Stand: 23.07.2026, 17:39 Uhr
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Die Handballer des Zweitligisten ASV Hamm-Westfalen traten beim SV Westfalia Rhynern II zum Fußballspiel an. Rund 100 Zuschauer sahen, wie die Profis gegen den A-Kreisligisten chancenlos blieben.
Hamm – Ein Instagram-Schnipsel ließ große Ernsthaftigkeit vermuten: Trainer Jamal Naji schlug nach einer vergebenen Großchance für den Handball-Zweitligisten ASV Hamm-Westfalen die Hände über dem Kopf zusammen. Von der ASV-Trainerbank ein Ausruf der Enttäuschung. Dabei ging es nicht um Punkte in der Meisterschaft. Und schon gar nicht um Handball. Die ASV-Profis hatten sich zu einem lockeren Fußball-Kick getroffen, mit dem Team des A-Kreisligisten SV Westfalia Rhynern II. Am Ende stand Erlebnis über Ergebnis. Das 5:1 (2:0) für die Fußballer nahmen alle Beteiligten entspannt zur Kenntnis. Mehr nicht.

„Das hat Spaß gemacht und seinen Zweck erfüllt“, zeigte sich Naji zufrieden mit der etwas anderen Trainingseinheit. „Für die Jungs war das eine ganz andere Ausdauerbelastung – und unser Gastgeber war herausragend. Die haben einigen unserer Jungs mit ihrem Zweitpaar Schuhen ausgeholfen, damit die nicht in Laufschuhen antreten mussten. Ein wirklich toller Gastgeber.“
Für die Jungs war das eine ganz andere Ausdauerbelastung.
Um die Analyse ihres Trainers kamen die Handballer nicht herum. „Ich finde, dass uns Rhynern an die Wand gespielt hat“, sagte Naji. „Schelmisch könnte man sagen, der Platz war zu trocken. Aber gerade taktisch haben wir gesehen, dass du da als Handballer keine Chance hast. Der Jubel von Alexander Coßmann bei unserem Ehrentor sah aber perfekt aus.“
Westfalia-Trainer Torsten Skerra hatte „trotz des Ergebnisses gute Aktionen beim ASV“ gesehen und dass „der eine oder andere Spieler Fußballtalent besitzt. Ich hätte aufgrund der Kondition der Handballer nicht gedacht, dass das Ergebnis so ausfällt. Aber es war zu sehen, dass der eine oder andere mit den längeren Strecken seine Probleme hatte. Aber für beide Seiten war es eine gelungene Einheit.“
Rund 100 Zuschauer wollten den Kick in der Kümpel+Hellmeister-Arena sehen, den Davis Koos (2), Maurice Nüse, Marvin Madesta und Fritz Velmerig mit ihren Treffern für Rhynern einfuhren. Für den ASV standen mit Ausnahme von Lucas Firnhaber und Ole Machner, die ob ihrer Verletzungshistorie nicht Fußball spielen, und dem angeschlagenen Ivan Budalic alle auf dem Feld, verstärkt durch Marvin Makus und Mick Borkowski vom ASV II.
„Das ASV-Tor war mehr als verdient“, fand Skerra, der sein Team in den 2x30 Minuten munter rotieren ließ und sich über den offenen Austausch mit den Profis freute. „Die waren sehr offen. Staff, Spieler, Trainer. Klasse. Da war keine Distanz zu spüren. Wir haben nach dem Spiel lange zusammengesessen und uns mit dem Trainerteam unterhalten – und wir haben eine Einladung zu einem ihrer Heimspiele in der 2. Bundesliga bekommen.“ Eine Kiste Kaltgetränke für die Handballer in der Kabine stand natürlich schon vorher bereit.