Lewis Hamilton schlecht gelaunt: "Welche Bedeutung hat das schon?"

(Motorsport-Total.com) - Lewis Hamilton nimmt nach seinem sechsten Platz beim Formel-1-Rennen in Baku kein Blatt vor den Mund: "Aus meiner Sicht war das ein ziemlich schlechtes Rennen", sagt der siebenmalige Weltmeister. "Ich meine, es ging einfach überhaupt nicht vorwärts. Ich konnte mit den Jungs weiter vorne nicht mithalten und hatte Mühe, die Autos hinter mir auf Abstand zu halten."

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Lewis Hamilton verlässt Baku nicht gerade mit guten Erinnerungen Zoom

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Das Problem bei Ferrari: "Es fehlte heute einfach an Pace", kritisiert Hamilton, der trotz zweier Safety-Car-Phasen fast acht Sekunden hinter Kimi Antonelli ins Ziel kam, der nur von Position 16 aus ins Rennen gegangen war.

Gegen die Mercedes war aus Sicht der Scuderia in Aserbaidschan kein Kraut gewachsen, und auch mit Red Bull konnten die Roten am Samstag nicht mithalten. Einzig McLaren konnte man von den Topteams schlagen, wobei auch das nur dem Fehler von Oscar Piastri geschuldet war, der vor seinem Ausritt in Kurve 1 lange auf Rang zwei gelegen hatte.

Ist Ferrari mittlerweile also nur noch die vierte Kraft? "Welche Bedeutung hat das schon?", winkt Hamilton ab. "Warum sollte ich dem zustimmen? Ich weiß nicht, ob wir Dritter oder Zweiter sind, ich weiß es nicht. Wir sind im Moment offensichtlich nicht das zweitschnellste Team. Aber wir lagen heute vor McLaren, also sind wir vielleicht Dritter."

Reifen das ganze Wochenende ein Problem

Hamiltons größte Baustelle beim Rennen in Baku waren jedoch die Pirelli-Reifen, die er viel zu selten ins Arbeitsfenster bekam. "Ich glaube nicht, dass ich die Reifen jemals wirklich zum Arbeiten gebracht habe. Und ich kann nicht ganz greifen, warum das bei unserem Auto der Fall ist", wundert sich der Brite, der das ganze Wochenende damit zu kämpfen hatte.

"Wir haben ein paar Änderungen vorgenommen, um zu versuchen, es hinzubekommen", sagt er. "Im dritten Training war es etwas besser. Im Qualifying war es dann ein echter Krampf, sie zum Arbeiten zu bringen. Ich glaube, viele Leute hatten dieses Problem, aber andere schienen weniger zu kämpfen zu haben."

"Und im Rennen war es dann genau dasselbe", sagt er. Obwohl er immer wieder Schlangenlinien fuhr, wollten die Pneus einfach nicht in das richtige Fenster. Lediglich einmal am Ende des ersten Stints seien die Reifen auf der richtigen Temperatur gewesen.

"Da bin ich plötzlich dieselben Zeiten gefahren wie alle vor mir - oder zumindest wie ein paar der Jungs weiter vorne", so Hamilton. "Und dann sind wir auf den nächsten Reifen gewechselt und der wollte den gesamten letzten Stint des Rennens über wieder nicht anspringen, sodass ich nur noch herumgeschlingert bin."

Wird es in Malaysia besser?

Und auch mit der Energiefreigabe seines Ferrari-Motors hadert der Engländer: "Die Jungs schienen einfach überall Power, Power, Power zu haben", wundert er sich über die Konkurrenz. "Es ist ziemlich verrückt zu sehen, dass man an Stellen abdecken muss, wo man es normalerweise nicht tun müsste - wie in Kurve 2, Kurve 4 oder Kurve 5."

Generell sei Hamilton aber "die meiste Zeit im Niemandsland" unterwegs gewesen, sodass am Ende ein unspektakulärer sechster Platz heraussprang.

Für das kommende Wochenende in Malaysia (sorry, "Bahrain") erwartet Hamilton jedoch etwas Besserung - zumindest was die Reifen angeht. Denn in Sepang werden deutlich heißere Temperaturen erwartet, zudem gibt es dort viele langgezogene, schnelle Kurven.

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"Ich gehe also davon aus, dass das Aufwärmen der Reifen dort kein Problem sein wird, sondern eher das Überhitzen", meint er. "Vielleicht sind wir dort also in einer besseren Position, ich weiß es nicht. Es gibt viele Geraden, wir müssen uns also einfach wieder ans Zeichenbrett setzen und versuchen herauszufinden, ob wir noch irgendetwas aus dem Paket herausholen können, das wir haben."