Kult zum Kampfpreis: Mit der Weltpremiere des #2 ist Smart wieder die alte Marke

Kult zum KampfpreisMit der Weltpremiere des #2 ist Smart wieder die alte Marke

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Bis auf leichte Anpassungen sieht der Zweisitzer-Smart immer noch so aus wie die alten Modelle. (Foto: Smart)

Nicht genug damit, dass Smart endlich den vom Publikum so geliebten Cityzweisitzer reaktiviert. Er kommt auch noch zum Kampfpreis. ntv.de hat sich den winzigen Stromer namens #2 bereits angesehen. Er steht auf dem Pariser Autosalon.

Allein die Ankündigung, dass Smart wieder einen Zweisitzer von unter drei Metern Länge bringen würde, schlug bei den Fans hohe Wellen. In letzter Zeit hatte der Hersteller der Öffentlichkeit immer wieder kleine Design-Häppchen kredenzt; so konnte man bereits vor der offiziellen Weltpremiere wissen, wie die Rückleuchten gestaltet sind. Doch jetzt weiß man auch endlich, wie der #2 in der Gesamtbetrachtung aussieht.

Smart hat ihn ganz bewusst bloß behutsam weiterentwickelt. Schließlich soll das Kultauto auch kultig bleiben. Dabei haben die Kreativen durchaus etliche Details angepasst. Die Türgriffe sitzen jetzt konventionell weiter im Bereich des Türblechs statt am äußersten Rand. Und zwar horizontal. Die Frontscheinwerfer laufen etwas spitzer zu als früher und das Dach wirkt eher kuppelartig. Gleich dagegen ist die typisch zweigeteilte Heckklappe mit stabilen Halteseilen, um auch mal Personen als temporäre Sitzgelegenheit zu dienen.

Mit 2,75 Metern Außenlänge ist auch der neueste Smart noch ein Winzling. (Foto: Smart)

Und weiter? Der #2 geht formatmäßig nicht ganz zurück zu den Wurzeln, sondern ist vielmehr wieder ein Stückchen gewachsen. Maß der 2024 eingestellte Vorgänger noch 2,70 Meter, sind es inzwischen 2,75 Meter - prozentual ist das nicht einmal wenig Wachstum im Vergleich mit anderen Baureihen. Andererseits werden die Anforderungen an Assistenz und Sicherheit immer höher.

Und der Smart muss ja als reine Elektroversion mehr Akku beherbergen als früher, weil Alltagstauglichkeit (also Reichweite) inzwischen einfach geboten ist auch im Kontext mit rein elektrischen Antrieben. Auch dann, wenn ein Auto deutlich unter drei Meter misst. Und die Technik muss eben hineinpassen.

Die berühmte Smart-Heckklappe trägt ohne Probleme auch gewichtige Personen. (Foto: Smart)

Sanfte Evolution im Innenraum

Doch vor dem kleinen Technikexkurs sei ein Blick in das Interieur geworfen. Stabile Sitze und das bedingt durch propere 1,56 Meter Höhe recht luftige Raumgefühl lassen den Smart erwachsen wirken. Nettes und vor allem smartcharakteristisches Innenraumdesign stellt Vertrauen her - so sah Smart schon immer aus, insbesondere trifft das auf die geschwungene Architektur zu. Doch während das kleine als Kombiinstrument durchgehende Anzeigefeld vor den Augen des Fahrers mit seinen typischen Rundungen ganz in der Smart-Tradition steht, wirkt der etwas beliebig gezeichnete, oben auf der Mittelkonsole installierte Monitor so ein bisschen wie ein Fremdkörper.

Cool ist der Innenraum am Ende dennoch mit seinen turbinenartig gestalteten Lüftungsdüsen sowie die in den Armaturenträger eingravierte "#2"-Markierung. Überdies gibt es unzählige Design-Easter-Eggs. Das kann ein kleiner Smart am Scheibenrand oder eine eingravierte Getränkeflasche sein im Bereich der Türtaschen. Auch die Materialien wirken wertig, hier kann man sich wohlfühlen.

Der Smart-#2-Innenraum sieht cool aus. Allerdings fällt der zentrale Screen einen Zacken zu beliebig aus. (Foto: Smart)

Lass noch kurz auf die Spezifikationen schauen. Smart hatte ja schon im Vorfeld das Geheimnis um knapp 36 kWh Batteriekapazität gelüftet. Damit sollen nach WLTP etwa 290 Kilometer gefahren werden können - reicht für den urbanen Zweck. Und wenn man sich doch einmal weiter weg bewegen möchte in der Knutschkugel? Geht problemlos, schließlich wäre der Stromspeicher zügig wieder nachgefasst. Smart verspricht 20 Minuten für das Laden von 10 auf 80 Prozent bei 65 kW Peakladeleistung. Der Verbrauch liegt im WLTP-Mittel bei 13,6 kWh je 100 Kilometer - hier sieht man allerdings, dass die Bauform wichtiger war als maximale Effizienz.

Und die Fahrleistungen? Sind angesichts 82 PS sowie 140 km/h Spitzentempo überschaubar, aber eben segmentspezifisch üblich. Was sich hingegen mehr nach höherer Klasse anhört, ist die Bestückung mit Assistenzsystemen. So hält ein adaptiver Tempomat samt Autobahnassist Einzug in den Winzling, was aber auch in der Stadt eine gute Sache ist - vor allem im zähen Feierabendverkehr. Dass Ballungsräume das natürliche Habitat des #2 sind, versteht sich von selbst. Allein schon wegen des bemerkenswerten Wendekreises von unter sieben Metern.

Von der goldenen Couture-Edition des Smart #2 soll es in Europa nur 999 Exemplare geben. (Foto: Smart)

Was kann der kleine automobile Zwerg denn sonst noch? Beispielsweise externe Elektrogeräte mit dem Saft aus der Traktionsbatterie versorgen. Und ziemlich schick aussehen. Beispielsweise dank attraktiver 16-Zöller je nach Ausstattungslinie. Darüber hinaus gibt es Features wie Glasdach und beheizbare Sitze. Und dann ist da noch eine Sensation: Den Smart #2 gibt es zu Preisen ab unglaublichen 19.990 Euro. Ab heute kann er bestellt werden.

Quelle: ntv.de