Vegan-Kolumne
Süßes mit hohem Kokaoanteil und ohne Zuckerzusatz sind gefragt. Jetzt kommt eine neue Sorte mit 100 Prozent Kakao und Himbeere.
Sind Sie Team Vollmilch oder Zartbitter? Ich wähle immer Zartbitter, weil die herben Schokoladen-Sorten am ehesten vegan sind. Jetzt bringt Vivani eine neue Tafel in die Bioläden — Edelbitter mit 100 Prozent Santo Domingo Cacao aus der Dominikanischen Republik plus ein bisschen Himbeere – aber ganz ohne Zusatz von Zucker. Megaherb, oder?
Die Zutatenliste der neuen Edelbitter-Bio-Schokolade von Vivani, einer Marke vom Schokoladenhersteller Ecofinia aus Bochum, ist extrem überschaubar: Kakaomasse, Kakaobutter und Himbeerstücke. 100 Prozent Kakao ist eine Ansage, da ziehen sich normalerweise schon bei etwas weniger Kakaoanteil die Mundwinkel zusammen.
Die Konkurrenz nutzt Datteln zum Süßen
Aber obwohl nur vier Prozent Himbeerstückchen in der Schokolade (3,99 Euro für 80 Gramm im Bioladen) sind, machen die den Unterschied – und bringen neben der Säure ein ganz wenig Süße. Davon isst man keine ganze Tafel auf einmal, ein, zwei Stückchen reichen – passend auch zum Glas Rotwein.
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Wer es doch etwas süßer mag, aber keinen Industriezucker naschen möchte, greift auf vegane Schokoladen zurück, die mit Datteln gesüßt werden. Vivani hat auch da zwei neue Sorten – mit 60 und 80 Prozent Kakao-Anteil (je 3,99 Euro für 80 Gramm).
Makri, 2018 von zwei Brüdern im Allgäu gegründet, setzt auch auf gemahlene Datteln in der Schokolade, hat unter anderem Nougat, Haselnuss oder Mandel als Bio-Sorten (ab 4,99 für 85 Gramm, u.a. Reformhaus Engelhardt).
Auch Djoon, ein Schoki-Start-up aus München, das großartige vegane Bio-Pralinen herstellt, hat kreative Tafeln mit Dattelsüße im Sortiment (ab 6,99 Euro für 70 Gramm im Onlineshop). Die Salted Caramel bekam 2026 den German Chocolate Award in Silber.
Und wenn es doch Milchschokolade ohne Kuhmilch sein soll, gibt es eine vegane Variante mit Haferdrinkpulver (7,10 Euro) von der Hamburger Chocolatière Astrid Thal. Sie steht alle zwei Wochen auf dem Wochenmarkt in Langenhorn und bietet dort ihre handgemachten Schokoladen und Pralinen an.
Schon vor ein paar Monaten hatte Vivani mit der „Whole Cocoa Fruit“ (4,99 Euro für 80 Gramm) eine echte Innovation ins Schoki-Regal gebracht. Denn in dieser Schokolade wird auch das Kakaofruchtfleisch, die sogenannte Pulpe, verwendet. Die Pulpe bildet die Hülle um die Kakaobohnen – üblicherweise werden nur sie bei der Schokoladenherstellung verwendet und die Hülle ist Abfall. Als Kakaofrucht-Flakes landen sie nun aber in der Schokolade und bilden eine fruchtig-süßliche Note, ohne dass der Tafel Industriezucker zugesetzt wurde. Eine außergewöhnliche Schokolade.