkräfte und Verbündete gegen iranische Raketen- und Drohnenangriffe verteidigten.
Huthi kündigen Blockade für saudische Schiffe an
Die mit dem Iran verbündete Huthi-Miliz im Jemen hat erneut mit Angriffen in der Region gedroht und eine "Blockade" für saudische Schiffe angekündigt. Für Saudi-Arabien gelte ab sofort ein "Verbot der Schifffahrt", sagte Huthi-Militärsprecher Jahja Sari in einer Videobotschaft. Die Huthi seien zudem "vollständig bereit für alle Optionen", sagte er mit Verweis auf mögliche neue Angriffe.
Im Krieg der Huthi mit der international anerkannten Regierung im Jemen, die von Saudi-Arabien unterstützt wird, gilt seit 2022 eine informelle Waffenruhe. Doch nach einer neuen Konfrontation vor einer Woche gibt es Befürchtungen, dass der Krieg wieder aufflammen könnte.
Saudi-Arabien war 2015 in den Bürgerkrieg eingetreten und verhängte eine Luft-, See- und Landblockade mit dem erklärten Ziel, den Waffenschmuggel zu den Huthi zu unterbinden. Die Blockade ist faktisch aber auch Mittel für einen Wirtschaftskrieg, um Druck auf die Miliz auszuüben und zu kontrollieren, welche Güter ins Land kommen. Dies trifft vor allem die Zivilbevölkerung, von der mehr als 22 Millionen Menschen auf humanitäre Hilfe angewiesen sind.
Chalil al-Haja wird neuer Anführer der Hamas
Chalil al-Haja ist nach Angaben der Hamas neuer Chef der Islamistenorganisation. Zuvor gab es eine interne Wahl über den Posten innerhalb der Terrororganisation. Seit Israels Tötung von Jahia al-Sinwar im Oktober 2024 wurde die Hamas von einem fünfköpfigen Führungsrat geleitet, dem auch al-Haja angehörte. Er ist auch Unterhändler bei den Verhandlungen über eine dauerhafte Friedensregelung für den Gazastreifen.
Al-Haja, geboren im Gazastreifen, hält sich die meiste Zeit in Katar auf. Im vergangenen Jahr hatte Israels Luftwaffe versucht, die Führungsspitze der Hamas in der katarischen Hauptstadt Doha anzugreifen – al-Haja war dabei Berichten zufolge ein Ziel. Nach Hamas-Angaben schlug die Attacke jedoch fehl. Vier seiner Söhne wurden bei israelischen Angriffen getötet, darunter einer bei dem Angriff in Doha.
Dritter US-Soldat nach iranischen Angriffen für tot erklärt
Nach iranischen Angriffen auf Jordanien ist ein dritter US-Soldat nun für tot erklärt worden. Das US-Zentralkommando meldete, nicht identifizierte menschliche Überreste gefunden zu haben, schreibt NBC News. Derzeit wird untersucht, ob es sich um den vermissten Soldaten handelt.
Die drei Soldaten waren am Freitag bei einem iranischen Angriff auf US-amerikanische und Partnerstreitkräfte in Jordanien getötet worden. Unabhängig davon sei ein weiterer US-Soldat im Nordirak bei einer kontrollierten Sprengung von nicht explodiertem Munitionsgut aus einer iranischen Drohne getötet worden, so das Zentralkommando weiter. Ein weiterer Soldat wurde dabei leicht verletzt. "Unser tiefstes Mitgefühl gilt diesen Familien", zitiert NBC News US-Außenminister Marco Rubio. "Das sind Helden, die ihr Leben für uns geopfert haben."
Straße von Hormus: Schiff nahe Omans Küste in Brand
In der Straße von Hormus ist erneut ein Schiff angegriffen worden. Es sei von einem "unbekannten Geschoss" getroffen worden, meldete die britische Behörde zur Sicherheit der Schifffahrt (UKMTO) in der Nacht. Der Vorfall ereignete sich demnach acht Seemeilen (knapp 15 Kilometer) nordwestlich des omanischen Ortes Kumsar. An Bord sei ein Feuer ausgebrochen, woraufhin die Besatzung evakuiert worden sei. "Der Brand ist nicht gelöscht worden und das Schiff treibt derzeit" auf See, meldete UKMTO. Schiffen wurde empfohlen, die Region mit Vorsicht zu durchfahren.
