Leser zu Assistenten-Pflicht
«Bald lenkt der Staat die Autos auch noch für uns»
Die EU plant, ab 2030 Tempoassistenten in alle Neuwagen einzubauen. Die Opposition warnt vor unausgereiften Systemen. Die Mehrheit unserer Community fährt dieselbe Linie.
Publiziert: 17:39 Uhr
Darum gehts
KI-generiert, redaktionell geprüft
- EU plant ab 2030 verpflichtende Tempolimit-Technologie in Neuwagen
- Umfrage: 59 Prozent der 3000 Befragten lehnen eingebauten Pflicht-Assistenten ab
- Nur 14 Prozent unterstützen Massnahme, 27 Prozent bevorzugen Warnsystem
Alessandro KälinRedaktor Community
Die EU schaut Autofahrern künftig ganz genau aufs Gaspedal. Aktuell diskutiert die Kommission über verpflichtende Tempolimit-Technologie in Neuwagen, um die Sicherheit im Strassenverkehr zu erhöhen. Sollte die Verordnung sich durchsetzen, könnten Fahrassistenten ab 2030 die Höchstgeschwindigkeit bestimmen. Ein Satellitensystem soll erkennen, wann ein Auto zu schnell fährt und bei Bedarf die Geschwindigkeit drosseln.
Auch die Schweiz wäre von einer potenziellen Umsetzung betroffen. Die Gegner wehren sich aktuell aber noch. Vergleichbare Technologien wie der Tempowarner ISA (Intelligent Speed Assistance) erkennen das Geschwindigkeitslimit oft falsch. Ein unausgereiftes System könnte zu fatalen Unfällen führen. Auch in unserer Community sind nicht alle überzeugt.
Viele Leserinnen und Leser treten auf die Bremse
Wie eine nicht repräsentative Leserumfrage mit knapp 3000 Teilnehmern zeigt, sind 59 Prozent ganz klar gegen einen eingebauten Pflicht-Assistenten. Für sie greift ein solches System zu stark in die Verantwortung des Autofahrers ein.
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Auf der anderen Seite sind 14 Prozent für die Massnahme, um die Sicherheit zu erhöhen und Unfälle zu verhindern. Die verbliebenen 27 Prozent bevorzugen ein Warnsystem als Kompromiss. Die Entscheidung solle aber den Händen am Lenkrad überlassen werden. Auch in den Kommentaren ist die Mehrheit auf der Überholspur.
«Wegen ein paar Verkehrssünder müssen nicht alle bevormundet werden»
Viele Leserinnen und Leser fürchten sich vor den Folgen einer Assistentenpflicht. Bettina Ziegler ist eine von ihnen: «Es ist sehr gefährlich, irgendwelchen unausgereiften Systemen die Kontrolle zu übergeben. Ein wirklich zuverlässiger Assistent muss erst noch erfunden werden.» Erik Hassfeld kommentiert: «Dann fahre ich auf der Autobahn meine 120, auf der Ausfahrt steht 60 und mein Auto macht eine Vollbremsung! Und das nennt man dann Sicherheit?»
Alfred Haslinger berichtet: «Schon heute piepen die Autos äusserst nervig, sobald die Geschwindigkeit nur leicht überschritten wird. Sollte sowas kommen, wird die europäische Autoindustrie komplett an die Wand gefahren!»
Auch Marco Castellano findet die Massnahme übertrieben: «Wegen ein paar Verkehrssünder müssen doch nicht alle bevormundet und kontrolliert werden. Also ich bleibe möglichst lang bei meiner Karre.» Adrian Liechti fürchtet: «Bald lenkt der Staat die Autos auch noch für uns. Kann man den Strassenverkehr nicht anders in den Griff bekommen?»
«Habt ihr nichts Besseres zu tun, als Tempolimits zu überschreiten?»
Einige wenige Befürworter der Tempotechnologie lassen sich trotzdem finden. Andreas Haefliger kann die Skepsis mancher Leserinnen nicht verstehen. Er schreibt: «Manche tun so, als würde man ihre Freiheit einschränken. Habt ihr nichts Besseres zu tun, als Tempolimits zu überschreiten?»
Peter Jost kommentiert: «Hoffentlich funktioniert es auch umgekehrt. Wenn Fahrer, welche aktuell auf der linken Spur herumschleichen, etwas schneller fahren müssen, bin ich absolut dafür.»
Auch Urs Höltschi hat schon die Vorteile vor Augen: «Das würde auch bedeuten, dass es keine Radarbussen mehr geben kann, wenn so ein Gerät verbaut ist. Fänd ich gut!»