Nachwuchs in NRW-Zoo: Haben Sie schon mal Flamingo-Babys gesehen?

Stand: 18.07.2026, 12:40 Uhr

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In diesem Jahr gab es für die Kölner Flamingo-Babys im Kölner Zoo erstmals volles Risiko. Sie durften unter freiem Himmel aufwachsen – und überlebten.

Köln – Der Kölner Zoo feiert eine kleine Sensation: Mitte Juni sind zwei Kuba-Flamingos direkt in der Brutkolonie ihrer Eltern geschlüpft – zum ersten Mal seit mehr als zwei Jahrzehnten. Bislang hatte man die Küken sicherheitshalber per Hand aufgezogen, abseits vom Publikum, um sie vor Beutegreifern und schlechtem Wetter zu schützen, wie yeswe.koeln berichtet.

Ein sehr seltener Anblick: Flamingo-Küken wurden bislang per Hand groß gezogen.

Ein sehr seltener Anblick: Flamingo-Küken wurden bislang per Hand groß gezogen. © Kölner Zoo/Rolf Schlosser

Ein Experiment, das aufgeht

In diesem Jahr wagte der Zoo den Schritt und ließ der Natur ihren Lauf: Die Küken durften bei den Elterntieren schlüpfen und aufwachsen. Begünstigt durch die sehr warmen, für die Vögel angenehme Temperaturen entwickeln sich die Jungtiere prächtig und legen sichtlich an Kraft zu .Ob es sich um Hähne oder Hennen handelt, lässt sich derzeit noch nicht sagen. Bei Flamingos zeigt sich das Geschlecht erst im erwachsenen Alter äußerlich – etwa durch die Körpergröße oder die Beindicke, wobei männliche Tiere in der Regel etwas größer und kräftiger gebaut sind.. Die Tiere sind im Alter von fünf bis sechs Jahren ausgewachsen.

Das Geschlecht der Küken kann man erst im ausgewachsenen Zustand feststellen.

Das Geschlecht der Küken kann man erst im ausgewachsenen Zustand feststellen. © Kölner Zoo/Rolf Schlosser

Flamingos sind nicht gern allein

Flamingos fühlen sich nur in der Gemeinschaft wohl. Gut 160 Tiere leben insgesamt derzeit im Kölner Zoo – und dass zum Teil schon lange. Flamingos können in Menschenobhut leicht über 60 Jahre alt werden. Kuba-Flamingos kommen hauptsächlich in Mittelamerika vor. Sie ernähren sich von Plankton, das sie mit Hilfe ihres siebartigen Schnabels aus dem Wasser filtern. Im Freiland nehmen Flamingos Krebstierchen auf, deren Farbstoff ihr Gefieder rot einfärbt. Im Kölner Zoo geben die Tierpfleger ein Futter, dem Rotfarbstoffe beigemengt sind. So bleiben die Vögel auch hier intensiv gefärbt. 

Nicht weit von NRW: Im Burgers‘ Zoo in den Niederlanden hat ein neuer Bereich eröffnet. Er ist weltweit einzigartig und befindet sich unweit der NRW-Grenze.