Speicherchip-Krise treibt Preise nach oben: Smartphone-Markt bricht ein

Die weltweiten Smartphone-Auslieferungen sind im dritten Quartal 2026 im Jahresvergleich um 20 Prozent eingebrochen. Damit erreichten sie den niedrigsten Stand für ein drittes Quartal seit dem Jahr 2012.

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Samsung

  • Teure Speicherchips und Engpässe belasten aktuell den weltweiten Smartphone-Markt
  • Kunden nutzen Geräte länger oder wählen gebrauchte Modelle mangels Neuerungen
  • Samsung führt das dritte Quartal mit soliden 23 Prozent Marktanteil weiter an
  • Apple erreicht 22 Prozent Anteil, leidet aber am Fehlen eines regulären Modells
  • Chinesische Hersteller wie Xiaomi und Oppo verzeichnen drastische Einbrüche
  • Für den Rest von 2026 erwarten Experten kleinere Paletten und höhere Preise

Die weltweiten Smartphone-Auslieferungen sind im dritten Quartal 2026 im Jahresvergleich um 20 Prozent eingebrochen. Damit erreichten sie den niedrigsten Stand für ein drittes Quartal seit dem Jahr 2012.

  • Teure Speicherchips und Engpässe belasten aktuell den weltweiten Smartphone-Markt
  • Kunden nutzen Geräte länger oder wählen gebrauchte Modelle mangels Neuerungen
  • Samsung führt das dritte Quartal mit soliden 23 Prozent Marktanteil weiter an
  • Apple erreicht 22 Prozent Anteil, leidet aber am Fehlen eines regulären Modells
  • Chinesische Hersteller wie Xiaomi und Oppo verzeichnen drastische Einbrüche
  • Für den Rest von 2026 erwarten Experten kleinere Paletten und höhere Preise

Käufer greifen zu älteren Modellen

Als Hauptgründe für die geringen Absatzzahlen nennt das Marktforschungsunternehmen Counterpoint Research die stark gestiegenen Preise für Speicherchips und Engpässe bei der Komponentenversorgung. Die Hersteller reagieren mit höheren Verkaufspreisen, geringeren Produktionsmengen und einer stärkeren Konzentration auf profitable Geräte.

Zugleich verändert sich das Kaufverhalten. Viele Verbraucher nutzen ihre Smartphones länger als ursprünglich erwartet und ziehen zunehmend aufbereitete Gebrauchtgeräte in Betracht, da neuere Modelle längst nicht mehr solche Innovationssprünge bieten, wie es noch vor einigen Jahren der Fall war. Außerdem gewinnen höherpreisige Modelle an Bedeutung. Smartphone-Marktanteile 3. Quartal 2026Entwicklung der Marktanteile im Jahresvergleich In der schwierigen Situation konnten sich vor allem die großen Hersteller gut behaupten, da sie mit ihrer Marktmacht noch halbwegs günstige Preise bei den Chip-Zulieferern aushandeln können - oder die Komponenten wie im Falle Samsungs im gleichen Konzern produzieren.

Samsung behauptete entsprechend im dritten Quartal mit einem Marktanteil von 23 Prozent die Spitzenposition. Die Auslieferungen des südkoreanischen Herstellers gingen gegenüber dem Vorjahreszeitraum lediglich um drei Prozent zurück. Dazu trugen die Nachfrage nach der Galaxy-Z-Fold8-Serie und eine vergleichsweise stabile Versorgung mit Komponenten für Geräte der Mittelklasse bei.

Apple steht gut da

Apple kam auf einen Marktanteil von 22 Prozent und überschritt damit im dritten Quartal erstmals die Marke von 20 Prozent. Allerdings gingen auch beim iPhone-Hersteller die Auslieferungen im Jahresvergleich zurück. Counterpoint führt dies unter anderem auf den Marktstart der neuen Modellgeneration zurück: Da ein reguläres iPhone 18 fehlte, fiel die anfängliche Bevorratung des Handels geringer aus als im Vorjahr, als die gesamte iPhone-17-Modellreihe eingeführt wurde.

Deutlich stärker traf der Rückgang andere große Anbieter. Die Auslieferungen von Oppo und Vivo sanken jeweils um mehr als 20 Prozent. Xiaomi verzeichnete sogar ein Minus von über 30 Prozent. Der chinesische Hersteller reduzierte sein Angebot günstigerer Smartphones und schränkte seine Aktivitäten in einigen Auslandsmärkten ein, um seine Gewinnmargen zu schützen. Sein Marktanteil fiel dadurch auf zehn Prozent.

Für den Rest des Jahres 2026 bleibt die Lage angespannt. Counterpoint erwartet weitere Produktionskürzungen, kleinere Modellpaletten und eine stärkere Ausrichtung auf Premiumgeräte. Besonders Käufer preisgünstiger Smartphones dürften unter höheren Preisen leiden.

Siehe auch:

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