Langjähriger DFB-Ersatztorwart setzt auf Bayern-Keeper Urbig als Nummer eins
Stand: 18.09.2026, 19:58 Uhr
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Der ehemalige Ersatzgoalie der Nationalmannschaft adelt Jonas Urbig: Er sieht das Bayern-Talent als künftige DFB-Nummer-Eins.
München – Der neunmalige deutsche Nationalspieler Bernd Leno hat sich in der laufenden Torwart-Debatte beim Deutschen Fußball-Bund klar positioniert und Traumbedingungen für Jonas Urbig prophezeit. Der 34-jährige Schlussmann des FC Fulham sieht im 23-jährigen Bayern-Keeper den natürlichen Nachfolger von Manuel Neuer.

„Wenn Jonas Urbig bei Bayern die Chance bekommt und die Chance nutzt, dann hat er mit Abstand die besten Karten, eine längere Ära zu prägen“, erklärte Leno bei Sky Sport mit Blick auf die Hierarchie im DFB‑Kasten. Die Vormachtstellung des Rekordmeisters spiele dem jungen Torhüter dabei voll in die Karten.
Bayern-Faktor entscheidet: Urbig hat laut Leno die besten Karten
„Bayern ist einer der Topklubs auf der ganzen Welt, das muss man so sagen, natürlich auch mit Abstand der beste Klub in Deutschland“, führte Leno aus. Sollte sich Urbig ab Sommer 2027 dauerhaft als Stammtorhüter an der Säbener Straße etablieren, gebe es keine Zweifel mehr an seiner DFB-Rolle: „Wenn er sich da durchsetzt, dann ist er für mich ohne Zweifel wahrscheinlich der, der Manu ablösen wird.“
Beim anstehenden Nations-League-Start unter Bundestrainer Jürgen Klopp in Amsterdam gegen die Niederlande wird allerdings zunächst Marc-André ter Stegen den Vorzug erhalten. Der Barcelona-Legionär sei „für den Moment“ die Stammkraft, betonte Klopp. Neben ter Stegen und Urbig nominierte der Bundestrainer mit Alexander Nübel, Finn Dahmen und Noah Atubolu ein fünfköpfiges Torwart-Aufgebot, um perspektivisch nachzujustieren.
Urbig winkt womöglich bereits am 1. Oktober in München gegen Serbien sein Startelf-Debüt. Leno begrüßt Klopps Herangehensweise ausdrücklich, warnte jedoch vor übertriebenen Erwartungshaltungen an die nachrückende Generation. „Manu hat die Benchmark unfassbar hochgesetzt. Das ist wahrscheinlich unmöglich, irgendwie zu toppen“, so der 34-Jährige.
Man dürfe daher keinesfalls den Fehler machen, Urbig und Co. direkt an der Bayern-Legende zu messen: „Man macht es den Jungs nur noch viel, viel schwerer.“ Leno appellierte zugleich an Fans und Öffentlichkeit, der neuen Torwart-Generation die nötige Zeit und Geduld einzuräumen, anstatt sofort Vergleiche mit Neuer zu ziehen. Nur so könne sich ein junger Keeper wie Urbig in Ruhe entwickeln und Schritt für Schritt in seine neue Rolle hineinwachsen, ohne von übergroßem Erwartungsdruck belastet zu werden. (mah)