Ein unter der Flagge Maltas fahrender Öltanker habe an diesem Standort einen Notruf abgesetzt, berichtete die Sicherheitsfirma Ambrey. Irans Revolutionsgarden (IRGC) teilten der Nachrichtenagentur Fars zufolge mit, zwei Öltanker seien in der Meerenge "explodiert". Diese beiden "Abweichler" hätten versucht, in die Straße von Hormus und aus dieser hinaus über "die unsichere Route" zu fahren. Die Schiffe seien unter Druck des US-Militärs gezwungen worden, nicht die "ausgewiesenen sicheren Seewege" zu nutzen. Teheran hatte zuvor wiederholt erklärt, nur eine vom Iran vorgegebene Route durch die Straße von Hormus sei sicher.
Iran: Vermittler machen Vorschläge für Verhandlungen mit den USA
Der Iran hat angesichts der neuen militärischen Eskalation mit den USA eigenen Angaben zufolge Vorschläge von Vermittlern für eine Wiederaufnahme der Verhandlungen erhalten. Außenamtssprecher Ismail Baghai bestätigte eine entsprechende Frage in Teheran, wie die staatliche Nachrichtenagentur Irna berichtete.
Der Iran werde sich jedoch weiter entschlossen verteidigen, sagte der Sprecher. "Ich betone erneut, dass der diplomatische Apparat seine Aufgaben gemeinsam und im Einklang mit den Verteidigern des Vaterlandes in den Streitkräften weiterverfolgt. Die über Vermittler vorgebrachten Vorschläge wurden uns mitgeteilt und sind bei uns eingegangen", sagte Baghai.
USA laut Rubio weiter für Gespräche mit dem Iran offen
Die USA sind trotz neuer Angriffe gegen den Iran laut Außenminister Marco Rubio weiter zu Gesprächen mit Teheran bereit. "Wir sind stets offen für Diplomatie", sagte er am Sonntagabend (Ortszeit) vor seinem Abflug zum Außenministertreffen der südostasiatischen Staatengemeinschaft Asean. Es müsse aber eine Vereinbarung sein, die einzuhalten Teheran auch bereit sei. "Wir haben es mehrfach mit dem Iran versucht und werden es auch weiterhin versuchen. Sollte sich diese Tür öffnen, würden wir das begrüßen", ergänzte Rubio.
Das US-Militär bombardierte in der neunten Nacht in Folge Ziele in der Islamischen Republik. Von dort wurden Explosionen in gleich mehreren Gebieten gemeldet. Als Reaktion auf die US-Angriffe führte Teheran erneut Vergeltungsschläge gegen Länder mit US-Militärstützpunkten in der Region aus.
Sirenen heulen in Bahrain – Drohnenangriffe in Kuwait
Im Golfstaat Bahrain haben am Morgen erneut die Sirenen geheult. Die Einwohner seien aufgerufen, ruhig zu bleiben und sich an einen sicheren Ort zu begeben, teilte das Innenministerium in Manama auf der Plattform X mit.
Die Streitkräfte in Kuwait meldeten am Morgen neue Angriffe mit Drohnen aus dem Iran. Zu hörende Explosionen stammten von der Flugabwehr, die auf Angriffe reagiere, teilte die Armee mit.
US-Militär erklärt neue Angriffswelle im Iran für beendet
Das US-Militär hat seine erneute nächtliche Angriffswelle auf Ziele im Iran nach eigenen Angaben beendet. Man habe militärische Kommandozentralen, Anlagen zur Flugabwehr und Küstenüberwachung, Vorrichtungen für Raketenabschüsse und Drohnenstarts sowie Kommunikationsnetzwerke ins Visier genommen, teilte das zuständige US-Regionalkommando Centcom am frühen Morgen deutscher Zeit auf X mit.
Das Ziel sei es gewesen, die Fähigkeit des Iran weiter zu schwächen, Handelsschiffe und zivile Seeleute anzugreifen, die die Straße von Hormus passieren, hieß es weiter. Die US-Angriffe erfolgten demnach in der nunmehr neunten Nacht in Folge. Im Streit um die für den weltweiten Handel mit Öl, Gas und Dünger wichtige Meerenge ist der Iran-Krieg seit Anfang des Monats wieder eskaliert.