Stand: 09.09.2026, 21:21 Uhr
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Der KSV Baunatal hat das Hessenliga-Derby gegen den CSC 03 für sich entschieden. Der 2:0-Erfolg war zudem der erste Heimsieg der laufenden Saison.
Baunatal – Der Derbysieg geht an den KSV Baunatal. Die VW-Städter haben das Nachbarschaftsduell mit dem CSC 03 für sich entschieden, die Partie am Mittwochabend im Baunataler Parkstadion 2:0 (0:0) gewonnen. In der Tabelle der Fußball-Hessenliga steht der Klub nun mit einem Punkt vor der Mannschaft von Cheftrainer Jaroslaw Matys.
Der KSV Baunatal muss unter anderen weiter auf den verletzten Erik Hindemith verzichten. Angreifer Mike Feigenspan ist für die Polizeinationalmannschaft im Einsatz. Bei den Gästen fehlt ein Großteil der etatmäßigen Abwehr. Die Rothosen treten ohne die Verletzten Jan Iksal, Roy Keßebohm und Simon Kauf an. Justin Wroblewski und Lukas Geisler sind gesperrt.
Gegen tief stehende Gäste sind die Baunataler im ersten Abschnitt das bestimmende Team, erspielen sich in der Anfangsviertelstunde durch Serkan Karakoc (3.), Leon Recker (5.) und Andrei Bursuc (11.) drei erste Halbchancen. CSC-Torhüter Leo Gingel muss allerdings nicht eingreifen. Auf Gästeseite setzt Alban Meha den Ball lediglich ans Baunataler Außennetz (13.).
Der KSV spielt munter hin und her. Mal links über Karakoc, mal rechts über Bursuc. Ganz selten generiert die Mannschaft von Cheftrainer Tobias Nebe dabei aber wirklich Raumgewinn. Gegen einen roten Abwehrblock wird auch die Tiefe nicht erfolgreich bespielt. Im Ansatz gelingt das den Gastgebern in der ersten halben Stunde genau einmal: Einen langen Ball von Karakoc fischt der aufmerksame Gingel vor dem durchgestarteten Egli Milloshaj weg (26.).

Echte Torchancen sind in der ersten Halbzeit Mangelware. Erst in der 33. Minute muss erstmals einer der beiden Torhüter einen Ball parieren. Baunatals Lukas Berger hält stark gegen den im Strafraum freigespielten Nestor Orellana – es ist die beste Chance dieses Durchgangs, der torlos endet. Vor allem für den CSC läuft bis dato viel nach Plan.
Zu Beginn des zweiten Abschnitts wird Lenart Mehmeti vor dem Baunataler Strafraum gefoult. Vielleicht geht ja was per Standard, der CSC hat da schließlich einen Spezialisten in seinen Reihen. Meha tritt an, schießt, das Netz wackelt – allerdings nur von außen (47.). Glück für Baunatal.
In der Folge ist es zunächst ähnlich wie in der ersten Halbzeit. Der KSV spielt den Ball mal nach links, mal nach rechts, oft ohne das nötige Tempo. Der CSC wartet überwiegend ab, setzt auf die eine oder andere Gelegenheit nach erfolgreichem Ballgewinn – und ist gefährlicher: Plötzlich läuft Mehmeti nach einem Kopfballduell über die linke Seite allein auf Berger zu, der pariert den schlecht platzierten Abschluss (66.).
Von Baunatal muss wieder mehr kommen – und das ist dann auch der Fall: Der CSC bekommt einen Baunataler Eckball nicht entschlossen geklärt, der KSV bleibt weiter in der gegnerischen Hälfte, wo Leon Recker einfach mal abzieht und aus rund 20 Metern flach ins Eck trifft (65.). 1:0 für die bestimmenden, aber lange Zeit ungefährlichen Gastgeber.
Baunatal gibt der Treffer sichtlich Auftrieb, ist nun wieder aktiver – und trifft erneut: Eine Halbfeldflanke köpft Milloshaj vor Gingel zum 2:0 ins Netz (73.). Wie schon beim ersten Treffer jubeln alle Baunataler gemeinsam: Spieler, Trainer, sportliche Leitung – trotz der zuletzt schwachen Ergebnisse stimmt es im Team.
Wie reagiert der CSC auf den Rückstand? Noch ist Zeit, um die Derbyniederlage abzuwenden. Doch von der Matys-Elf kommt kaum noch etwas, jetzt halten die Baunataler dagegen, die Gäste finden keine Lösung mehr.
Der KSV gewinnt das Derby, feiert zugleich den ersten Heimsieg der laufenden Saison. Der CSC geht nach dem 3:1-Derbyerfolg im Hinspiel dieses Mal als Verlierer vom Feld.