KV Sontra startet in die 2. Bundesliga: Ziel ist in dieser Saison höhere Konstanz

Stand: 28.08.2026, 18:15 Uhr

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Michael Mutter, KV Sontra, Kegeln, Saison 2023/2024, 23/24

Es geht wieder los: Der KV Blau-Weiß Sontra greift ab dem Wochenende wieder an. © Foto: Marvin Heinz

Der KV Blau-Weiß Sontra startet in die neue Saison der 2. Bundesliga Nord. Erster Gegner ist morgen beim Auswärtsspiel der SK Heiligenhaus II.

Sontra – Die Sommerpause ist vorbei, die Kugel rollt wieder: Für den Kegelverein Blau-Weiß Sontra beginnt am morgigen Samstag die neue Saison in der 2. Bundesliga Nord. Zum Auftakt müssen die Kupferstädter gleich auswärts ran. Ab 17 Uhr wartet die Zweitvertretung des SK Heiligenhaus.

Nach Rang vier und der Teilnahme an den Playoffs in der vergangenen Saison geht Blau-Weiß mit einem klaren Ziel in die neue Runde: mehr Konstanz. „Wir wollen konstanter spielen als in der letzten Saison und uns steigern. Das klappt aber nur, wenn wir regelmäßig unsere besten Spieler ins Rennen schicken können. Ich hoffe, dass wir in dieser Saison vom Verletzungspech weitgehend verschont bleiben“, sagt Sportwart Joachim Gerlach.

Personalsituation war zuletzt große Baustelle

Gerade die personelle Situation war 2025/2026 eine der großen Baustellen der Sontraer. Nicht weniger als 16 verschiedene Spieler kamen in der ersten Mannschaft zum Einsatz, immer wieder musste die Aufstellung verändert werden. Trotzdem erreichte Blau-Weiß die Playoffs und schloss die Saison auf Rang vier ab.

„Unter diesen Voraussetzungen war das eine gute Saison. Wir wissen aber auch, dass mit etwas mehr Konstanz noch mehr möglich gewesen wäre“, sagt Gerlach. Ganz ohne personelle Sorgen startet Sontra allerdings auch dieses Mal nicht in die neue Spielzeit. Andreas Sekulla befindet sich nach einer Knieoperation noch im Aufbautraining, seine Rückkehr wird noch etwas dauern. Torben Möller steht nach einer Operation zumindest am ersten Spieltag ebenfalls nicht zur Verfügung.

Auch insgesamt macht sich die angespannte Personalsituation im Verein bemerkbar. Die bisherige fünfte Mannschaft, die in der A-Liga antrat, wurde für die neue Saison nicht mehr gemeldet. Ausschlaggebend waren die personellen Engpässe.  Für die Bundesliga-Mannschaft ist die Zielsetzung entsprechend realistisch formuliert.

„Ein Platz im gesicherten Mittelfeld ist unser Ziel“, erklärt Gerlach. Entscheidend sei dabei weniger eine einzelne Spitzenleistung als vielmehr eine stabile Saison über mehrere Monate. Konstanz soll zum Schlüssel werden.

Viele Auswärtsauftritte zu Beginn

Der Spielplan verlangt den Sontraern insbesondere zu Saisonbeginn einiges ab. Nach dem Auftakt in Heiligenhaus folgt am 5. September um 13 Uhr das erste Heimspiel gegen VOK Osnabrück.

Bereits eine Woche später geht es zu RWE Niederaußem, ehe am 19. September mit dem Auswärtsspiel bei Rösrath schon die dritte Partie auf fremden Bahnen innerhalb der ersten vier Spieltage wartet.

Erst danach empfängt Blau-Weiß am 26. September Langenfeld/Solingen an der Jahnstraße. „Das ist schon ein anspruchsvolles Auftaktprogramm. Wir sind häufig unterwegs und müssen deshalb von Anfang an da sein“, betont Gerlach. Gerade der Heimauftakt gegen Osnabrück habe eine besondere Bedeutung: „Unsere Heimspiele müssen die Basis für eine erfolgreiche Saison sein. Wenn wir dazu auswärts etwas mitbringen, sieht es schnell gut aus.“

Die reguläre Runde umfasst 18 Spieltage und endet für die Kupferstädter am 13. Februar 2027 mit dem Auswärtsspiel bei Greste-Lage. Das letzte Heimspiel steigt bereits am 16. Januar gegen Mülheim. Anschließend stehen für Sontra drei Auswärtsspiele auf dem Programm.

Der Kader beim KVS bleibt identisch

Personell kann Blau-Weiß grundsätzlich auf einen Kader bauen, der seine Bundesliga-Tauglichkeit längst nachgewiesen hat. In der vergangenen Saison gehörten vor allem Tobias Brill mit einem Schnitt von 878 Holz, Torben Möller mit 859 Holz, Andreas Sekulla mit 853 Holz und Andreas Schad mit 848 Holz zu den stärksten Akteuren.

Hinzu kommen erfahrene Kräfte wie Michael Mutter und Marcus Kachel. Gerlach sieht insbesondere in einem eingespielten Stamm einen entscheidenden Faktor: „Wir haben genug Qualität im Verein. Entscheidend wird sein, dass wir nicht jede Woche drei oder vier Positionen verändern müssen. Wenn wir über einen längeren Zeitraum mit einem stabilen Kader antreten können, traue ich der Mannschaft einiges zu.“

Auch die Ergebnisse auf der eigenen Bahn in Sontra sollen weiter nach oben gehen. Schon nach der vergangenen Saison hatte Joachim Gerlach die Marke von 5300 Holz als Orientierung ausgegeben.

„Das bleibt unser Anspruch“, sagt der Sportwart. Wenn die Kupferstädter dieses Niveau in diesem Jahr häufiger abrufen können, dürfte auch das ausgegebene Ziel eines gesicherten Mittelfeldplatzes realistisch sein. 

(Marvin Heinz)