Stand: 18.07.2026, 12:50 Uhr
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In Trebur brannte eine Lagerhalle mit Photovoltaikanlage vollständig aus. Rund 130 Einsatzkräfte kämpften gegen die Flammen, verletzt wurde niemand.
Trebur – In der Siedlung Oberach in Trebur (Kreis Groß-Gerau) ist am frühen Samstagmorgen, 18. Juli, eine Lagerhalle auf einem Aussiedlerhof in Flammen aufgegangen. Darüber berichtete die Nachrichtenagentur 5Vision.News. Als die ersten Einsatzkräfte vor Ort ankamen, hatte das Feuer das gesamte Gebäude bereits erfasst.
Gleich zu Beginn stellten die Retter die Einsatzkräfte vor besondere Hindernisse: Direkt über der brennenden Halle verlief eine Starkstromleitung des Überlandwerks, die zunächst abgeschaltet werden musste. Hinzu kam, dass das Hallendach vollständig mit einer Photovoltaikanlage ausgestattet war. Aus diesen Gründen mussten die ersten Löschmaßnahmen mit ausreichend Sicherheitsabstand eingeleitet werden, wie Gemeindebrandinspektor Mike Langhammer laut Meldung erläuterte.
Brand auf landwirtschaftlichem Hof in Trebur
Die Feuerwehr rückte mit mehreren Rohren von außen gegen das Feuer vor. Ein Erkundungstrupp wurde zunächst in das Innere der Halle geschickt – danach verlagerte sich die Brandbekämpfung vollständig nach außen. Weder die Temperaturen im Inneren noch die Standfestigkeit des Gebäudes hätten weitere Maßnahmen im Innern erlaubt, so Langhammer.

Auch die Wasserversorgung gestaltete sich schwierig: Da das verfügbare Löschwasser nicht ausreichte, mussten die Einsatzkräfte zunächst auf Löschteiche und Feldbrunnen zurückgreifen. Zusätzlich wurden mehrere Tanklöschfahrzeuge aus dem Kreis Groß-Gerau angefordert, um den Bedarf zu decken.
In der Halle lagerten zum Zeitpunkt des Brandes eine Produktionsmaschine für Strohpellets, die Pellets selbst, Stroh, zwei Boote sowie verschiedene kleinere Geräte. „Alles, was sich in der Halle befindet, ist den Flammen zum Opfer gefallen“, wird Langhammer zitiert.
THW mit Kettenbagger im Einsatz
Das Technische Hilfswerk (THW) Groß-Gerau unterstützte den Einsatz mit einem Kettenbagger, um verbrannte Trümmer freizulegen und verbliebene Glutnester sowie einzelne Brandstellen gezielt ablöschen zu können. Insgesamt waren nach Angaben des Gemeindebrandinspektors rund 120 bis 130 Einsatzkräfte aus allen Ortsteilen der Großgemeinde sowie das THW im Einsatz.
Die Halle wurde durch das Feuer so stark beschädigt, dass sie nach Einschätzung der Feuerwehr voraussichtlich abgerissen werden muss. Eine unmittelbare Einsturzgefahr bestehe laut Langhammer jedoch nicht. Verletzte habe es bei dem Brand keine gegeben. Zur Brandursache lagen zunächst keine Erkenntnisse vor.